Teva-Aktie: Innovative Marken wachsen um 33 Prozent
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 15:38 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSTeva setzt auf innovative Medikamente
- Der Umsatz sinkt im dritten Quartal leicht, während bereinigte Profitabilität und Bruttomarge zulegen.
- Teva erhöht die Umsatzprognosen für AUSTEDO, AJOVY und UZEDY.
- Der Rückgang bei Generika und die gestoppte MSA-Studie bleiben Belastungsfaktoren.
Teva hat im dritten Quartal 2026 trotz rückläufiger Generika-Umsätze die bereinigte Profitabilität verbessert. Der am Dienstag, 3. November 2026 veröffentlichte Quartalsbericht zeigt zugleich höhere Umsatzprognosen für AUSTEDO, AJOVY und UZEDY. Die Mitteilung wurde von GlobeNewswire verbreitet.
Marken treiben die Neuausrichtung
Der Umsatz des Pharmakonzerns lag im Berichtsquartal bei 4,395 Milliarden US-Dollar und damit 2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ursache waren vor allem niedrigere Erlöse mit Generika, insbesondere mit Lenalidomid in den USA. Die drei wichtigsten innovativen Marken erzielten zusammen rund 1,1 Milliarden US-Dollar und wuchsen währungsbereinigt um 33 Prozent.
AUSTEDO steuerte 751 Millionen US-Dollar bei, AJOVY 269 Millionen US-Dollar und UZEDY 85 Millionen US-Dollar. Teva erhöhte deshalb die Umsatzprognose für AUSTEDO auf 2,55 bis 2,65 Milliarden US-Dollar, für AJOVY auf 930 bis 960 Millionen US-Dollar und für UZEDY auf 290 bis 310 Millionen US-Dollar.
Bereinigte Marge legt deutlich zu
Die GAAP-Bruttomarge stieg von 51,4 auf 55,5 Prozent. Bereinigt erhöhte sie sich auf 58,7 Prozent und erreichte damit den höchsten Quartalsstand des vergangenen Jahrzehnts, wobei der Vergleich um eine Entwicklungsmeilensteinzahlung aus dem vierten Quartal 2025 bereinigt ist.
Das bereinigte Ergebnis je verwässerter Aktie stieg auf 0,86 US-Dollar nach 0,78 US-Dollar im Vorjahresquartal. Das GAAP-Ergebnis je Aktie fiel dagegen auf 0,20 US-Dollar nach 0,37 US-Dollar. Belastend wirkten unter anderem Wertminderungen, Rechtsfälle und die vorzeitige Ablösung von Schulden.
Generika und Pipeline bleiben Bremsen
Die Generika-Umsätze sanken weltweit währungsbereinigt um 16 Prozent. Teva erwartet für das Biosimilar-Geschäft 2026 dennoch mehr als 0,8 Milliarden US-Dollar Umsatz. Die FDA nahm zudem den Zulassungsantrag für Ecopipam zur Prüfung an; eine Entscheidung wird im ersten Quartal 2027 erwartet.
Am Vortag hatte Teva außerdem den Abbruch der Phase-2-Studie TOPAS-MSA zu Emrusolmin wegen geringer Erfolgsaussicht beim primären Wirksamkeitsziel angekündigt. Die Zwischenanalyse ergab laut Unternehmen keine Sicherheitsbedenken; eine umfassende Auswertung der Studiendaten soll folgen.
Ausblick setzt neue Messlatte
Für 2026 stellt Teva einen Umsatz von 16,7 bis 17,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie erwartet der Konzern 1,92 bis 2,11 US-Dollar. Für Anleger stehen damit das Wachstum der innovativen Marken, der Druck auf das Generika-Geschäft und die Umsetzung der Pipeline im Mittelpunkt.
Teva Pharmaceutical Industries Ltd.
- ISIN: US8816242098
- Ticker: TEVA
- Handelsplätze: NYSE und TASE
- Berichtsperiode: Drittes Quartal 2026
- Umsatz: 4,395 Milliarden US-Dollar
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie: 0,86 US-Dollar
- 2026-Umsatzprognose: 16,7 bis 17,0 Milliarden US-Dollar
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