KOSPI schließt am 5. November 5,28 Prozent tiefer bei 5.383,80 Punkten
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:41 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSKOSPI unter Druck nach US-Wahl
- Der KOSPI schloss am 5. November 2026 bei 5.383,80 Punkten und verlor 5,28 Prozent.
- Belastet wurden vor allem Halbleiterwerte durch Sorgen über strengere US-Regeln für KI-Rechenzentren.
- Ein Sell-Side-Sidecar wurde ausgelöst, während ausländische Anleger Aktien im Wert von 3,39 Billionen Won verkauften.
Der KOSPI hat die Sitzung am Donnerstag, 5. November 2026, mit einem deutlichen Verlust beendet. Der südkoreanische Leitindex fiel um 300,00 Punkte beziehungsweise 5,28 Prozent auf 5.383,80 Punkte. Damit lag der Schlussstand klar unter dem Schlusskurs der vorherigen Handelssitzung von 5.683,80 Punkten. Der Bericht bezieht sich auf den offiziellen Sitzungsverlauf in Seoul und nicht auf einen laufenden Zwischenstand.
US-Zwischenwahlen lösen Verkäufe aus
Als zentralen Belastungsfaktor nannte Yonhap Sorgen über mögliche strengere US-Regeln für Investitionen in künstliche Intelligenz. Der Wahlerfolg der Demokratischen Partei bei den US-Zwischenwahlen nährte demnach Befürchtungen, dass der neue US-Kongress Regeln für KI-Rechenzentren verschärfen und dadurch Investitionen in diesem Bereich bremsen könnte.
Halbleiterwerte ziehen den Index
Der KOSPI eröffnete bereits 1,82 Prozent tiefer bei 5.580,09 Punkten und weitete seine Verluste im weiteren Handelsverlauf aus. Die beiden marktprägenden Technologiewerte Samsung Electronics und SK hynix gaben laut Yonhap 7,57 beziehungsweise 9,46 Prozent nach. Auch andere Unternehmen aus der Halbleiter- und Ausrüstungskette gerieten unter Druck. Gleichzeitig legten einzelne Auto-, Finanz- und Internetwerte zu, konnten die Schwäche der großen Technologiewerte aber nicht ausgleichen.
Ausländische Verkäufe im Fokus
Die Abgaben wurden von ausländischen Investoren dominiert. Nach Angaben der The Herald Business verkauften sie am Hauptmarkt netto Aktien im Wert von 3,39 Billionen Won. Privatanleger kauften netto 2,28 Billionen Won, Institutionelle 841,7 Milliarden Won. Um 10:16 Uhr wurde zudem ein Sell-Side-Sidecar aktiviert, das den programmatischen Handel mit KOSPI-Aktien für fünf Minuten unterbrach.
Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob sich die Verkäufe ausländischer Marktteilnehmer abschwächen und sich die Einschätzung zu Halbleiter- und KI-Investitionen stabilisiert. Die Bewegung zeigt zugleich, wie empfindlich der Index auf regulatorische Erwartungen reagieren kann, wenn wenige sehr große Technologiewerte den Markt stark prägen. Eine eigenständige Trendwende lässt sich aus dem einzelnen Sitzungsverlust nicht ableiten.
Weitere Berichte und Schlussstände zum KOSPI finden Sie in der thematischen Übersicht.
