SpaceX-Aktie: Qualcomm treibt Starlink-Mobile-Netz voran
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 14:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSStarlink Mobile nimmt konkrete Form an
- SpaceX bindet Qualcomm fuer den Aufbau eines landesweiten terrestrischen 5G-Netzes in den USA ein.
- Der mehrjaehrige Vertrag sieht den Einsatz von Dragonwing-Technik an Zehntausenden Standorten ab 2027 vor.
- Das Vorhaben soll das Satellitennetz von Starlink mit einer klassischen Mobilfunkinfrastruktur ergaenzen.
SpaceX konkretisiert den Aufbau seines Mobilfunkgeschaefts: Der Raumfahrtkonzern hat mit Qualcomm eine mehrjaehrige Vereinbarung fuer die technische Ausstattung des geplanten Starlink-Mobile-Netzes in den USA geschlossen. Der Rollout soll 2027 beginnen und Zehntausende Standorte umfassen, wie CNBC am 4. November berichtete.
Terrestrisches Netz soll Satelliten ergaenzen
Qualcomm stellt fuer die Basisstationen seine Dragonwing Cellular Infrastructure bereit. Die Plattformen sollen hochkapazitive 5G-Funktechnik und die Verarbeitung der Funksignale liefern. Vorgesehen sind QRU100- und QDU100-Systeme sowie Software fuer die unterste Protokollebene des Funknetzes.
Die Vereinbarung markiert einen strategischen Schritt ueber die bisherige Satellitenversorgung hinaus. Starlink Mobile soll die direkte Verbindung von Satelliten zu Mobiltelefonen mit terrestrischen Standorten kombinieren. Damit will SpaceX die Abdeckung und Kapazitaet in den USA ausbauen und etablierte Anbieter wie Verizon, AT&T und T-Mobile herausfordern. Finanzielle Einzelheiten des Vertrags wurden nicht genannt.
Ausbau mit hohen Infrastrukturkosten
Qualcomm zufolge sollen die Systeme an Zehntausenden Standorten ueber die Laufzeit der Vereinbarung eingesetzt werden. Die Technik unterstuetzt eine Massive-MIMO-Architektur mit 64 Sende- und 64 Empfangspfaden. Das soll die Reichweite, die Netzkapazitaet und die Effizienz bei der Nutzung knapper Frequenzen verbessern.
Fuer SpaceX bleibt der Aufbau allerdings kapitalintensiv. Neben Funktechnik muessen Standorte gefunden, ausgestattet und an das bestehende Satellitennetz angebunden werden. CNBC berichtete, dass SpaceX bislang keine Partner aus der Turmbranche genannt hat. Die Kosten und der Zeitplan fuer den konkreten Ausbau bleiben damit wichtige Unsicherheitsfaktoren.
Starlink bleibt zentraler Wachstumstreiber
Nach Angaben von CNBC entfielen im dritten Quartal 36 Prozent des SpaceX-Umsatzes und 85 Prozent des operativen Gewinns auf Starlink. Der Mobilfunkausbau soll diese bestehende Sparte erweitern. SpaceX hatte am 8. Oktober zudem den Erwerb eines landesweiten Portfolios im 800-Megahertz-Band angekuendigt. Das niedrige Frequenzband soll die Versorgung in Gebaeuden verbessern, sobald die erforderliche Genehmigung der US-Telekomaufsicht vorliegt. Die Plaene ergaenzen die von SpaceX veroeffentlichten Angaben zum Starlink-Mobile-Ausbau auf der SpaceX-Website.
Der Realtime-Kurs der SpaceX-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 14:06 Uhr bei Lang & Schwarz bei 115,94 Euro.
Im US-Markt richtet sich der Blick neben dem Ausbau von Starlink Mobile auf die Entwicklung des S&P 500.
Weitere Meldungen und Analysen zur SpaceX-Aktie.
Space Exploration Technologies Corp.
- Unternehmen: SpaceX
- ISIN: US84615Q1031
- Ticker: SPCX
- Kurs: 115,94 Euro bei Lang & Schwarz, 6. November 2026, 14:06 Uhr Berliner Zeit
- Geschäft: Raumfahrt, Satellitenkommunikation und Starlink Mobile
