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Aktien Europa: Märkte geben weiter nach - Anleiherenditen beunruhigen

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

An den europäischen Aktienmärkten ist es am Donnerstag weiter nach unten gegangen.

Marktexperte Andreas Lipkow verwies auf gestiegene Anleiherenditen, hohe Ölpreise und Zinsängste als Belastungsfaktoren. "Im Nahen Osten ist eine schnelle diplomatische Lösung weiterhin nicht in Sicht", so der Chef-Marktanalyst vom Broker CMC Markets. "Gleichzeitig sorgen die zuletzt robusten US-Konjunkturdaten für zusätzlichen Druck am Anleihemarkt, weil sie Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank am Leben halten."

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 0,46 Prozent auf 6.270,63 Punkte. Außerhalb der Eurozone tendierte der britische FTSE 100 GB0001383545 kaum verändert, während der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 um 0,25 Prozent auf 13.887,10 Punkte sank. Die Schweizer Notenbank hatte ihren Leitzins wie erwartet bei null Prozent belassen. Gleichzeitig erhöhte sie ihre Inflationsprognose nur leicht.

Schwächster Sektor waren die Autowerte, die sich damit wieder den bisherigen Jahrestiefs näherten. Finanzdienstleister litten unter der Schwäche des Schwergewichts UBS CH0244767585, dessen Aktie um 2,3 Prozent nachgab. Am Mittwoch hatte sich der Schweizer Ständerat für eine deutliche Verschärfung der Eigenmittelvorschriften ausgesprochen.

Zu den Verlierern gehörten auch die Aktien von H&M SE0000106270, die nach Zahlen um 2,1 Prozent sanken. Die Analysten der RBC interpretierten den Bericht des Bekleidungshändlers zum dritten Quartal als durchwachsen. Bereinigt habe das Zahlenwerk die Schätzungen zwar leicht übertroffen. Die Lagerbestände seien aber hoch und der Ausblick für die Margenentwicklung vorsichtig. Die Experten der Deutschen Bank bemängelten, dass sich eine klare Verbesserung der Umsatzentwicklung trotz der Bemühungen des Managements noch nicht abzeichne.

Besser sah es bei dem britischen Bekleidungsanbieter Asos GB0030927254 aus. Die Aktie kletterte mit acht Prozent Aufschlag auf das höchste Niveau seit drei Jahren. Das Unternehmen hatte die Ergebnisprognose nach oben angepasst. Analysten erhöhten daraufhin ihre Schätzungen und Kursziele.

Wenig bewegt präsentierten sich dagegen die Aktien von Schneider Electric FR0000121972 nach einer Übernahmeankündigung. Der Konzern steht demnach vor der Akquisition der bulgarischen Shelly Group BG1100003166. Die Franzosen wollen für den Hersteller von intelligenten Elektro-Geräten (smart devices) aus dem SDax DE0009653386 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot über 70 Euro je Aktie unterbreiten. Beide Unternehmen unterzeichneten dazu eine entsprechende Vereinbarung.

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de | GB0001383545 | AKTIEN | boerse | 70176851 |