Volkswagen-Aktie: Elli-Umbau und Dieselskandal-Prozess im Fokus
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 11:32 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSVolkswagen im Wochenfokus
- Die VW-Ladetochter Elli zieht sich aus Teilen des Hardware-Geschäfts zurück und richtet sich auf digitale sowie skalierbare Energiedienste aus.
- Im Braunschweiger Dieselskandal-Prozess wurde ein angeklagter Ex-Manager nach dem zweiten Verhandlungstag in Haft genommen.
- Volkswagen steht damit zugleich wegen der Konzerntransformation und der anhaltenden juristischen Aufarbeitung unter Beobachtung.
Die Volkswagen-Aktie stand in der Woche bis Freitag, 6. November 2026, im Zeichen zweier unterschiedlicher Themen: Die Ladetochter Elli baut ihr Geschäftsmodell um, zugleich nahm das Landgericht Braunschweig einen Angeklagten im neuen Dieselskandal-Prozess in Haft.
Elli konzentriert sich neu
Nach einem Bericht der Volksstimme vom 3. November zieht sich Elli unter anderem aus dem Geschäft mit Wallboxen und Ladeinfrastruktur für Unternehmen zurück. Die Tochter will sich stärker auf digitale, skalierbare Geschäftsmodelle, das Ladenetz, Flottenlösungen und Stromangebote konzentrieren. Auch intelligente Lade- und Speicherlösungen für Elektrofahrzeuge gehören zum künftigen Profil.
Für Kunden sollen Software-Updates, Service und Ersatzteile gesichert bleiben. Nach Angaben des Berichts laufen Gespräche mit Arbeitnehmervertretern; wie viele der rund 400 Beschäftigten betroffen sein könnten, blieb offen. Für Volkswagen ist die Neuausrichtung ein weiterer Schritt, um das Energie- und Ladegeschäft auf profitablere Felder zu konzentrieren.
Haftbefehl belastet Prozessumfeld
Am 6. November berichtete der NDR, dass das Landgericht Braunschweig einen angeklagten früheren VW-Manager nach einer Sitzung in Haft nahm. Das Gericht begründete die Maßnahme mit der Sicherung der Hauptverhandlung; der Angeklagte legte Beschwerde ein. Die Vorwürfe beziehen sich laut NDR auf die Entwicklung beziehungsweise Weiterentwicklung illegaler Abschaltsoftware. Für alle Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.
Konzernumbau bleibt entscheidend
Die Volkswagen Group hatte am 29. Oktober für die ersten neun Monate 2026 einen Umsatz von 233,41 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 0,1 Milliarden Euro veröffentlicht. Die operative Rendite vor Sondereffekten lag nach neun Monaten bei 3,8 Prozent. Der Konzern verweist auf den Zukunftsplan, mit dem die Ertragskraft verbessert werden soll.
Der Realtime-Kurs der Volkswagen-Aktie lag am Samstag, 7. November 2026, um 11:29 Uhr bei Lang & Schwarz bei 69,87 Euro.
Volkswagen AG Vz
- ISIN: DE0007664039
- WKN: 766403
- Xetra-Kürzel: VOW3
- Lang & Schwarz: 69,87 Euro am 7. November 2026, 11:29 Uhr
- Heimatbörse: Xetra
Am deutschen Aktienmarkt richtet sich der Blick auf die Entwicklung des DAX und auf die Signale aus der europäischen Autoindustrie.
