Vale-Aktie: Jahresziele trotz schwachem Eisenerzgeschäft bestätigt
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 14:42 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSVale hält Ziele trotz Eisenerzdruck
- Das dritte Quartal war vom schwächeren Eisenerzgeschäft geprägt, während Kupfer und Nickel teilweise gegensteuerten.
- Das Salobo-CPF-Projekt soll die Kupferförderung langfristig ausbauen und bestehende Infrastruktur nutzen.
- Die Entwicklung der Metallproduktion bleibt für die operative Perspektive von Vale entscheidend.
Vale hat trotz eines schwächeren Eisenerzgeschäfts die Produktionsziele für 2026 bestätigt. Im Mittelpunkt des aktuellen Anlegerinteresses steht zugleich der Ausbau des Kupfergeschäfts am Standort Salobo in Brasilien.
Die Ergebnisse für das dritte Quartal wurden am 29. Oktober veröffentlicht. Nach Angaben von Shanghai Metals Market sank das Pro-forma-EBITDA im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar. Belastet wurde das Ergebnis vor allem von niedrigeren realisierten Preisen für Eisenerzfeinmaterial, dem stärkeren brasilianischen Real und höheren Bunkerkosten.
Eisenerz belastet die Quartalsbilanz
Die Eisenerzproduktion ging im dritten Quartal um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Verkäufe stiegen dagegen um 0,3 Prozent auf 86,3 Millionen Tonnen. Vale verwies auf eine geringere Verfügbarkeit von Roherz in Serra Norte. Die Wiederaufnahme der Förderung in Fábrica und Viga, ein höherer Zugang zu Hämatiterz und die anhaltende Leistung von S11D sollen im vierten Quartal für höhere Mengen sorgen.
Für das Gesamtjahr hält Vale an einer Eisenerzproduktion von 335 bis 345 Millionen Tonnen fest und sieht sich am unteren Ende dieser Spanne. Die Investitionen sollen ebenfalls am unteren Ende der bislang erwarteten Spanne von 5,4 bis 5,7 Milliarden US-Dollar liegen. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob die angekündigte Erholung im vierten Quartal die schwächere Entwicklung der ersten neun Monate ausgleichen kann.
Kupfer und Nickel bieten Gegenpol
Das Basismetallgeschäft entwickelte sich robuster. Die Kupferverkäufe sanken wegen planmäßiger Wartungsarbeiten in Sossego um 4 Prozent, während Salobo die höchste Produktion eines dritten Quartals erreichte. Bei Nickel legten die Verkäufe um 16,1 Prozent und die Produktion um 6 Prozent im Jahresvergleich zu.
Vale bestätigte eine Kupferproduktion von 360.000 bis 380.000 Tonnen sowie eine Nickelproduktion von 185.000 bis 200.000 Tonnen für 2026. Das Management erwartet beide Metalle in der oberen Hälfte der jeweiligen Zielspannen. Die Kosten für Kupfer sollen am unteren Ende der Prognose auslaufen, bei Nickel werden nach den Wartungsarbeiten sinkende Kosten erwartet.
Salobo-Projekt verlängert Wachstumsperspektive
Das genehmigte Salobo-CPF-Projekt soll die bestehende Infrastruktur nutzen und die Kupferbasis langfristig erweitern. Damit setzt Vale neben der kurzfristigen Mengensteuerung auf einen strukturellen Ausbau des Basismetallgeschäfts. Für die Aktie entsteht daraus ein längerfristiger Wachstumstreiber, während die operative Entwicklung im Eisenerzgeschäft weiterhin die laufende Ergebnislage prägt.
Der Realtime-Kurs der Vale-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 14:33 Uhr bei Lang & Schwarz bei 10,23 Euro.
Vale S.A. im Überblick
- Unternehmen: Vale S.A.
- ISIN: US91912E1055
- Ticker: VALE
- Lang-und-Schwarz-Kurs: 10,23 Euro am 6. November 2026 um 14:33 Uhr
- Aktueller Schwerpunkt: Eisenerz, Kupfer und Nickel
Der S&P 500 bleibt der zentrale Referenzindex für das US-Marktumfeld.
