TAKKT bestätigt Stabilisierung im dritten Quartal
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 08:00 Uhr | dgap, AD HOC NEWS| TAKKT AG / Schlagwort(e): 9-Monatszahlen 28.10.2026 / 08:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Organischer Umsatzrückgang in Q3 mit 4,3 Prozent nahezu unverändert gegenüber dem Vorquartal Rohertragsmarge nach neun Monaten trotz höherer Frachtkosten leicht verbessert Effizientere Kostenstrukturen federn Ergebnisbelastung aus dem geringeren Rohertrag ab Cyberangriff belastet aktuell die Geschäftsentwicklung Stuttgart, 28. Oktober 2026. TAKKT konnte im dritten Quartal 2026 an die Stabilisierung aus dem Vorquartal anknüpfen. Nach neun Monaten erzielte die Gruppe einen Umsatz von 685,6 (736,3) Millionen Euro. Bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen entspricht dies einem organischen Rückgang von 5,1 Prozent. Im dritten Quartal lag die organische Umsatzentwicklung mit minus 4,3 Prozent annähernd auf dem Niveau des Vorquartals. „Unser Geschäft hat sich im dritten Quartal trotz einer weiterhin verhaltenen Investitionsbereitschaft bei vielen Kunden als widerstandsfähig erwiesen. Zugleich machen wir im Rahmen von TAKKT Forward Fortschritte bei der Einführung unserer neuen Vertriebsansätze im europäischen Kerngeschäft ebenso wie in den USA. Wir bauen den direkten Kundenkontakt aus, stärken unseren Vertrieb und optimieren das Zusammenspiel unserer Marketingkanäle“, so CEO Andreas Weishaar. In der Division Industrial & Packaging (I&P) lag die organische Umsatzentwicklung auf dem Niveau des Vorquartals. In Deutschland verringerte sich der Umsatzrückgang, die Entwicklung blieb jedoch leicht hinter den übrigen Regionen zurück. In den USA entwickelte sich in der Division Office Furniture & Displays (OF&D) die Nachfrage bei National Business Furniture positiv. Zum Ende des US-Budgetjahres im September stiegen die Aufträge von Bundesbehörden spürbar. Unwetterbedingte Verzögerungen bei internationalen Containerlieferungen begrenzten jedoch die Auslieferung bestimmter Produkte. Ein Teil der Bestellungen blieb deshalb zum Quartalsende offen und erhöhte den Auftragsbestand. Das Displays-Geschäft blieb leicht rückläufig. Bei der Division Foodservices (FS) zeigten sich nach dem schwachen ersten Halbjahr erste Fortschritte beim Turnaround. Dabei entwickelte sich das Großkundengeschäft von Hubert leicht positiv. Zudem trägt die gezielte Ansprache kleinerer, wachsender Restaurantketten zunehmend zum Umsatz bei. Die infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten gestiegenen Energiepreise erhöhten den Druck auf die Frachtkosten, insbesondere im europäischen Geschäft. TAKKT steuerte mit einer disziplinierten Preisgestaltung gegen und verbesserte zudem gezielt die Einkaufskonditionen. Die Rohertragsmarge blieb auf Gruppenebene robust und lag nach neun Monaten mit 39,2 (39,0) Prozent leicht über dem Vorjahresniveau. Das EBITDA erreichte nach neun Monaten 14,5 (27,3) Millionen Euro. Darin enthalten waren einmalige Aufwendungen in Höhe von 7,3 (4,2) Millionen Euro, insbesondere für Personalmaßnahmen und die Umsetzung des neuen Operating Models. Bereinigt um diese Aufwendungen lag die EBITDA-Marge bei 3,2 (4,3) Prozent. „Unsere Teams in den Divisions arbeiten konsequent an einem schlankeren Operating Model. Wir vereinfachen Abläufe, automatisieren Prozesse und verlagern Aufgaben. Damit haben wir unsere Kostenbasis um rund neun Millionen Euro reduziert und die Ergebnisbelastung aus dem rückläufigen Umsatz zu einem guten Teil aufgefangen. Neben diesen operativen Verbesserungen treiben wir die strategische Fokussierung auf unser europäisches Kerngeschäft I&P