KI-Skills werden zum Karrierefaktor: Nachfrage hat sich seit 2019 verdreifacht
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 09:38 Uhr | dgap, AD HOC NEWS| EQS-Media / 23.09.2026 / 09:38 CET/CEST Presseinformation Nachfrage nach KI-Skills hat sich seit 2019 mehr als verdreifacht und steigt seit Anfang 2025 besonders stark Berufsfelder Marketing, Medien und PR verzeichnen starkes Wachstum, auch Design legt deutlich zu Anteil generativer KI innerhalb der KI-relevanten Stellenanzeigen steigt von 3,6 Prozent im Jahr 2023 auf 17 Prozent im ersten Halbjahr 2026 Deutliche Alterslücke: 86 Prozent der unter 30-Jährigen schätzen ihre Kompetenz beim gezielten Einsatz von KI-Tools als mittel bis hoch ein, unter den 50- bis 59-Jährigen sind es 53 Prozent Düsseldorf, 23. September 2026. Die Nachfrage nach KI-Kompetenzen in Stellenanzeigen hat sich seit 2019 mehr als verdreifacht und steigt seit Anfang 2025 besonders stark. Das zeigt eine neue Stepstone Analyse von mehr als 5,6 Millionen Stellenanzeigen. Besonders dynamisch entwickelt sich die Nachfrage in Berufsfeldern wie Marketing, Medien und PR. Damit gewinnen KI-Skills zunehmend auch außerhalb klassischer Technologieberufe an Bedeutung. Für die Analyse hat Stepstone mehr als 5,6 Millionen Stellenanzeigen aus dem Zeitraum Januar 2019 bis Juni 2026 ausgewertet. Im Jahr 2019 enthielten durchschnittlich 0,85 Prozent aller Anzeigen mindestens einen KI-Skill. Im ersten Halbjahr 2026 waren es bereits 2,62 Prozent. Allein im Juni 2026 erreichte der Anteil mit 3,49 Prozent einen neuen Höchststand. Der große Schub läuft seit 2025 Der deutliche Anstieg setzte erst Anfang 2025 ein, mehr als zwei Jahre nach der Veröffentlichung von ChatGPT. Für Dr. Christina Langer, Arbeitsmarktökonomin bei Stepstone, entspricht das einem typischen Verlauf technologischer Veränderungen: „Neue Technologien kommen selten von heute auf morgen im Arbeitsalltag an. Zunächst müssen Unternehmen die nötigen Voraussetzungen schaffen, etwa passende Daten, Prozesse und Kompetenzen. Erst danach schlägt sich das Potenzial der Technologie in konkreten Veränderungen nieder. Stellenanzeigen bilden diesen Schritt mit Verzögerung ab. Der starke Anstieg seit 2025 zeigt, dass KI inzwischen zunehmend in der praktischen Arbeit ankommt." Besonders dynamisch entwickelt sich generative KI. Im Jahr 2023 entfielen 3,6 Prozent aller KI-relevanten Stellenanzeigen auf entsprechende Fähigkeiten oder Anwendungen. Im ersten Halbjahr 2026 waren es bereits 17 Prozent. Marketing rückt auf in die Spitzengruppe Den höchsten Anteil an Stellenanzeigen mit KI-Skills weisen sowohl 2023 als auch 2025 die Wissenschaften auf. Den größten Sprung macht das Marketing: Dort steigt der Anteil von 2,2 Prozent im Jahr 2023 auf 7,2 Prozent im Jahr 2025. Damit rückt Marketing unter allen untersuchten Berufsfeldern von Platz fünf auf Platz zwei vor und liegt knapp vor der IT mit 7,1 Prozent. Auch Medien sowie PR und Kommunikation verzeichnen starkes Wachstum. Im Design steigt der Anteil ebenfalls deutlich von 1,3 auf 4,5 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 liegen Wissenschaften mit 13,2 Prozent, IT mit 12,2 Prozent und Marketing mit 10,2 Prozent an der Spitze. „Generative KI entwickelt sich zunehmend zu einer breiter einsetzbaren Arbeitstechnologie. Dadurch verändern sich die Anforderungen in vielen Berufsfeldern gleichzeitig", sagt Langer. „Je breiter KI eingesetzt wird, desto wichtiger werden zwei Komponenten: klar zu kommunizieren, was man von der KI erwartet, und kritisch zu beurteilen, was sie liefert. Ersteres zeigt sich in präzisen Fragen und Briefings, letzteres in der Fähigkeit einzuschätzen, wann ein Ergebnis belastbar ist und wann nachgeschärft werden muss." Beim Umgang mit KI zeigt sich eine deutliche Alterslücke Wie sicher sich Beschäftigte beim gezielten Einsatz von KI und beim kritischen Prüfen der Ergebnisse fühlen, hängt stark vom Alter ab. Das zeigt eine ergänzende Stepstone Befragung unter 4.502 Erwerbstätigen aus dem Jahr 2025. Demnach bewerten 86 Prozent der unter 30-Jährigen ihre Kompetenz beim gezielten Einsatz von KI-Tools als mittel bis hoch. Unter den 50- bis 59-Jährigen liegt der Anteil bei 53 Prozent. Auch beim kritischen Prüfen von KI-Ergebnissen zeigt sich eine Lücke. 