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RWE-Aktie: DUH verschärft Kritik an geplantem LNG-Vertrag

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 12:52 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Deutsche Umwelthilfe verschärft ihre Kritik an RWE wegen eines geplanten LNG-Vertrags mit ADNOC. Am 11. November folgen die Neunmonatszahlen.

Kritik und nächste Termine

  • Die Deutsche Umwelthilfe fordert RWE auf, den geplanten LNG-Vertrag mit ADNOC vor dem Abschluss abzusagen.
  • RWE will am 11. November die Ergebnisse der ersten drei Quartale 2026 veröffentlichen und eine Analystenkonferenz übertragen.
RWE, DE0007037129, Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verschärft ihre Kritik an einem geplanten LNG-Liefervertrag zwischen RWE und ADNOC. In einer am Montag, 2. November 2026, über Presseportal verbreiteten Stellungnahme fordert die Umweltorganisation den RWE-Vorstand gemeinsam mit Partnerorganisationen auf, die Pläne vor einem Vertragsabschluss aufzugeben.

Nach Darstellung der DUH beruht das Vorhaben auf einer unterschriebenen Absichtserklärung. RWE wolle LNG aus dem globalen Portfolio von ADNOC kaufen. Dazu könne auch Gas aus Argentinien gehören, wo die ADNOC-Investmenttochter XRG laut DUH sowohl am geplanten Exportterminal Argentina LNG als auch an der Förderung im Gebiet Vaca Muerta beteiligt sei.

Kritik an Lieferkette und Klimazielen

Die DUH führt für Vaca Muerta Eingriffe in Land indigener Mapuche-Gemeinschaften, Wassermangel, Grundwasserverschmutzung, Umweltzerstörung, Erdbeben und sinkende landwirtschaftliche Erträge an. Diese Angaben sind Positionen der DUH und keine Feststellungen von RWE.

Die Organisation sieht den geplanten Liefervertrag im Widerspruch zu den Klimazielen von RWE und zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner warf dem Konzern vor, seinen fossilen Kurs fortzusetzen, und kündigte an, mögliche rechtliche Schritte zu prüfen, sollte der Vertrag zustande kommen. Der urgewald-Energie- und Finanzcampaigner Moritz Leiner kritisierte zusätzlich mögliche LNG-Importe aus Argentinien oder Mosambik.

Für Anleger bleibt entscheidend, dass bislang von einem möglichen Liefervertrag beziehungsweise einer Absichtserklärung die Rede ist. Ein vollzogener Abschluss und konkrete Liefermengen sind damit nicht verbunden. Die öffentliche Kritik erhöht den politischen und reputationsbezogenen Druck auf RWE, sagt aber allein nichts über die wirtschaftlichen Konditionen oder die künftige Ergebnisentwicklung aus.

Neunmonatszahlen als nächster Termin

RWE will nach Angaben der Investor-Relations-Seite am Mittwoch, 11. November, die Ergebnisse der ersten drei Quartale 2026 sowie Materialien und eine Audio-Liveübertragung der Investoren- und Analystenkonferenz bereitstellen. Die Zahlen können den Blick der Anleger wieder auf operative Entwicklung, Ausblick und Kapitalallokation lenken.

Der Realtime-Kurs der RWE-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 12:43 Uhr bei Lang & Schwarz bei 58,32 Euro, 2,60 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag, 3. November.

RWE AG

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  • Ticker: RWE.DE
  • Lang & Schwarz: 58,32 Euro am 4. November 2026, 12:43 Uhr
  • Veränderung zur Xetra-Basis: plus 2,60 Prozent gegenüber 56,84 Euro am 3. November 2026
  • Nächster Unternehmenstermin: Ergebnisse der ersten drei Quartale 2026 am 11. November 2026

Am deutschen Aktienmarkt bleibt der DAX das maßgebliche Marktumfeld für die RWE-Aktie.

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