Umicore-Aktie setzt auf Mangan und flexible Batteriefertigung
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 16:59 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSMangan stärkt Batterieprofil
- Umicore positioniert lithium-manganreiche Materialien als mögliche Alternative zu Lithium-Eisenphosphat-Batterien.
- Die Fertigung in Finnland und Polen soll unterschiedliche Kathodenchemien auf derselben industriellen Basis ermöglichen.
- Die starke Konzentration der Raffination von Batteriemangan in China bleibt ein strategisches Lieferkettenrisiko.
Umicore richtet seine Batterie-materialstrategie stärker auf Mangan aus. In einer am 21. Oktober veröffentlichten Unternehmensmitteilung beschreibt der belgische Konzern lithium-manganreiche LMR-Materialien als mögliche Alternative zu Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Die strategische Bedeutung liegt in niedrigeren Metallkosten und einer flexibleren Nutzung bestehender Produktionsanlagen.
Der Realtime-Kurs der Umicore-Aktie lag am Donnerstag, 5. November 2026, um 16:41 Uhr bei Lang & Schwarz bei 18,48 Euro.
Mangan als Alternative zu LFP
Nach Angaben von Umicore sollen LMR-Kathoden mit weniger Nickel und Kobalt eine mit Nickel-Mangan-Kobalt-Materialien vergleichbare Energiedichte ermöglichen. Der Konzern hat geschützte LMR-Kathodenmaterialien entwickelt, die an Standorten in Finnland und Polen gefertigt werden können.
Umicore zufolge lassen sich hoch nickelhaltige und hoch manganhaltige Materialien in denselben Fabriken herstellen. Das könnte die Anpassung an wechselnde Kundennachfrage erleichtern, weil nicht für jede Kathodenchemie separate Produktionsstätten erforderlich sind. Die Mitteilung beschreibt jedoch weder einen neuen Vertrag noch eine konkrete Kapazitätszusage.
China bleibt beim Raffinieren dominant
Rund 90 Prozent der Raffineriekapazität für hochreines manganhaltiges Batteriesulfat konzentrieren sich laut Umicore in China. Das Manganerz ist geografisch breiter verfügbar, doch die Weiterverarbeitung bildet einen strategischen Engpass. Umicores Einkaufsmanager Vincent Braet sieht zudem bei der Transparenz der Lieferkette weiteren Handlungsbedarf.
Die Primärquelle Umicore verweist außerdem auf eine geringere Kohlenstoffintensität von Mangan im Vergleich zu anderen Batterierohstoffen. Beim Recycling bleibt der kurzfristige Beitrag begrenzt, weil in den nächsten zehn bis 15 Jahren voraussichtlich noch mehr Kobalt und Nickel als Mangan in den Verwertungskreislauf gelangen.
Umicore im Überblick
- Unternehmen: Umicore S.A.
- ISIN: BE0974320526
- WKN: A2H5A3
- Xetra-Symbol: NVJP
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 18,48 Euro am 5. November 2026 um 16:41 Uhr
Das europäische Marktumfeld bleibt für Unternehmen aus dem Batterie- und Rohstoffsektor relevant; der Euro Stoxx 50 bietet den passenden Indexrahmen.
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