Philips-Aktie: Respironics-Vergleich in den USA bringt Fortschritt
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 16:58 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen und Rechtsrisiken im Fokus
- Der vergleichbare Auftragseingang stieg im dritten Quartal um 8 Prozent, besonders dank Diagnosis & Treatment.
- Der freie Cashflow erreichte 384 Millionen Euro, während Philips den Ausblick für 2026 bestätigte.
- Die geplante Zahlung im Zusammenhang mit dem US-Justizvergleich wird für das erste Quartal 2027 erwartet.
Philips hat im dritten Quartal den Auftragseingang gesteigert und zugleich einen wichtigen Schritt bei den Rechtsfolgen der Respironics-Rückrufaktion gemeldet. Der Konzern bestätigte am 3. November 2026 den Jahresausblick. Grundlage sind die Quartalszahlen von Philips.
Auftragseingang und Marge legen zu
Der vergleichbare Auftragseingang wuchs um 8 Prozent. Der Umsatz stieg vergleichbar um 3 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITA-Marge verbesserte sich um 70 Basispunkte auf 13,0 Prozent. Philips begründete die Entwicklung mit höheren Umsätzen, einer besseren Bruttomarge und Produktivitätsmaßnahmen, die den Kostendruck teilweise ausglichen.
Besonders stark entwickelte sich Connected Care mit einem vergleichbaren Umsatzplus von 5 Prozent und einer bereinigten EBITA-Marge von 13,3 Prozent. Personal Health steigerte den vergleichbaren Umsatz um 8 Prozent und erreichte eine Marge von 17,7 Prozent. Bei Diagnosis & Treatment blieb der vergleichbare Umsatz unverändert, die Marge stieg jedoch auf 12,3 Prozent.
Respironics bleibt ein Anlegerfaktor
Philips meldete eine grundsätzliche Einigung von Respironics mit dem US-Justizministerium. Dafür verbuchte der Konzern im dritten Quartal eine Rückstellung von 288 Millionen Euro. Die Vereinbarung muss noch abschließend dokumentiert werden; die Zahlung wird im ersten Quartal 2027 erwartet. Weitere laufende Verfahren im Zusammenhang mit Respironics sind im Ausblick nicht berücksichtigt.
Der freie Cashflow erreichte 384 Millionen Euro, der operative Cashflow 544 Millionen Euro. Philips bestätigte für 2026 ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3 bis 4,5 Prozent, eine bereinigte EBITA-Marge von 13,5 bis 14,0 Prozent und einen freien Cashflow von 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro. Die Prognose enthält einen positiven Effekt aus einer US-Zollrückerstattung.
Aktie unter dem jüngsten Xetra-Schluss
Der Realtime-Kurs der Philips-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 16:42 Uhr bei Lang & Schwarz bei 27,10 Euro, 1,81 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag, 5. November.
Philips im Überblick
- Unternehmen: Koninklijke Philips N.V.
- ISIN: NL0000009538
- Lang & Schwarz: 27,10 Euro am 6. November 2026, 16:42 Uhr
- Tagesvergleich: 1,81 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom 5. November 2026 bei 27,60 Euro
- Quartalsereignis: Drittes Quartal 2026, veröffentlicht am 3. November 2026
Für das Marktumfeld der niederländischen Aktie bietet der AEX den passenden Überblick.
