Tower Semiconductor-Aktie mit Rekordquartal und starkem Q4-Ausblick
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 12:16 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSRekordzahlen und Wachstumspfad
- Tower Semiconductor steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 33 Prozent und verdoppelte das Nettoergebnis mehr als.
- Der Ausblick für das vierte Quartal sieht 600 Millionen US-Dollar Umsatz mit einer Bandbreite von 5 Prozent vor.
- Silicon Photonics soll im vierten Quartal eine annualisierte Umsatzrate von 1,1 Milliarden US-Dollar erreichen.
Tower Semiconductor hat am 2. November 2026 für das dritte Quartal ein Rekordquartal gemeldet und den Umsatz für das Schlussquartal deutlich höher in Aussicht gestellt. Der Bericht von Tower Semiconductor bezieht sich auf die drei Monate bis zum 30. September 2026.
Umsatz und Gewinn legen kräftig zu
Der Umsatz erreichte 526,161 Millionen US-Dollar nach 395,667 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Anstieg von 33 Prozent. Der Bruttogewinn stieg von 93,045 Millionen auf 178,759 Millionen US-Dollar. Das Betriebsergebnis erhöhte sich von 50,580 Millionen auf 127,135 Millionen US-Dollar.
Beim den Aktionären zurechenbaren GAAP-Nettoergebnis kam Tower Semiconductor auf 120,256 Millionen US-Dollar nach 53,645 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2025. Das verwässerte GAAP-Ergebnis je Aktie stieg von 0,47 auf 1,05 US-Dollar. Nach Bereinigung um aktienbasierte Vergütungen und die Amortisierung erworbener immaterieller Vermögenswerte lag das verwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,15 US-Dollar, verglichen mit 0,55 US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Q4-Ausblick setzt hohe Messlatte
Für das vierte Quartal stellt das Management einen Umsatz von 600 Millionen US-Dollar in Aussicht, mit einer Schwankungsbreite von plus oder minus 5 Prozent. Der Mittelwert entspräche einem Wachstum von 36 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2025 und von 14 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Auf dieser Grundlage erwartet Tower Semiconductor für 2026 einen Jahresumsatz von 2 Milliarden US-Dollar und eine annualisierte Umsatzrate von 2,4 Milliarden US-Dollar zum Jahresende.
Vorstandschef Russell Ellwanger sprach von der stärksten Wachstumsphase der Unternehmensgeschichte. Für den Beginn des Jahres 2027 sieht er trotz der üblichen Saisonalität im ersten Quartal sequenzielles Umsatzwachstum und steigende Margen. Die Aussagen sind als Unternehmensprognose einzuordnen und hängen unter anderem von Nachfrage, Auslastung und dem Hochlauf zusätzlicher Kapazitäten ab.
Silicon Photonics bleibt Wachstumstreiber
Besonders wichtig für den Ausblick ist die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Tower Semiconductor will bei Silicon Photonics im vierten Quartal eine annualisierte Umsatzrate von 1,1 Milliarden US-Dollar erreichen. Das Unternehmen setzt damit auf eine Rate, die dem Fünffachen des Silicon-Photonics-Umsatzes von 2025 entspricht. Kundenverträge sollen nach Angaben des Unternehmens bis 2029 verlängert werden.
Der Kapazitätsausbau erfordert zugleich hohe Investitionen. Im dritten Quartal flossen 190,683 Millionen US-Dollar in Sachanlagen, nach 103,490 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der operative Cashflow lag bei 185,159 Millionen US-Dollar und damit über den 139,423 Millionen US-Dollar des dritten Quartals 2025.
Der Realtime-Kurs der Tower Semiconductor-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 12:09 Uhr bei Lang & Schwarz bei 127,75 Euro.
Tower Semiconductor im Überblick
- Unternehmen: Tower Semiconductor Ltd.
- ISIN: IL0010823792
- Ticker: TSEM
- Heimatbörsen: Nasdaq und Tel Aviv Stock Exchange
- Kurs bei Lang & Schwarz: 127,75 Euro am 6. November 2026 um 12:09 Uhr
- Drittes Quartal 2026: Umsatz 526,161 Millionen US-Dollar
- Q4-Umsatzprognose: 600 Millionen US-Dollar plus oder minus 5 Prozent
Der israelische Aktienmarkt bleibt für internationale Anleger ein wichtiger Referenzpunkt für die Entwicklung israelischer Technologiewerte; aktuelle Marktberichte finden sich im TA-35-Umfeld.
Weitere Meldungen und Analysen zur Tower Semiconductor-Aktie ordnen die Quartalszahlen und den Kapazitätsausbau im weiteren Verlauf ein.
