RWE, DE0007037129

RWE-Aktie gibt nach: DUH kritisiert geplanten LNG-Vertrag

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 10:44 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert RWE wegen eines geplanten LNG-Vertrags mit ADNOC. Am 11. November stehen die Neunmonatszahlen an.

Die nächsten Impulse für RWE

  • Die Deutsche Umwelthilfe fordert RWE auf, einen geplanten LNG-Liefervertrag mit ADNOC nicht abzuschließen.
  • Im Mittelpunkt der Kritik stehen Fracking-Gas aus Argentinien, Klimaziele und Menschenrechtsrisiken.
  • RWE will am 11. November die Ergebnisse der ersten drei Quartale 2026 veröffentlichen.
RWE, DE0007037129, Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den geplanten LNG-Liefervertrag von RWE mit ADNOC. In einer am Montag, 2. November 2026, veröffentlichten Mitteilung fordert sie den Vorstand auf, die Vereinbarung vor dem Vertragsabschluss abzusagen. Die Kreiszeitung gibt die Position der DUH wieder.

Nach Angaben der Umweltorganisation beruht das Vorhaben auf einer unterschriebenen Absichtserklärung zwischen RWE und ADNOC. RWE wolle LNG aus dem globalen Portfolio des arabischen Energiekonzerns kaufen. Dazu könne auch Gas aus dem argentinischen Schiefergasgebiet Vaca Muerta gehören. Die ADNOC-Investmenttochter XRG ist laut der Mitteilung sowohl am geplanten Exportterminal Argentina LNG als auch an der Gasförderung in Vaca Muerta beteiligt.

Kritik an Gasbeschaffung und Klimazielen

Die DUH verbindet den möglichen Bezug mit Risiken für Umwelt und Menschenrechte. Sie nennt unter anderem Eingriffe in das Land indigener Mapuche-Gemeinschaften, Wasserknappheit, Grundwasserverschmutzung, Umweltzerstörung und Erdbeben. Nach Auffassung der Organisation widerspricht ein solcher Liefervertrag den Klimazielen von RWE und den Anforderungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes.

Die Kritik stammt von der DUH und ihren Partnerorganisationen. Ein abgeschlossener Liefervertrag wird in der Mitteilung nicht vermeldet. Gemeinsam mit argentinischen Organisationen und der Umweltorganisation urgewald hat die DUH RWE in einem offenen Brief zum Verzicht auf das Vorhaben aufgefordert. Rechtliche Schritte würden geprüft, falls der Vertrag zustande komme.

Zahlen rücken als nächster Termin näher

Für Anleger steht unabhängig von der Auseinandersetzung der nächste reguläre Unternehmenstermin fest. RWE will am Mittwoch, 11. November 2026, die Ergebnisse der ersten drei Quartale veröffentlichen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Unterlagen ab etwa 07:00 Uhr MEZ bereitstehen. Die Investoren- und Analystenkonferenz mit Finanzvorstand Michael Müller soll um 13:00 Uhr MEZ beginnen. Das geht aus dem RWE-Finanzkalender hervor.

Der Realtime-Kurs der RWE-Aktie lag am Montag, 2. November, um 10:39 Uhr bei Lang & Schwarz bei 56,84 Euro, 1,22 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag, 30. Oktober.

RWE AG im Anlegerfokus

  • Unternehmen: RWE AG
  • ISIN: DE0007037129
  • Handelsplatz: Lang & Schwarz
  • Kurs: 56,84 Euro am 2. November 2026 um 10:39 Uhr
  • Veränderung: 1,22 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom 30. Oktober 2026
  • Nächster Unternehmenstermin: Ergebnisse der ersten drei Quartale am 11. November 2026

Im deutschen Aktienmarkt bleibt der DAX das maßgebliche Marktumfeld für die RWE-Aktie.

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