DAX, DE000LUSDAX6

DAX dreht nach Rekordhoch ins Minus

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 18:35 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der DAX hat am Donnerstag zunächst ein neues Rekordhoch erreicht, danach aber ins Minus gedreht. Sorgen um den KI-Boom und eine erneute Prognosesenkung von Rheinmetall belasteten die Schlussphase.

Rekordhoch und Rücksetzer im DAX

  • Der DAX beendete den Handel am 5. November 2026 bei 26.325,01 Punkten und verlor 0,43 Prozent.
  • Im Tagesverlauf stieg der Index bis auf 26.692,90 Punkte und markierte damit ein neues Rekordhoch.
  • Belastet wurde die Schlussphase durch den Ausverkauf bei US-Technologiewerten und die erneute Prognosesenkung von Rheinmetall.
DAX, DE000LUSDAX6, Illustration mit AI erstellt.

Der DAX hat seine Rekordjagd am Donnerstag zunächst fortgesetzt, den Handel aber nach einer deutlichen Drehung ins Minus beendet. Nach Angaben von n-tv schloss der deutsche Leitindex am 5. November 2026 bei 26.325,01 Punkten. Gegenüber dem Schlussstand von 26.437,67 Punkten am vorherigen Handelstag entspricht das einem Minus von 0,43 Prozent.

Neues Rekordhoch im Tagesverlauf

Zu Beginn dominierten noch die positiven Impulse nach dem Wahlerfolg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen. Der DAX stieg im Tagesverlauf bis auf 26.692,90 Punkte und übertraf damit seine bisherige Bestmarke. Reuters berichtete am Vormittag von einer gestiegenen Risikobereitschaft und Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Konflikt. Auch gesunkene Ölpreise hatten die europäischen Aktienmärkte zunächst gestützt.

US-Technologiewerte bremsen den Markt

Mit dem Beginn des US-Handels verschlechterte sich die Stimmung jedoch deutlich. Laut n-tv erfasste der Ausverkauf bei KI- und Halbleiterwerten die US-Börsen breiter. Anleger sorgten sich, dass neue politische Mehrheiten in den USA den Ausbau von Rechenzentren und damit den KI-Boom stärker regulieren könnten. Der DAX gab daraufhin seine Tagesgewinne ab und rutschte unter den Schlussstand des Vortages.

Rheinmetall unter Druck

Zusätzlichen Druck auf den deutschen Leitindex erzeugte Rheinmetall. Der Rüstungskonzern hatte am Vorabend seine Jahresprognose erneut gesenkt. Verzögerungen beim Projekt Arminius und bei der Abnahme von Artilleriemunition verschieben erwartete Umsätze teilweise ins kommende Jahr. Die Rheinmetall-Aktie fiel laut n-tv um 16,1 Prozent und gehörte damit zu den schwächsten DAX-Werten. Auch Infineon gab deutlich nach.

Der Handelstag zeigt damit ein zweigeteiltes Bild: Die US-Zwischenwahlen und die Hoffnung auf sinkende geopolitische Risiken sorgten zunächst für neue Höchststände. Im weiteren Verlauf rückten jedoch die Risiken für hoch bewertete Technologiewerte und negative Unternehmensnachrichten in den Vordergrund. Für Anleger bleibt damit die Frage offen, ob das Rekordhoch nachhaltig bestätigt werden kann. Weitere DAX-Berichte finden Sie im DAX-Thema.

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