Marathon Petroleum-Aktie vor Quartalsbericht unter Erwartungsdruck
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 12:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSHohe Erwartungen vor den Quartalszahlen
- Marathon Petroleum veröffentlicht am 3. November die Zahlen für das dritte Quartal 2026.
- Analysten erwarten starkes Gewinnwachstum, während geplante Wartungen und normalisierende Raffineriemargen Risiken schaffen.
- Der Kapitalmarkt dürfte besonders auf Cashflow, Aktienrückkäufe und den Ausblick für das vierte Quartal achten.
Marathon Petroleum steht am Montag, 2. November 2026, vor dem Quartalsbericht für die Periode bis Ende September. Das Unternehmen will die Zahlen am 3. November vorlegen. Eine Analyse von 24/7 Wall St. sieht die Aktie vor einer besonders hohen Ergebnishürde.
Der Realtime-Kurs der Marathon Petroleum-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 12:30 Uhr bei Lang & Schwarz bei 389,35 Euro.
Gewinnsprung trifft hohe Messlatte
Für das dritte Quartal rechnen Analysten laut der Analyse mit einem Gewinn je Aktie von 25,3707 US-Dollar nach 3,01 US-Dollar im Vorjahresquartal. Beim Umsatz liegt die Erwartung bei 43,81 Milliarden US-Dollar nach 34,81 Milliarden US-Dollar. Die Schätzungen wurden zuletzt deutlich angehoben: Innerhalb von 30 Tagen nahmen Analysten zehn positive Revisionen vor.
Der Vergleich mit dem zweiten Quartal zeigt, warum die Messlatte hoch liegt. Marathon Petroleum erzielte damals einen Gewinn je Aktie von 17,73 US-Dollar bei einem Umsatz von 51,99 Milliarden US-Dollar. Die Raffinerie- und Marketingmarge erreichte 36,33 US-Dollar je Barrel nach 17,58 US-Dollar ein Jahr zuvor. Das Unternehmen gab zudem mehr als 2,8 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurück.
Wartungen belasten die Ergebnisqualität
Als zentralen Unsicherheitsfaktor nennt 24/7 Wall St. geplante Wartungsarbeiten im Umfang von 290 Millionen US-Dollar. Die Maßnahmen an Umwandlungsanlagen an der Golfküste und im Mittleren Westen begrenzen die Produktveredelung und können damit die Margenerfassung dämpfen. Genau solche Wartungskosten hatten im Vorjahresquartal dazu beigetragen, dass Marathon Petroleum mit 3,01 US-Dollar je Aktie die damalige Erwartung von 3,16 US-Dollar verfehlte.
Hinzu kommt das Risiko einer Normalisierung der Raffineriemargen. Nach Einschätzung des Unternehmens waren die außergewöhnlich hohen Margen im zweiten Quartal teilweise durch vorübergehende Faktoren begünstigt. Das Management verwies zudem auf eine geringere Spanne zwischen Kerosin und Diesel sowie auf schwankende Rohölpreise.
Cashflow und Rückkäufe im Fokus
Für das dritte Quartal stellte Marathon Petroleum Raffinerie-Betriebskosten von 5,60 US-Dollar je Barrel sowie Vertriebskosten von 1,65 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Der Cashflow des zweiten Quartals profitierte außerdem von einem positiven Working-Capital-Effekt von 3,8 Milliarden US-Dollar. Finanzchefin Maria Khoury sagte laut der Analyse, dass das Unternehmen bereits beginne, Lagerbestände wieder aufzubauen. Das kann den Mittelzufluss im Folgequartal belasten.
Anleger dürften deshalb neben dem Ergebnis auf die Aktienrückkäufe und den Ausblick achten. Zum 30. Juni war ein Rückkaufvolumen von 6,1 Milliarden US-Dollar genehmigt. Die Geschwindigkeit der Rückkäufe kann Hinweise darauf geben, wie zuversichtlich das Management die künftige Liquiditätsentwicklung einschätzt.
Das Marktumfeld der US-Aktien wird im S&P 500 gebündelt.
Weitere Meldungen und Analysen zur Marathon Petroleum-Aktie ordnen die anstehenden Quartalszahlen und die Kapitalrückgabe ein.
Marathon Petroleum im Überblick
- Unternehmen: Marathon Petroleum Corporation
- ISIN: US56585A1025
- WKN: A1JEXK
- Ticker: MPC
- Heimatbörse: New York Stock Exchange
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 389,35 Euro am 2. November 2026 um 12:30 Uhr