79 Prozent der unter 30-Jährigen schätzen ihre Fähigkeiten hier als mittel bis hoch ein. In der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen sind es 62 Prozent. Wo KI-Skills bislang kaum gefragt sind Wie häufig Arbeitgeber KI-Kompetenzen ausdrücklich verlangen, hängt stark vom Berufsfeld ab. Im Gesundheitswesen, in der Fertigung, im Handwerk, im Vertrieb, in der Sicherheit, im öffentlichen Dienst und im Gastgewerbe enthalten bislang weniger als ein Prozent der Stellenanzeigen einen expliziten KI-Skill. „Wo körperliche Präsenz, persönlicher Kontakt oder hohe regulatorische Anforderungen den Arbeitsalltag prägen, vollzieht sich die Einführung neuer Technologien häufig langsamer“, sagt Langer. „Gleichzeitig kann KI auch dort entlasten, etwa bei der Dokumentation oder bei administrativen Aufgaben. Richtig eingesetzt kann sie mehr Zeit für das schaffen, worauf es in diesen Berufen besonders ankommt: den persönlichen Kontakt mit Menschen.“ Über den Stepstone Skills Report 2026 Die Analyse ist Teil des Stepstone Skills Reports 2026. Untersucht wurden mehr als 5,6 Millionen Stellenanzeigen, die zwischen Januar 2019 und Juni 2026 auf Stepstone veröffentlicht wurden. Eine Anzeige wurde als KI-relevant eingestuft, wenn sie mindestens einen definierten KI-Begriff enthielt. Die verwendete Begriffsliste umfasst rund 100 Kernbegriffe sowie angrenzende Technologien. Die Angaben für 2026 beziehen sich auf den Zeitraum Januar bis Juni und sind vorläufig. Die Angaben zur selbsteingeschätzten KI-Kompetenz stammen aus einer Stepstone Befragung unter 4.502 Erwerbstätigen in Deutschland aus dem Jahr 2025. Über Dr. Christina Langer Dr. Christina Langer ist Senior Economist bei The Stepstone Group, Ökonomin und Arbeitsmarktforscherin mit den Schwerpunkten Zukunft der Arbeit, generative KI und Kompetenzentwicklung. Neben ihrer Tätigkeit bei Stepstone ist sie Economist am ifo Institut und Digital Fellow am Stanford Digital Economy Lab, Teil des Stanford Institute for Human-Centered AI. Zuvor forschte sie dort als Postdoctoral Researcher zu den Auswirkungen künstlicher Intelligenz, neuer Technologien und veränderter Kompetenzanforderungen auf Arbeitsmarkt, Unternehmen und Beschäftigte. Ihre Arbeit wurde international veröffentlicht und unter anderem von The New York Times aufgegriffen. In Medien, Vorträgen und Analysen verbindet sie wissenschaftliche Evidenz mit praxisnahen Empfehlungen für Unternehmen, Politik und Öffentlichkeit. Über The Stepstone Group The Stepstone Group ist eine weltweit führende digitale Recruiting-Plattform, die Unternehmen mit passenden Talenten zusammenbringt und Menschen hilft, den richtigen Job zu finden. Mit Hilfe KI-unterstützterJob-Marktplätze und programmatischer Marketing-Lösungenerreichen jedes Jahrmehr als 130 Millionen Bewerbungen rund 130.000 Arbeitgeber. Das Unternehmen ist in mehr als10 Ländern aktiv – darunter mit Stepstone in Deutschland, mit Appcastin den USA und mit Totaljobs in Großbritannien. The Stepstone Group mit Hauptsitz in Düsseldorf beschäftigt weltweit rund 3.000 Menschen. Mehr Informationen unter: www.thestepstonegroup.com/deutsch Kontakt The Stepstone Group Presse press@stepstone.com Ende der Pressemitteilung Emittent/Herausgeber: The Stepstone Group Schlagwort(e): Dienstleistungen 23.09.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Originalinhalt anzeigen: EQS News |
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