Nokia-Aktie: KI soll 2035 fast Hälfte des Netzverkehrs treiben
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 11:53 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSKI verändert die Netzan||||forderung
- Nokia erwartet bis 2035 einen nahezu vierfachen Anstieg des weltweiten Netzwerkverkehrs auf 3.789 Exabyte pro Monat.
- Physische KI-Anwendungen sollen mehr als 90 Prozent ihres Verkehrs über den Uplink übertragen.
- Die Prognose beschreibt steigende Anforderungen an Kapazität, Latenz und verteilte Netzarchitekturen, belegt aber noch keine zusätzlichen Nokia-Aufträge.
Die Nokia-Aktie steht am Freitag, 6. November 2026, im Zeichen einer langfristigen Netzprognose des finnischen Ausrüsters. Nokia erwartet, dass künstliche Intelligenz 2035 für 44 Prozent des weltweiten Netzwerkverkehrs steht. Der Nokia-Report wurde am 4. November veröffentlicht.
Der Realtime-Kurs der Nokia-Aktie lag am Freitag, 6. November, um 11:44 Uhr bei Lang & Schwarz bei 7,06 Euro. Der Realtime-Kurs der Nokia-Aktie liefert Anlegern den laufenden Handelsstand.
Mehr Verkehr und neue Netzanforderungen
Nokia rechnet damit, dass der weltweite Netzwerkverkehr bis 2035 gegenüber 2026 nahezu auf das Vierfache steigt. Das monatliche Gesamtvolumen soll dann fast 3.789 Exabyte erreichen. Die Prognose beruht auf einem Bottom-up-Modell für Verbraucher-, Unternehmens- und KI-Verkehr sowie auf Analysen von Anwendungsnutzung, vernetzten Geräten und autonomen Arbeitsabläufen.
Der Wandel betrifft nach Darstellung des Unternehmens nicht nur die Menge des Verkehrs. Autonome KI-Agenten und vernetzte Maschinen erhöhen den Bedarf an Upload-Kapazität, kurzen Reaktionszeiten und Rechenleistung in der Nähe von Nutzern und Geräten. Damit geraten Netze, die traditionell vor allem auf Downloads ausgelegt sind, unter Anpassungsdruck.
Physische KI belastet den Uplink
Besonders deutlich fällt die Verschiebung bei physischer KI aus. Nokia fasst darunter unter anderem Roboter und Fahrzeuge, die ihre Umgebung erfassen und auf sie reagieren. Mehr als 90 Prozent des Verkehrs dieser Anwendungen sollen 2035 über den Uplink laufen.
Der Verkehr autonomer KI-Agenten soll laut Prognose bis 2035 auf das 160-Fache des Niveaus von 2026 steigen. Für physische KI erwartet Nokia das 105-Fache. Die Ausgangsbasis ist jeweils klein, weshalb die Multiplikatoren keine Umsatz- oder Gewinnprognose für Nokia darstellen.
Verteilte Infrastruktur gewinnt an Gewicht
Nokia erwartet außerdem, dass Edge- und Metro-Core-Infrastruktur 2035 rund 36 Prozent des gesamten KI-nativen Verkehrs verarbeitet. Ein größerer Teil der Rechen- und Inferenzleistung rückt damit näher an Nutzer, Industrieanlagen und vernetzte Geräte. Als Gründe nennt das Unternehmen effizientere Modelle, Anforderungen an die Latenz und den Schutz lokaler Daten.
Pallavi Mahajan, Nokias Chief Technology and AI Officer, ordnete die Entwicklung im Report sinngemäß als Wechsel von klassischen Internetanwendungen zu Netzen ein, die auch Maschinen mit hohen Uplink- und Echtzeitanforderungen versorgen müssen. Für Anleger ist die Prognose damit ein Hinweis auf mögliche langfristige Nachfrage nach leistungsfähiger Netzwerktechnik, aber noch kein Nachweis neuer Aufträge oder zusätzlicher Gewinne.
Das Unternehmen erwartet daneben, dass Fixed Wireless Access bis 2035 mehr als ein Drittel des privaten Mobilfunkverkehrs ausmacht. Die Entwicklung könnte die Rolle von Mobilfunknetzen im Breitbandzugang für Haushalte erweitern.
Das europäische Marktumfeld lässt sich über die aktuellen Entwicklungen im Euro Stoxx 50 einordnen.
Weitere Meldungen und Analysen zur Nokia-Aktie finden Anleger im Themenüberblick.
Nokia im Überblick
- Unternehmen: Nokia Oyj
- ISIN: FI0009000681
- Heimatmarkt: Finnland
- Kurs: 7,06 Euro bei Lang & Schwarz, Freitag, 6. November 2026, 11:44 Uhr Berliner Zeit
- Prognose: 44 Prozent KI-Anteil am weltweiten Netzwerkverkehr im Jahr 2035
- Prognosehorizont: Global Network Traffic Report 2026 bis 2035