voran. Die bereits umgesetzten Anpassungen wie die Einstellung der unprofitablen Aktivitäten im Projektgeschäft bei FS sowie von Mydisplays und XXLhoreca sind Teil dieses fortlaufenden Prozesses, in dem wir kontinuierlich auch weitere Optionen zur Schärfung unseres Portfolios bewerten“, so Weishaar. Über die operative Ergebnisentwicklung hinaus belastete eine nicht zahlungswirksame Wertminderung bei FS das EBIT. Die im Rahmen des Budgetprozesses aktualisierte Mittelfristplanung von FS führte im dritten Quartal zu einem Wertminderungsbedarf von rund 19 Millionen Euro. Nach Abschluss des Berichtszeitraums wurde TAKKT Ziel eines Cyberangriffs, der insbesondere I&P in Europa und FS in Nordamerika beeinträchtigt. Der Angriff ist nach aktueller Einschätzung eingedämmt, und die sichere Wiederherstellung der betroffenen Systeme läuft. Die Webshops der meisten Marken sowie interne und externe Kommunikationskanäle sind nicht beeinträchtigt und werden für die Annahme von Bestellungen und eine proaktive Kommunikation mit Kunden und Lieferanten genutzt. Wichtige operative Prozesse werden schrittweise wieder aufgenommen; Auftragsbearbeitung, Auslieferung und Rechnungsstellung bleiben jedoch eingeschränkt. „Unsere Teams reagieren mit außerordentlichem Einsatz auf diese herausfordernde Situation. Gemeinsam mit externen Spezialisten arbeiten wir mit Hochdruck daran, die Auswirkungen für unsere Kunden, Lieferanten und Mitarbeitenden zu begrenzen und die betroffenen Geschäftsprozesse sicher wiederherzustellen. Dafür möchte ich allen Beteiligten ausdrücklich danken“, so CEO Andreas Weishaar. Die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten lag insgesamt im Rahmen der bisherigen Erwartungen und der für 2026 kommunizierten Prognose. Der Cyberangriff wird Umsatz, Ergebnis und Cashflow im vierten Quartal jedoch spürbar belasten. Wenige Tage nach dem Angriff lässt sich noch nicht verlässlich abschätzen, wie stark sich die Beeinträchtigungen auf das Gesamtjahr auswirken werden. TAKKT sieht daher inzwischen ein erhöhtes Risiko für eine Entwicklung im unteren Bereich der bisherigen Prognosespannen von minus 7 bis plus 3 Prozent für das organische Umsatzwachstum und 2 bis 5 Prozent für die bereinigte EBITDA-Marge. Abhängig von Verlauf und Geschwindigkeit der weiteren Wiederherstellung kann auch eine Entwicklung unterhalb dieser Bandbreiten derzeit nicht ausgeschlossen werden. Der Free Cashflow lag nach neun Monaten infolge des geringeren operativen Ergebnisses bei minus 12,7 Millionen Euro nach minus 1,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. „Wir arbeiten weiter intensiv daran, unsere Cash-Generierung im vierten Quartal zu verbessern. Der Cyberangriff erschwert dies jedoch und hat das Risiko eines negativen Free Cashflows für das Gesamtjahr erhöht. Entscheidend werden nun die Geschwindigkeit der operativen Wiederherstellung und der weitere Abbau des Net Working Capital sein“, so CFO Timo Krutoff. Die Gruppe erwartet in den kommenden Tagen und Wochen weitere Fortschritte bei der Wiederaufnahme der betroffenen Geschäftsprozesse. Earnings Call: 28. Oktober 2026 um 14:00 Uhr (MEZ) Bitte registrieren Sie sich für die Teilnahme am Earnings Call vorab unter folgendem Link: Registrierung Earnings Call Finanzkalender Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 wird TAKKT am 25. Februar 2027 veröffentlichen und präsentieren. IFRS-Zahlen der TAKKT-Gruppe zu den ersten neun Monaten 2026 (in Mio. Euro)
Benjamin Bühler Tel. +49 711 3465-8223 E-Mail: investor@takkt.de 28.10.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Originalinhalt anzeigen: EQS News |
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