Logitech-Aktie wächst weiter, Zulieferer belastet Ausblick
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 10:00 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartal mit Wachstum und Ausblick
- Logitech steigerte den Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 um 3 Prozent auf 1,22 Milliarden US-Dollar.
- Gaming und Videokonferenzen trieben das Geschäft, während Tablet-Zubehör deutlich nachgab.
- Für das dritte Quartal erwartet Logitech wegen eines Zuliefererproblems einen Umsatzrückgang bis hin zu einer stabilen Entwicklung.
Logitech hat am Dienstag, 27. Oktober 2026, Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3 Prozent auf 1,22 Milliarden US-Dollar. Die von Logitech veröffentlichten vorläufigen Zahlen zeigen zugleich eine höhere Profitabilität. Der Logitech-Pressemitteilung zufolge war es das elfte Quartal in Folge mit Umsatzwachstum.
Die Bruttomarge nach GAAP erhöhte sich von 43,4 auf 44,9 Prozent. Die bereinigte Bruttomarge stieg von 43,8 auf 45,2 Prozent. Das operative Ergebnis nach GAAP wuchs um 5 Prozent auf 201 Millionen US-Dollar, das bereinigte operative Ergebnis legte dagegen nur leicht auf 231 Millionen US-Dollar zu. Der verwässerte GAAP-Gewinn je Aktie erreichte 1,25 US-Dollar nach 1,15 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt meldete Logitech 1,51 US-Dollar je Aktie nach 1,45 US-Dollar.
Gaming und Videokonferenzen treiben Umsatz
Das Wachstum kam vor allem aus Gaming und Videokonferenzen. Der Umsatz mit Gaming-Produkten stieg um 8 Prozent auf 349 Millionen US-Dollar, Video Collaboration legte um 12 Prozent auf 188 Millionen US-Dollar zu. Tastaturen und Kombinationen sowie Zeigegeräte wuchsen jeweils um 4 Prozent. Bei Webcams sank der Umsatz um 9 Prozent, bei Tablet-Zubehör sogar um 32 Prozent.
Logitech-Chefin Hanneke Faber verwies auf die Nachfrage in den Regionen Amerika sowie auf die Entwicklung bei Videokonferenzen und Gaming. Für das Weihnachtsquartal brachte das Unternehmen 19 neue Produkte auf den Markt. Der operative Cashflow belief sich im zweiten Quartal auf 164 Millionen US-Dollar. Durch Dividenden und Aktienrückkäufe flossen 406 Millionen US-Dollar an die Aktionäre zurück.
Zulieferer bremst den nächsten Ausblick
Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet Logitech einen Umsatz zwischen 1,36 und 1,43 Milliarden US-Dollar. Das entspricht währungsbereinigt einer Veränderung von minus 5 Prozent bis 0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte operative Ergebnis soll zwischen 220 und 255 Millionen US-Dollar liegen.
Belastet wird die Prognose durch einen schwerwiegenden Vorfall bei einem Halbleiterzulieferer. Die betroffene Fertigungsstätte wurde Ende Juni geschlossen, nahm im September den Betrieb wieder auf und arbeitet noch nicht mit voller Kapazität. Logitech veranschlagt daraus für das dritte Quartal einen negativen Umsatzeffekt von 70 bis 80 Millionen US-Dollar. Eine weitgehende Lösung des Problems erwartet das Unternehmen bis zum vierten Quartal.
Aktie bleibt vom Ausblick abhängig
Der Realtime-Kurs der Logitech-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 09:49 Uhr bei Lang & Schwarz bei 86,25 Euro. Für Anleger stehen damit neben dem Margenanstieg im zweiten Quartal vor allem die Lieferfähigkeit und die Entwicklung der Bruttomarge im Weihnachtsgeschäft im Mittelpunkt.
Logitech International
- ISIN: CH0025751329
- Ticker: LOGN an der SIX Swiss Exchange, LOGI an der Nasdaq Global Select Market
- Kurs: 86,25 Euro bei Lang & Schwarz, 2. November 2026, 09:49 Uhr
- Berichtsperiode: Zweites Quartal des Geschäftsjahres 2027, beendet am 30. September 2026
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