FTSE MIB schließt am 2. November 2026 0,90 Prozent höher
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 19:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSWas den Mailänder Markt bewegte
- Der FTSE MIB schloss am 2. November 2026 bei 49.947 Punkten und legte 0,90 Prozent zu.
- Sinkende Ölpreise und Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Nahostkonflikt stützten die europäischen Aktienmärkte.
- Buzzi, Moncler und STMicroelectronics gehörten zu den stärksten Gewinnern, während Eni und weitere Energiewerte nachgaben.
- Anleger richteten den Blick zugleich auf die US-Zwischenwahlen und die anstehenden Unternehmenszahlen.
Der FTSE MIB hat die Sitzung an der Mailänder Börse am Montag, 2. November 2026, mit Gewinnen beendet. Der italienische Leitindex schloss laut ANSA um 17:38 Uhr Berliner Zeit bei 49.947 Punkten, ein Tagesgewinn von 0,90 Prozent. Gegenüber dem Schlussstand der vorherigen Sitzung von 49.500,97 Punkten entsprach dies einem Anstieg um rund 446 Punkte.
Ölpreise und Geopolitik stützen Europa
Die europäischen Aktienmärkte drehten im Tagesverlauf nach anfänglicher Schwäche ins Plus. Als wichtige Unterstützung wurden sinkende Ölpreise und neue Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Konflikt zwischen den USA und Iran genannt. Der Radiocor-Bericht auf der Borsa Italiana verwies zudem auf freundlichere US-Futures und die Aussicht auf eine neue Woche mit Unternehmenszahlen. Der FTSE MIB lag dort um 10:57 Uhr GMT bereits 0,54 Prozent höher bei 49.769,72 Punkten.
Buzzi führt die Gewinner an
Bei den Einzelwerten setzte sich Buzzi mit einem Plus von 6,23 Prozent an die Spitze der großen italienischen Aktien. Moncler gewann 3,85 Prozent, STMicroelectronics legte 3,22 Prozent zu und Fineco stieg um 2,94 Prozent. Auch mehrere Banken beendeten die Sitzung fester. UniCredit gewann 1,85 Prozent, BPER Banca 1,42 Prozent, Monte dei Paschi di Siena 1,33 Prozent und Intesa Sanpaolo 1,09 Prozent. Die Angaben stammen aus der Marktübersicht von Repubblica.
Energiewerte bremsen den Aufschwung
Gegen den allgemeinen Trend verloren vor allem Energie- und Versorgerwerte. Eni gab 2,28 Prozent nach, Saipem fiel um 1,81 Prozent, Tenaris um 1,68 Prozent und A2A um 1,54 Prozent. Nach Einschätzung eines von Marketscreener veröffentlichten Reuters-Berichts belasteten Erwartungen höherer Zinsen und eine geplante höhere Irap-Abgabe auf Energieunternehmen das Versorgersegment. Der FTSE MIB blieb damit trotz des Tagesgewinns anfällig für gegenläufige Bewegungen zwischen Banken, zyklischen Werten und Energieaktien.
US-Zwischenwahlen im Blick
Für die weitere Marktrichtung richteten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die am Dienstag erwarteten US-Zwischenwahlen sowie auf neue Quartalszahlen, darunter die Ergebnisse von Apple nach US-Börsenschluss. Der Tagesanstieg des FTSE MIB ist damit als Marktbewegung einzuordnen, ohne dass sich daraus allein eine nachhaltige Trendwende ableiten lässt.
Weitere Berichte und Marktstände zum FTSE MIB finden Sie im Themendossier.
