Oracle Corp, US68389X1054

Oracle Corp-Aktie: Konzern begrenzt neue Finanzierung bis 2030

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 12:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Oracle Corp-Aktie bleibt nach neuen Langfristzielen für Umsatz und Cashflow im Anlegerfokus. Der Konzern will das Wachstum ab 2029 selbst finanzieren.

Oracle setzt auf selbstfinanziertes Wachstum

  • Oracle strebt für das Geschäftsjahr 2030 mindestens 225 Milliarden US-Dollar Umsatz und eine bereinigte operative Marge von mindestens 40 Prozent an.
  • Der Konzern erwartet ab der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028 positiven freien Cashflow und für 2029 mindestens 30 Milliarden US-Dollar.
  • Bis 2030 soll die zusätzliche Kapitalaufnahme auf 20 Milliarden US-Dollar begrenzt bleiben.
Oracle Corp, US68389X1054, Illustration mit AI erstellt.

Oracle hat am 28. Oktober 2026 auf seinem Investorentag in Las Vegas neue mittelfristige Ziele für Cloud-Infrastruktur, Datenbanken und Anwendungen vorgelegt. Der US-Konzern rechnet im Geschäftsjahr 2030 mit einem Umsatz von mindestens 225 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2026 entspricht das nach Unternehmensangaben einem Wachstum von mehr als 35 Prozent pro Jahr.

Die Mitteilung von Oracle sieht für 2030 zudem eine bereinigte operative Marge von mindestens 40 Prozent und einen bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens 21 US-Dollar vor. Für das Geschäftsjahr 2027 bestätigte das Management einen Umsatz von mindestens 90 Milliarden US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,10 US-Dollar.

Cashflow soll den Ausbau tragen

Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Finanzierung des Ausbaus für künstliche Intelligenz. Oracle erwartet, dass die Investitionen in den Geschäftsjahren 2027 und 2028 ihren Höhepunkt erreichen und ab 2029 sinken. Der freie Cashflow soll in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028 positiv werden und 2029 mindestens 30 Milliarden US-Dollar erreichen.

Ab 2029 will Oracle das Wachstum aus eigener Kraft finanzieren. Bis dahin sollen Lieferantenfinanzierungen, von Kunden bereitgestellte Hardware und Vorauszahlungen den anfänglichen Kapitalbedarf senken. Das Unternehmen will seine Investment-Grade-Bonität erhalten, eine Dividende zahlen und zugleich weitere Wachstumschancen finanzieren.

Kapitalaufnahme erhält eine Obergrenze

Für den Investitionszyklus der Geschäftsjahre 2027 bis 2030 begrenzte Oracle die zusätzliche Kapitalaufnahme am Kapitalmarkt auf 20 Milliarden US-Dollar. Davon sollen nach aktueller Planung 10 Milliarden US-Dollar auf Eigenkapital und 10 Milliarden US-Dollar auf Bruttoschulden entfallen. Die Refinanzierung bestehender Schulden ist in dieser Obergrenze nicht enthalten. Zusätzlich hatte Oracle im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 bereits 20 Milliarden US-Dollar über ein At-the-Market-Programm aufgenommen.

Das Management stellte für 2029 außerdem ein Verhältnis von Nettoschulden zu bereinigtem EBITDA von weniger als 3,5 in Aussicht. Die Ziele sind langfristig angelegt und hängen davon ab, dass Oracle die zusätzliche Rechenzentrumskapazität termingerecht aufbaut und die Nachfrage nach KI-Computing anhält.

Der Realtime-Kurs der Oracle Corp-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 12:49 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 117,44 Euro.

Oracle Corp-Aktie im Überblick

  • Unternehmen: Oracle Corporation
  • ISIN: US68389X1054
  • Ticker: ORCL
  • Heimatbörse: New York Stock Exchange
  • Kurs: 117,44 Euro bei Lang & Schwarz am 2. November 2026 um 12:49 Uhr Berliner Zeit
  • Investorentag: 28. Oktober 2026

Das Marktumfeld für US-Technologiewerte bleibt über den S&P 500 ein wichtiger Einflussfaktor für die Bewertung von Oracle.

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