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Binance-Hack belastet Bitcoin-Kurs und löst Milliarden-Liquidationen aus

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 18:49 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Bitcoin-Kurs geriet nach einem milliardenschweren Sicherheitsvorfall bei Binance unter Druck. Gleichzeitig hielten ETF-Zuflüsse an, während steigende Mining-Kosten den Blick auf die Angebotsseite lenken.

Bitcoin unter neuem Verkaufsdruck

  • Bitcoin fiel nach einem Binance-Sicherheitsvorfall zeitweise unter 77.000 USD.
  • CoinDesk bezifferte die Liquidationen im Krypto-Futures-Markt auf 1,57 Mrd. USD.
  • US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Donnerstag dennoch Zuflüsse von 17 Mio. USD.
  • Die steigende Mining-Schwierigkeit stärkt das Netzwerk, erhöht aber den Ertragsdruck für Miner.
Bitcoin, XCCRYPTOBTC0, Illustration mit AI erstellt.

Der Bitcoin-Kurs steht am 30. Oktober 2026 erneut unter Verkaufsdruck. Die deutschsprachige Investing.com-Kursseite zeigte um 18:07:35 einen Bitcoin-Preis von 77.286,1 USD. Die Seite wies Bitcoin als BTC/USD-Instrument in Echtzeit aus und nannte eine Marktkapitalisierung von 1,55 Bio. USD sowie ein 24-Stunden-Volumen von 59,03 Mrd. USD. Die angezeigte Tagesveränderung wird hier nicht als UTC-Tagesschlussvergleich interpretiert, weil die dafür erforderliche Vergleichsbasis nicht ausgewiesen war.

Binance-Vorfall belastet den Markt

Der aktuelle Abwärtsdruck fällt mit einem schweren Sicherheitsvorfall bei Binance zusammen. CoinDesk berichtete am 30. Oktober, Binance sei von einem Exploit mit einem geschätzten Umfang von 6,3 Mrd. USD betroffen gewesen. Rund 3 Mrd. USD der betroffenen Vermögenswerte seien eingefroren worden; Auszahlungen blieben zunächst pausiert. Bitcoin fiel laut CoinDesk bis auf 76.400 USD, bevor sich der Kurs teilweise erholte.

Die Marktreaktion zeigte sich besonders im Derivatehandel. CoinDesk bezifferte die Liquidationen bei Krypto-Futures auf 1,57 Mrd. USD. Das Handelsvolumen stieg demnach um 74 Prozent auf 346,1 Mrd. USD, während das Open Interest um 3 Prozent auf 136,3 Mrd. USD sank. Bei Bitcoin lagen fünf der sechs volumenstärksten Optionen unter dem aktuellen Kurs und waren Puts - ein Hinweis auf eine defensivere Absicherung, nicht jedoch auf eine sichere weitere Kursrichtung.

ETF-Nachfrage gegen den Strom

Institutionelle Nachfrage konnte den Verkaufsdruck zuletzt nicht vollständig ausgleichen. Nach den von CoinDesk zitierten Daten von Farside Investors nahmen US-Spot-Bitcoin-ETFs am Donnerstag 17 Mio. USD auf. Es war demnach der vierte Zuflusstag in Folge. Die Entwicklung zeigt, dass ETF-Zuflüsse und der kurzfristige Bitcoin-Kurs nicht zwingend gleichgerichtet sein müssen: Marktstress, gehebelte Positionen und Risiken an Handelsplätzen können die Preisbildung zeitweise dominieren.

Netzwerk stärker, Miner unter Druck

Auf der Angebotsseite meldete CryptoSlate für den 29. Oktober einen Anstieg der Mining-Schwierigkeit um 5,54 Prozent auf 148,36 Billionen. Die höhere Rechenleistung erhöht die Widerstandsfähigkeit des Netzwerks, verschärft aber den Wettbewerb um die Blockvergütung. CryptoSlate bezifferte den täglichen Hashpreis auf etwa 33 USD je PH/s und verwies damit auf sinkende Einnahmen der Miner.

Für Anleger bleibt der Bitcoin-Kurs damit zwischen mehreren gegenläufigen Faktoren eingebettet: Der Markt verarbeitet den Binance-Schock und hohe Liquidationen, während ETF-Zuflüsse stützen und die Netzwerktechnik weiter ausgebaut wird. Die Entwicklung ist volatil und liefert allein kein Signal für eine nachhaltige Trendwende. Weitere Berichte zum Thema finden Sie unter Bitcoin.

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