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Aktien Frankfurt: Dax erhält mit Tech-Branche nächsten Dämpfer

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 14:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Dax DE0008469008 erhält am Donnerstag auf seiner Richtungssuche wieder einen Dämpfer.

Zahlen großer US-Tech-Konzerne trübten die Stimmung, nachdem der Leitindex am Vortag noch den höchsten Stand seit vier Wochen erreicht hatte. Wegen eines Angriffs auf ein Ölfeld in Saudi-Arabien stiegen auch die Ölpreise wieder deutlich.

Nach dem Tagestief, das zur Mittagszeit unter der 100-Tage-Linie lag, fielen die Verluste am Nachmittag schon wieder deutlich milder aus. Zuletzt stand der Leitindex mit 25.507 Punkten auf seinem Tageshoch, wobei das Minus dann aber immer noch ein halbes Prozent groß war. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten sank deutlicher um 1,2 Prozent auf 30.294 Zähler.

Gute Zahlen des Schwergewichts SAP DE0007164600 reichten im Umfeld einer international wieder beobachteten Technologie-Schwäche als Stütze im Dax nicht aus. Über Nacht ging es an den technologielastigen Börsen in Japan und Südkorea wieder merklich bergab und dem folgen auch die Indikationen für die New Yorker Börsen, allen voran an der Nasdaq.

"Die Quartalsberichte von Tesla US88160R1014, Meta US30303M1027, IBM US4592001014 und SAP reichen nicht aus, um das Vertrauen in den Technologiesektor und hier insbesondere in den Chip-Sektor zu festigen", schrieb der Börsenbrief-Autor Hans Bernecker. Tags zuvor hatte der Weltraum- und KI-Konzern SpaceX US84615Q1031 die jüngsten Sorgen also nur vorübergehend gemildert.

Laut Bernecker belastet besonders, dass der Elektroautobauer Tesla auf die Investitionsbremse tritt. Der Marktbeobachter Stephen Innes sieht das Trendthema KI in einer schwierigen Phase zwischen technologischer Validierung und finanziellem Erfolg. Meta wachse zwar stark, habe aber auch klargemacht, dass der nächste Schub viel Geld kosten werde.

Am Nachmittag gaben die Aktien von Infineon DE0006231004, Siemens Energy DE000ENER6Y0, Hochtief DE0006070006 und Siemens DE0007236101 deutlich nach. Die Kurse der deutschen KI-Profiteure im Dax verloren zuletzt zwischen 1,7 und 3,7 Prozent an Wert.

Die SAP-Aktionäre reagierten nach gutem Kursverlauf seit dem Sommer nicht fest entschlossen darauf, dass der Softwareriese etwas zuversichtlicher für die Cloud-Erlöse im Gesamtjahr wird. Zeitweise ins Minus gerutscht, schafften es die Aktien zuletzt wieder mit 1,5 Prozent in die Gewinnzone. Laut dem Experten Charles Brennan von Jefferies wurde die Dynamik der Cloud-Transformation unterstrichen, während die Sorgen vor einer KI-Disruption von SAP etwas entkräftet wurden.

Im Rüstungsbereich sank der Kurs des MDax-Wertes Renk DE000RENK730 um 1,1 Prozent, nachdem der Panzergetriebehersteller wegen des Verkaufs des Gleitlagergeschäfts seine Geschäftsjahresprognose kürzte. Außerdem geriet Krones DE0006335003 im MDax zeitweise mächtig unter Druck wegen gekürzter Umsatzziele. Das fast neun Prozent große Spitzenminus bei dem Anlagenbauer schrumpfte aber zuletzt auf drei Prozent.

Eine positive Ausnahme waren deutsche Laborausrüster: Bei Qiagen NL0015002CX3 macht der schwedische Finanzinvestor EQT gemeinsam mit zwei Staats- und Pensionsfonds Ernst mit einer Offerte. Der schon lange von Übernahmedebatten getriebene Kurs näherte sich mit einem Sprung um 5,3 Prozent auf 45,10 Euro dem gebotenen Preis von 46,50 Euro.

Der Sartorius DE0007165631-Kurs legte außerdem um fünf Prozent zu. James Vane-Tempest von Jefferies Research attestierte dem Laborausrüster ein starkes drittes Quartal, vor allem mit dem Laborgeschäft als Treiber. Für diesen Geschäftsbereich wird das Unternehmen einen Tick optimistischer.

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de | DE0008469008 | AKTIEN | boerse | 70393857 |