Aktien Europa: Gewinne trotz Ölpreisanstieg - Weitere US-Iran-Gespräche im Fokus
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 10:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZwar hatte US-Präsident Donald Trump am Wochenende einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für den globalen Erdölhandel wichtigen Straße von Hormus als nicht annehmbar bezeichnet. Allerdings wird nach Angaben des US-Nachrichtenportals "Axios", das sich auf zwei verschiedene Quellen beruft, bereits ab Montag mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den beiden Kriegsparteien gerechnet.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg am Vormittag um 0,1 Prozent auf 6.308,40 Punkte. Außerhalb der Eurozone zog der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 um 0,8 Prozent auf 14.058,62 Punkte an, während der britische FTSE 100 GB0001383545 0,3 Prozent auf 10.727,88 Punkte gewann.
In Großbritannien gab es bei Hausbau-Aktien Kursfeuerwerke. Der Kurs von Taylor Wimpey GB0008782301 schnellte um 23 Prozent nach oben, Persimmon und Barratt Redrow GB00BG11K365 sprangen um mehr als 15 Prozent hoch. Zuvor hatte die britische Regierung ein Kreditprogramm für Erstkäufer neuer Häuser bekannt gegeben. Die Aktien des niederländischen Farben- und Lackeherstellers Akzo Nobel NL0013267909 stiegen um 0,7 Prozent; ihnen half auch ein positiver Kommentar der Analysten von Oddo BHF.
In diesem Umfeld legte auch der Index der europäischen Bauwerte Stoxx Europe 600 Construction & Materials EU0009658889 um ein halbes Prozent zu. An die Spitze des Branchentableaus schaffte es aber der Einzelhandelssektor CH0019112553 mit einem Plus von 1,5 Prozent.
Größter Verlierer in der Branchenübersicht war der Index der Rohstoffwerte EU0009658624. Sein Kurs fiel um 2,4 Prozent, da durchwachsene Daten zur Entwicklung der Industrie Chinas die Preise für Metalle wie Kupfer nach unten zogen.
Unter den wenigen Verlierern war auch der Techwerte-Index EU0009658921, für den es um ein halbes Prozent nach unten ging. Auf die Stimmung drückte, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle aussetzte. Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell in einem Test, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte. Im EuroStoxx 50 waren denn auch Aktien wie die des Chipindustrie-Ausrüsters ASML NL0010273215 und die des Energietechnikkonzerns Siemens Energy DE000ENER6Y0 unter den größten Verlierern.
