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Europa Schluss: Trüber Freitag - EuroStoxx sinkt weiter

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 18:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
An Europas Börsen haben am Freitag hohe Energiepreise, Sorgen wegen zu hoher Bewertungen im KI-Sektor sowie schwache Konjunkturdaten aus Frankreich einmal mehr den Druck auf die Notierungen aufrecht gehalten.

Automobil- und Luxus-Aktien verzeichneten nach durchwachsenen Unternehmenszahlen besonders deutliche Abgaben. Ein Stabilisierungsversuch an der US-Techbörse Nasdaq half gegen Handelsende, die Verluste etwas einzugrenzen.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 0,31 Prozent auf 6.068,22 Punkte, daraus resultiert für den Leitindex der Eurozone auf Wochensicht ein Minus von 2,2 Prozent. Unter der 200-Tage-Linie als Signalgeber für den längerfristigen Trend war der EuroStoxx am Freitag auf seinem Tagestief bei 6.021 nur knapp über der runden Marke von 6.000 Zählern geblieben, darunter hatte er zuletzt vor vier Monaten notiert.

Belastet von den Sorgen um den französischen Staatshaushalt hatte sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im Oktober überraschend deutlich eingetrübt. In Frankreich war die Stimmungseintrübung besonders auffällig.

Auch außerhalb des Euroraums ging es am Freitag nach unten. Der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 sank um 0,59 Prozent auf 14.462,36 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,32 Prozent auf 10.690,36 Punkte nach.

Europaweit Schwächster Sektor waren am Freitag die Autowerte EU0009658681. Desaströse Geschäftszahlen brockten den Aktien von Volvo Cars SE0021628898 einen Kursverlust von fast einem Viertel ein. Das Unternehmen war im dritten Quartal tief in die Verlustzone gerutscht. Auch der Nutzfahrzeughersteller Volvo AB SE0000115446 konnte die Anleger mit seinem Quartalsbericht nicht überzeugen. Die Aktien sanken um 1,1 Prozent.

Mit den Zahlen von Kering FR0000121485 kam es erneut zu einer negativen Überraschung im Luxussegment. Die Aktien büßten wegen der Lage bei der wichtigen Marke Gucci 16,6 Prozent ein. Auch andere Werte im Sektor wie Hermes FR0000052292 und LVMH FR0000121014 verloren 4 beziehungsweise 1,2 Prozent. Einen Lichtblick gab es von L'Oreal FR0000120321, die Papiere des Kosmetikunternehmens gewannen 5,6 Prozent. Die Analysten von Jefferies bezeichneten die Zahlen zum dritten Quartal als beeindruckend.

Für die Anteile von Holcim CH0012214059 ging es nach Quartalszahlen um 5 Prozent hoch. Die Analysten von Goldman Sachs hoben die starke operative Entwicklung des Baustoffherstellers trotz eines schwierigen Marktumfelds hervor. Die Berichte anderer Unternehmen aus dem Sektor kamen dagegen teils nicht so gut an. Für Sika CH0418792922 ging es um 2,3 Prozent abwärts. Die Aktien von Vinci FR0000125486 schwankten zwischen Plus und Minus und entschieden sich am Ende für ein Plus von 0,5 Prozent.

Angesichts weiter gestiegener Ölpreise lagen die Ölwerte EU0009658780 an der Spitze der Sektorenübersicht. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hatte nach eigenen Angaben das saudische Verteidigungsministerium in Riad angegriffen, womit sich die Lage weiter verschärft. Die Aktien von Eni IT0003132476 gewannen nach einem Gewinnsprung im dritten Quarral und der Ankündigung einer Sonderdividende 5,8 Prozent.

Die Enttäuschung über den Quartalsbericht von Safran FR0000073272 ließ den Aktienkurs des Triebwerkherstellers und Luftfahrt-Zulieferers um 10 Prozent absacken. In Sog von Safran verloren auch Rolls-Royce GB00B63H8491 7,6 Prozent, MTU DE000A0D9PT0 4,8 Prozent und Melrose GB00BNGDN821 4,7 Prozent.

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