Repsol-Aktie: Starke Zahlen und 950 Millionen Euro Rückkauf
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 12:16 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSStarke Zahlen und höhere Ausschüttungen
- Repsol steigerte den bereinigten Gewinn in den ersten neun Monaten 2026 auf 5,419 Milliarden Euro.
- Der operative Cashflow erreichte 6,503 Milliarden Euro, während die Nettoverschuldung auf 2,038 Milliarden Euro sank.
- Für Spanien plant der Konzern bis 2030 Investitionen von 11,5 Milliarden Euro.
Repsol hat am Donnerstag, 29. Oktober 2026, starke Zahlen für die ersten neun Monate vorgelegt und ein weiteres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Der spanische Energiekonzern will bis 2030 insgesamt 11,5 Milliarden Euro in Projekte in Spanien investieren. Die Mitteilung veröffentlichte Repsol in seinem Pressebericht vom 29. Oktober.
Der Nettogewinn lag von Januar bis September bei 5,006 Milliarden Euro nach 1,177 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Darin enthalten war ein positiver Bewertungseffekt aus den Lagerbeständen von 943 Millionen Euro. Aussagekräftiger für die operative Entwicklung ist der bereinigte Nettogewinn von 5,419 Milliarden Euro.
Raffinerien treiben Ergebnis
Besonders stark entwickelte sich das Industriegeschäft. Der bereinigte Gewinn des Segments erreichte 3,668 Milliarden Euro nach 540 Millionen Euro im Vorjahr. Repsol verwies auf höhere Raffineriemargen und die Belastungen durch Stromausfälle im Vergleichszeitraum. Das Upstream-Geschäft steuerte 1,088 Milliarden Euro bei, 28,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Der operative Cashflow summierte sich auf 6,503 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank die Nettoverschuldung zum Ende des dritten Quartals auf 2,038 Milliarden Euro. Die Liquidität einschließlich nicht gezogener Kreditlinien belief sich auf 11,922 Milliarden Euro. Bei der Öl- und Gasförderung erreichte Repsol von Januar bis September durchschnittlich 557.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen 560.000 bis 570.000 Barrel pro Tag.
Rückkäufe ergänzen Dividende
Repsol kündigte ein drittes Rückkaufprogramm zur Einziehung eigener Aktien an. Die Ausschüttungen an die Aktionäre sollen 2026 insgesamt nahe 3 Milliarden Euro erreichen. Die ersten beiden Programme über 350 Millionen und 500 Millionen Euro waren bereits umgesetzt beziehungsweise abgeschlossen. Zusätzlich plant Repsol für Januar 2027 eine Bruttodividende von 0,56 Euro je Aktie.
Die Kapitalrückführungen können den Gewinn je Aktie unterstützen, weil eingezogene Aktien die Zahl der ausstehenden Anteilsscheine verringern. Zugleich bleibt die Entwicklung des Konzerns von Rohölpreisen, Raffineriemargen und geopolitischen Lieferstörungen abhängig. Repsol will zwischen 30 und 40 Prozent des operativen Cashflows bis 2028 über Dividenden und Rückkäufe an die Aktionäre weitergeben.
Der Realtime-Kurs der Repsol-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 12:10 Uhr bei Lang & Schwarz bei 30,66 Euro, 2,58 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag, 2. November.
Repsol im Anlegerfokus
- Unternehmen: Repsol S.A.
- ISIN: ES0173516115
- WKN: 876845
- Xetra-Symbol: REP.DE
- Lang & Schwarz: 30,66 Euro am Dienstag, 3. November 2026, um 12:10 Uhr
- Vergleich: 2,58 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom 2. November 2026 bei 29,89 Euro
- Bereinigter Nettogewinn Januar bis September: 5,419 Milliarden Euro
- Operativer Cashflow Januar bis September: 6,503 Milliarden Euro
Am spanischen Aktienmarkt bietet der IBEX 35 den maßgeblichen Indexrahmen für die Einordnung spanischer Großwerte.
