KOSPI schließt nach turbulenter Sitzung 0,62 Prozent höher
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 18:51 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSKOSPI beendet turbulente Sitzung fester
- Der KOSPI schloss am 4. November 2026 bei 5.683,80 Punkten und legte gegenüber dem Schluss vom 3. November um 0,62 Prozent zu.
- Der Index schwankte zwischen 5.828,13 und 5.421,72 Punkten, nachdem die US-Zwischenwahlen und Sorgen über die Regulierung der KI-Branche die Stimmung belastet hatten.
- Ausländische Verkäufe standen Käufen von institutionellen und privaten Anlegern gegenüber, die den Index im späteren Handel stabilisierten.
Der südkoreanische Leitindex KOSPI hat die Sitzung am Mittwoch, 4. November 2026, bei 5.683,80 Punkten beendet. Gegenüber dem Schlussstand der letzten abgeschlossenen Handelssitzung vom Dienstag bei 5.648,79 Punkten entspricht das einem Plus von 35,01 Punkten beziehungsweise 0,62 Prozent. Damit lag der Schlussstand trotz eines ausgeprägten Richtungswechsels über der Vergleichsbasis.
Der Schlussstand und die Tagesbewegung werden von Yonhap mit Datum 4. November bestätigt. Der konkrete Sitzungsverlauf wird von Business Korea beschrieben.
Starker Auftakt, scharfe Gegenbewegung
Der KOSPI eröffnete bei 5.786,13 Punkten und stieg im frühen Handel bis auf 5.828,13 Punkte. Das entsprach zeitweise einem Anstieg von 3,17 Prozent gegenüber dem Schluss vom Dienstag. Im weiteren Verlauf drehte der Markt jedoch deutlich. Das Tagestief lag bei 5.421,72 Punkten, womit die Spanne zwischen Tageshoch und Tagestief 406,41 Punkte betrug. Erst im späteren Handel kehrte der Index über die Marke von 5.600 Punkten zurück.
Nach Darstellung von Business Korea trafen die anhaltenden Verkäufe ausländischer Anleger auf Käufe von Institutionen und privaten Investoren. Ausländische Marktteilnehmer verkauften dem Bericht zufolge KOSPI-Aktien netto im Umfang von rund 2,51 Billionen Won. Institutionelle Anleger kauften netto rund 1,01 Billionen Won, private Anleger rund 1,43 Billionen Won. Diese gegenläufigen Orderströme prägten die ungewöhnlich große Schwankungsbreite.
US-Wahl als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor
Die Marktteilnehmer verarbeiteten zugleich die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen. The Korea Times berichtet, dass die Demokraten die Kontrolle über beide Kammern des US-Kongresses zurückgewonnen haben. Analysten verwiesen dort auf mögliche Unsicherheit für Steuervergünstigungen von Unternehmen sowie auf eine strengere Beobachtung großer Technologiekonzerne und der KI-Branche. Zugleich wurde auf die begrenzte Umsetzungsmöglichkeit solcher Vorhaben wegen des Vetorechts des US-Präsidenten hingewiesen.
Für die weitere Einordnung bleiben laut The Korea Times vor allem die tatsächlichen Renditen der KI-Investitionen, die Nachfrage nach Halbleitern und die Entwicklung der ausländischen Kapitalströme relevant. Die Kursbewegung des Tages zeigt dabei, dass ein freundlicher Auftakt durch politische und branchenspezifische Unsicherheit rasch überlagert werden kann. Der KOSPI schloss dennoch leicht höher und nicht auf dem Tagestief.
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