Devisen: Eurokurs gibt leicht nach - Französische Stimmungsdaten enttäuschen
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 16:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAm Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1200 Dollar gehandelt und damit etwas schwächer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1193 (Donnerstag: 1,1205) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8934 (0,8924) Euro.
Zum Wochenausklang richtete sich der Fokus auf Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone und aus den beiden größten Mitgliedsländern. Dabei überraschte Frankreich negativ. Dort rutschten die Teilindikatoren für die Industrie und den Dienstleistungsbereich für den laufenden Monat unerwartet unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten, was einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität signalisiert.
"Diese Stimmungsdaten werden die Befürchtungen verstärken, dass politische Unsicherheit und Volatilität am Anleihemarkt die Konjunktur in Frankreich - und in der gesamten Eurozone - bremsen, indem sie das Vertrauen belasten und die finanziellen Rahmenbedingungen verschärfen", sagte Claus Vistesen, der für die Eurozone zuständige Chefvolkswirt von Pantheon Macroeconomics. Man sollte jedoch bedenken, dass die französischen Einkaufsmanagerindizes schwankungsanfällig seien und nur eine geringe Aussagekraft für das kurzfristige Wirtschaftswachstum hätten.
Konjunkturdaten aus den USA passten in das Bild. Die Stimmung der dortigen Verbraucher hat sich im Oktober unerwartet nur minimal eingetrübt.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83728 (0,83770) britische Pfund, 175,51 (175,97) japanische Yen und 0,9227 (0,9211) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 3.998 Dollar. Das waren rund 27 Dollar weniger als am Vortag.
