Porsche-SE-Aktie geht nach minus 4,85 Prozent vor Börsenstart in den Handelstag
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 06:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Porsche-SE-Aktie schloss am 18.09.2026 auf Xetra bei 28,42 Euro und damit 4,85 Prozent unter dem Vortagesschluss von 29,87 Euro. Der Kursrückgang fiel damit deutlich stärker aus als die Abwärtsbewegung des Gesamtmarkts, während der DAX am 18.09.2026 moderater nachgab.
Xetra-Schluss am 18.09.2026 im Zeichen der VW-Gewinnwarnung
Porsche SE (ISIN DE000PAH0038) geriet am 18.09.2026 klar unter Druck, nachdem Hauptbeteiligung Volkswagen eine deutliche Gewinnwarnung veröffentlicht und hohe Sondereffekte im Zusammenhang mit Porsche angekündigt hatte. Wie Ad-hoc-news berichtet, senkte Volkswagen seine operative Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2026 deutlich und stellte rund 10 Milliarden Euro an Sondereffekten in Aussicht, davon etwa 6 Milliarden Euro Abschreibungen auf den Porsche-Bereich. Der Xetra-Schlusskurs der Porsche-SE-Aktie lag laut den dort wiedergegebenen Kursdaten am 18.09.2026 bei 28,42 Euro, nach 29,87 Euro am 17.09.2026, was einem Rückgang von 4,85 Prozent entspricht.
Der Kursrückgang der Porsche-SE-Aktie spiegelte die starke Verunsicherung über die Ertragskraft von Volkswagen und die Bewertung der Beteiligung an Porsche wider. Laut Ad-hoc-news reagierten die Anteilsscheine der Porsche SE damit stärker negativ als Volkswagen selbst, deren Vorzugsaktien ein Tagesminus von 5,6 Prozent verzeichneten, während die direkt börsennotierte Porsche AG einen Verlust von 3,4 Prozent erlitt. Der DAX gab im Verlauf ebenfalls nach, die Porsche-SE-Aktie verlor mit 4,85 Prozent jedoch klar mehr als der Leitindex und weitete damit ihren Abstand zu früheren Mitte-September-Niveaus aus.
Ausblick auf heute: VW-Krise und weitere Porsche-Meldungen prägen den Handelstag
Für den Handelstag am 21.09.2026 dürfte die anhaltende Diskussion um die Konsequenzen der VW-Gewinnwarnung und die Lage bei Porsche den Kurs der Porsche-SE-Aktie weiter begleiten. Mehrere Medienberichte gingen am Wochenende und am 21.09.2026 auf mögliche zusätzliche Stellenstreichungen bei Porsche ein und vertieften damit die Sorgen um die Profitabilität des Sportwagenbauers. So meldet die deutsche Wirtschaftszeitung Handelsblatt nach Angaben von Suedwest Presse, dass bei Porsche zusätzlich rund 4.000 Stellen wegfallen könnten, nachdem bereits ein umfangreiches Programm zum Personalabbau beschlossen worden war. Ergänzend verweist ein Überblick von Kapitales auf die reduzierte Margenprognose von Volkswagen für das Jahr 2026 und die geplante rund 6 Milliarden Euro schwere Abschreibung auf Porsche, was die Bewertung der Beteiligung der Porsche SE zusätzlich belastet.
