Frankfurt Eröffnung: Verluste - Hohe Ölpreise verunsichern
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 10:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAuf die Stimmung drückte, dass die Ölpreise weiterhin auf hohem Niveau notieren.
Im frühen Handel büßte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent auf 25.352 Punkte ein, womit er erneut die 100-Tage-Durchschnittslinie testete. In der Vorwoche war der Dax bereits zeitweise unter dieses längerfristige Trendbarometer gerutscht, hatte sich dann aber gefangen. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,6 Prozent auf 31.031 Zähler.
Die Entwicklung am Ölmarkt, momentan maßgeblich für die Inflations- und Zinserwartungen, verunsichert die Anleger weiter. Am Mittwoch hatten die zuletzt etwas moderateren Ölpreise wieder deutlich angezogen, nachdem in der Straße von Hormus erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten war. Der Iran knüpfte eine mögliche Öffnung derweil in Gesprächen mit den USA an Bedingungen. Am Vormittag kostete ein Fass der Nordseesorte Brent klar mehr als 100 Dollar.
Als Belastung erwies sich zudem, dass die Rekorde im Nasdaq 100 US6311011026 vom Dienstag am Vorabend nicht bestätigt werden konnten. Der US-Auswahlindex der Technologiebörse legte am alten Höchststand vom Juni wieder den Rückwärtsgang ein.
Im Fokus steht am Donnerstag das Treffen zwischen dem US-Präsidenten Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden unterdessen laut US-Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Das sagte Bessent dem Sender Fox News zu Beginn eines dreitägigen Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington.
Unter den besten Werten im Dax stiegen die Papiere von MTU DE000A0D9PT0 um gut ein Prozent. Die US-Bank Citigroup hatte ihre Verkaufsempfehlung für die Anteilsscheine aufgegeben und rät nun zum Kauf. Der deutliche Bewertungsabschlag gegenüber dem Wettbewerber Safran FR0000073272 habe den schlechteren Barmittelumschlag des Triebwerkherstellers bisher angemessen wiedergegeben, schrieb der neu zuständige Analyst Conor Dwyer. Der Barmittelumschlag ist ein Maß dafür, wie lange das Kapital im operativen Geschäft gebunden ist. Der Experte erwartet nun eine Veränderung der Gemengelage mit deutlicher Besserung beim Cashflow bis 2030.
Als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 sackten die Aktien von Verbio DE000A0JL9W6 um mehr als sechs Prozent ab. Das Gewinnziel des Biokraftstoffherstellers hatte enttäuscht.
An der Index-Spitze gewannen die Akten der Shelly Group BG1100003166 4,5 Prozent auf 67,30 Euro. Der Technologiekonzern Schneider Electric FR0000121972 steht vor der Übernahme des Herstellers von intelligenten Elektro-Geräten (smart devices). Die Franzosen unterbreiteten ein Übernahmeangebot von 70 Euro je Aktie.
