KOSPI schließt am 2. November 2,24 Prozent höher bei 5.859,08 Punkten
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 19:09 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSKOSPI dreht nach schwachem Start
- Der KOSPI schloss am 2. November 2026 bei 5.859,08 Punkten und legte 2,24 Prozent zu.
- Institutionelle Käufe stützten die Erholung, während ausländische und private Anleger per saldo verkauften.
- Halbleiterwerte und starke südkoreanische Exportdaten halfen, die Sorgen über die hohen KI-Investitionen zu überlagern.
- Die Volatilität bleibt angesichts der US-Zwischenwahlen und anstehender US-Arbeitsmarktdaten erhöht.
Der südkoreanische Leitindex KOSPI hat die Sitzung am Montag, dem 2. November 2026, mit deutlichen Gewinnen beendet. Der Index schloss bei 5.859,08 Punkten und damit 128,34 Punkte oder 2,24 Prozent über dem Schlussstand der vorherigen Sitzung. Am Freitag war der KOSPI noch um 3,48 Prozent auf 5.730,74 Punkte gefallen. Damit holte der Markt einen Teil des jüngsten Rückgangs wieder auf, ohne dass daraus bereits eine nachhaltige Trendwende abgeleitet werden kann.
Institutionelle Käufe tragen die Erholung
Nach Angaben der Yonhap News Agency drehte der KOSPI nach einem schwachen Handelsbeginn ins Plus und stieg im Verlauf zeitweise bis auf 5.910,83 Punkte. Institutionelle Anleger kauften per saldo Aktien im Wert von 1,23 Billionen Won. Ausländische und private Anleger verkauften dagegen zusammen netto 1,72 Billionen Won.
Die Entwicklung spricht für eine selektive Stabilisierung nach dem kräftigen Rücksetzer, nicht für eine uneingeschränkte Entwarnung. Der Won gab gegenüber dem US-Dollar nach und notierte laut Yonhap um 15:30 Uhr Ortszeit bei 1.343,8 Won je US-Dollar. Der KOSPI-Anstieg erfolgte somit trotz eines schwächeren Währungsumfelds.
Halbleiterwerte geben den Takt vor
Besonders die großen Technologiewerte stützten den Markt. Samsung Electronics legte laut Yonhap um 1,78 Prozent auf 229.000 Won zu, SK hynix gewann 3,81 Prozent und schloss bei 1,472 Millionen Won. Zugleich blieben die Belastungen durch den US-Technologiesektor präsent: Der Ausverkauf bei Intel und anderen Halbleiterwerten hatte die Anleger zum Wochenauftakt zunächst vorsichtig gemacht.
Als Gegengewicht verwiesen Marktbeobachter auf die Perspektiven der südkoreanischen Chipindustrie. Die Korea Times berichtete unter Berufung auf die jüngsten Daten, dass die südkoreanischen Halbleiterexporte im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 259,4 Prozent auf 56,4 Milliarden US-Dollar gestiegen seien. Gleichzeitig bleiben Fragen zur Rendite der hohen Investitionen in künstliche Intelligenz ein Risikofaktor für die Bewertung von Technologieaktien.
Volatilität bleibt ein zentrales Risiko
Für die weitere Einordnung des KOSPI dürften in dieser Woche neben der Entwicklung der US-Technologiewerte die US-Zwischenwahlen und der anstehende Arbeitsmarktbericht entscheidend sein. Der kräftige Schlussgewinn zeigt zwar, dass auf dem niedrigeren Niveau Nachfrage vorhanden war. Wegen des vorangegangenen Monatsverlusts und der weiterhin wechselnden Nachrichtenlage bleibt die Schwankungsanfälligkeit jedoch hoch.
Weitere Berichte und die bisherige Entwicklung des KOSPI finden Anleger auf der KOSPI-Themenseite.
