Ethereum, XCCRYPTOETH3

Ethereum-Kurs unter Druck: Glamsterdam-Test bleibt ausgesetzt

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 13:10 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Ethereum-Kurs steht im Zeichen einer technischen Verzögerung: Entwickler setzen den Glamsterdam-Hardfork auf dem Hoodi-Testnetz aus. Hintergrund sind mögliche Kompatibilitätsprobleme bei bestimmten Smart Contracts.

Ethereum vor technischer Klärung

  • Die Ethereum Foundation verschiebt den Glamsterdam-Hardfork auf dem Hoodi-Testnetz wegen möglicher Smart-Contract-Probleme.
  • Betroffen sind unter anderem Änderungen an der Gasberechnung in EIP-8037 und EIP-8038.
  • FinFly nennt für den 6. November einen ETH-Kurs von 2.224,05 USD und eine Veränderung von minus 8,17 Prozent binnen 24 Stunden.
  • Ein neuer Termin für Hoodi oder das Ethereum-Mainnet steht laut der offiziellen Mitteilung noch nicht fest.
Ethereum, XCCRYPTOETH3, Illustration mit AI erstellt.

Die geplante Erprobung des Glamsterdam-Upgrades auf dem Ethereum-Testnetz Hoodi bleibt ausgesetzt. Die Ethereum Foundation teilte am 6. November 2026 mit, dass die Entwickler den Hardfork-Prozess verzögern. Ein neuer Aktivierungstermin wurde in der Mitteilung nicht genannt.

Auslöser sind Prüfungen von ChainSecurity zu den Vorschlägen EIP-8037 und EIP-8038. Nach Angaben der Foundation könnten bestimmte Projekte von Änderungen betroffen sein, die festlegen, wie Gas für einzelne Vorgänge und für den Zustand des Netzwerks berechnet wird. Dabei geht es um sogenannte Invarianten, auf die sich einige Projekte verlassen. Die Änderungen könnten diese Annahmen brechen und dadurch die Funktionsweise bestimmter Smart Contracts beeinflussen.

Glamsterdam muss weitere Tests bestehen

Die Verschiebung betrifft zunächst das Hoodi-Testnetz und ist nicht mit einer Änderung des laufenden Ethereum-Mainnets gleichzusetzen. Die Foundation will gemeinsam mit mehreren Prüfgesellschaften und durch interne Audits klären, welche Anwendungen betroffen sein könnten. Zugleich fordert sie Entwickler und Prüfer auf, ihre Projekte anhand von acht identifizierten Invarianten selbst zu untersuchen.

Für Anleger ist damit vor allem der Zeitplan unsicherer geworden. Glamsterdam soll unter anderem die Skalierbarkeit und die Verarbeitung von Transaktionen verbessern. Eine Verzögerung des Testnetzes verschiebt jedoch nicht automatisch eine Mainnet-Aktivierung, weil zunächst die Kompatibilität mit bestehenden Anwendungen geklärt werden muss. Einen Termin für den nächsten Hoodi-Schritt oder für das Mainnet nennt die aktuelle Foundation-Mitteilung nicht.

Kursstand bleibt ein separater Faktor

Der Ethereum-Kurs lag laut dem FinFly Newsroom am 6. November bei 2.224,05 USD. Die Quelle weist für ETH eine Veränderung von minus 8,17 Prozent innerhalb von 24 Stunden aus. Das ist eine rollierende 24-Stunden-Angabe und kein ausgewiesener UTC-Tagesschlussvergleich. Eine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen dem Kursstand und der Upgrade-Mitteilung lässt sich daraus nicht ableiten.

Für ETH-Investoren rückt damit die technische Prüfung in den Vordergrund. Entscheidend ist, ob die Entwickler die betroffenen Anwendungen eingrenzen und die Spezifikationen von Glamsterdam gegebenenfalls anpassen können. Bis dahin bleibt der Upgrade-Fahrplan offen, während das Ethereum-Netzwerk unter den bisherigen Regeln weiterläuft.

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