New York: Rückschlag der Technologie-Aktien geht etwas weiter
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 17:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Angst, dass steigende Zinsen an den Kapitalmärkten die mit hohen Schulden finanzierten Investitionen von Unternehmen in Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend infrage stellen könnte, hat den Markt nach wie vor im Griff.
Immerhin gibt es am US-Anleihemarkt nun Zeichen einer Entspannung, die Anleiherenditen fielen. "Der Ausverkauf bei Aktien aus dem Technologiesektor sorgt für Kapitalzuflüsse in den Markt für US-Staatsanleihen als sicherer Hafen und drückt die Renditen nach unten", sagte Finanzanalyst Vail Hartman von BMO Capital Markets, der Investmentbanking-Sparte der Bank of Montreal.
Für den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,6 Prozent auf 29.765 Punkte nach unten. Zur Wochenmitte war das Börsenbarometer bereits um 2 Prozent abgesackt.
Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 legte am Donnerstag um 0,1 Prozent auf 7.725 Punkte zu. Der Dow Jones Industrial US2605661048 gewann ein Prozent auf 52.133 Punkte. In dem Leitindex sind die großen Tech-Aktien bei weitem nicht so schwer gewichtet wie im Nasdaq 100.
Im Technologiesektor erlitten Aktien aus der Branche der Chip- und Speicherhersteller erneut Einbußen. So fielen die Papiere von Micron US5951121038, AMD US0079031078, Intel US4581401001, Lam Research US5128073062 und Seagate IE00BKVD2N49 um bis zu fünf Prozent.
Am Markt wurde als Belastung auf einen Artikel in der "Financial Times" verwiesen. Demnach deuteten die Geschäftszahlen von Anthropic zum dritten Quartal darauf hin, dass sich das Wachstumstempo des KI-Unternehmens verlangsamt hat.
Als Schlusslicht im Nasdaq 100 knickten die Anteilscheine von Rocket Lab US7731211089 um fast zehn Prozent ein. Das Raumfahrtunternehmen hatte den Start seiner leistungsstärkeren Neutron-Rakete erneut verschoben und den Erstflug des Trägers auf das Jahr 2027 verlegt.
Unter den Werten aus den hinteren Reihen brachen die Aktien von FMC Corp. US3024913036 um knapp 34 Prozent ein. Im dritten Quartal erwartet der Hersteller von Pflanzenschutzmitteln nun einen operativen Verlust statt eines Gewinn.
