KOSPI, KRD020020008

KOSPI schließt am 6. November 6,02 Prozent tiefer

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 09:51 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der KOSPI hat die Sitzung am 6. November 2026 nach einem volatilen Handel 6,02 Prozent tiefer beendet. Sorgen über die US-KI-Ausgaben und ein Ausverkauf bei Technologiewerten lösten zwischenzeitlich eine Handelsunterbrechung aus.

KOSPI unter Druck durch KI-Sorgen

  • Der KOSPI schloss am 6. November 2026 bei 5.059,69 Punkten und damit 6,02 Prozent tiefer.
  • Nach dem Handelsstart fiel der Index zeitweise um mehr als 8 Prozent, woraufhin eine 20-minütige Handelsunterbrechung ausgelöst wurde.
  • Belastet wurde der Markt von Sorgen über mögliche Verzögerungen beim Ausbau von KI-Rechenzentren in den USA und dem Ausverkauf bei Technologiewerten.
KOSPI, KRD020020008, Illustration mit AI erstellt.

Der südkoreanische Leitindex KOSPI ist am Freitag, dem 6. November 2026, deutlich gefallen. Nach einem zeitweise noch stärkeren Einbruch schloss der Index bei 5.059,69 Punkten. Gegenüber dem Schlussstand der vorherigen Sitzung von 5.383,80 Punkten entsprach das einem Minus von 324,11 Punkten beziehungsweise 6,02 Prozent, wie Yonhap News Agency berichtete.

Handelsunterbrechung nach Kurseinbruch

Der KOSPI war nach der Eröffnung zunächst um 2,24 Prozent auf 5.263,26 Punkte gefallen. Kurz darauf weitete sich der Verlust auf mehr als 8 Prozent aus. Die Korea Exchange löste deshalb nach Angaben von Yonhap am Vormittag eine Handelsunterbrechung von 20 Minuten aus. Im weiteren Verlauf erholte sich der Index zeitweise, bevor der Verkaufsdruck erneut zunahm. Das Tagestief lag bei 4.911,28 Punkten und damit unter der Marke von 5.000 Punkten.

US-KI-Sorgen belasten Technologiewerte

Als wesentlicher Belastungsfaktor galten Sorgen, dass ein von den Demokraten kontrollierter US-Kongress den Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz verlangsamen könnte. Hintergrund waren die US-Zwischenwahlen und der gleichzeitige Rückgang von Technologiewerten an der Wall Street. Nach Einschätzung des von Yonhap zitierten Analysten Lee Kyoung-min von Daishin Securities erfassten die Bedenken inzwischen die gesamte KI-Wertschöpfungskette einschließlich der Halbleiter.

Die großen südkoreanischen Technologiewerte standen entsprechend unter Druck. Samsung Electronics verlor laut Yonhap 6,35 Prozent, SK hynix gab 10,44 Prozent nach. Der koreanische Won schwächte sich nach Angaben der Nachrichtenagentur ebenfalls gegenüber dem US-Dollar ab. Die Marktvolatilität blieb damit hoch, wobei der VKOSPI laut Yonhap auf den höchsten Stand seit drei Monaten stieg.

Breite Verluste am Aktienmarkt

Die Abwärtsbewegung erfasste laut The Asia Business Daily nahezu alle Sektoren. Besonders stark fielen elektrische und elektronische Ausrüstung mit 7,84 Prozent sowie medizinische und präzisionstechnische Werte mit 7,24 Prozent. Ausländische Anleger verzeichneten den Berichtszahlen zufolge Nettoverkäufe von 2,7692 Billionen Won, während Institutionen netto 1,7042 Billionen Won kauften.

Auch der KOSDAQ gab nach und schloss 5,03 Prozent tiefer bei 644,27 Punkten. Die Entwicklung zeigt, wie empfindlich der südkoreanische Aktienmarkt derzeit auf Änderungen der Erwartungen an globale KI-Investitionen und auf Bewegungen bei Halbleiterwerten reagiert. Weitere Berichte zum KOSPI finden Sie im Themenbereich.

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