Logitech, CH0025751329

Logitech-Aktie gibt seit Vorbericht fast 4 Prozent nach

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 17:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Logitech meldet den Start lokaler Fertigung in Indien für Webcams und Mäuse. Zugleich bleibt der Halbleiterengpass das zentrale Risiko im Weihnachtsgeschäft.

Logitech zwischen Wachstum und Lieferdruck

  • Die lokale Fertigung von Webcams und Mäusen in Indien erweitert die operative Präsenz des Konzerns.
  • Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 stieg der Umsatz um 3 Prozent auf 1,22 Milliarden US-Dollar.
  • Ein Halbleiterzulieferer soll den Umsatz im dritten Geschäftsquartal mit 70 bis 80 Millionen US-Dollar belasten.
  • Gaming und Video Collaboration bleiben wichtige Wachstumsträger, während Tablet-Zubehör und Webcams schwächer abschnitten.
Logitech, CH0025751329, Illustration mit AI erstellt.

Die Logitech-Aktie steht am Freitag, 6. November 2026, nach dem Start lokaler Fertigung in Indien und dem anhaltenden Lieferkettenrisiko im Blickpunkt. Zunächst sollen Webcams und Mäuse für den indischen Heimatmarkt entstehen. Der Schritt erweitert die regionale Produktion, während die Versorgung mit Halbleitern im Weihnachtsgeschäft der kurzfristig wichtigere operative Test bleibt.

Der Realtime-Kurs der Logitech-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 17:05 Uhr bei Lang & Schwarz bei 86,32 Euro. Seit dem im jüngsten eigenen Vorbericht vom 5. November um 11:47 Uhr genannten Kurs von 89,82 Euro entspricht das einem Rückgang von 3,90 Prozent. Dieser Vergleich bezieht sich auf die Entwicklung seit dem Vorbericht und nicht auf einen Xetra-Tagesvergleich.

Quartalswachstum trifft auf Engpass

Logitech meldete am 27. Oktober 2026 für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 1,22 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach das einem Plus von 3 Prozent in US-Dollar und 2 Prozent auf konstanter Wechselkursbasis. Die bereinigte Bruttomarge stieg auf 45,2 Prozent, das bereinigte Betriebsergebnis erreichte 231 Millionen US-Dollar.

Gaming wuchs um 8 Prozent, Video Collaboration um 12 Prozent. Dagegen sanken die Erlöse mit Webcams um 9 Prozent und mit Tablet-Zubehör um 32 Prozent. Logitech brachte zudem 19 neue Produkte für das Weihnachtsgeschäft auf den Markt.

Ausblick bleibt vom Zulieferer geprägt

Nach Angaben von Logitech war die Fertigungsstätte eines Halbleiterzulieferers nach einem schweren Vorfall Ende Juni geschlossen worden. Die Produktion lief im September wieder an, liegt aber noch unter dem benötigten Niveau. Die vollständige Kapazität soll bis Ende 2026 erreicht werden; im vierten Geschäftsquartal soll sich die Belastung weitgehend auflösen.

Für das dritte Geschäftsquartal stellt Logitech einen Umsatz von 1,36 bis 1,43 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes Betriebsergebnis von 220 bis 255 Millionen US-Dollar in Aussicht. Währungsbereinigt reicht die Umsatzprognose von einem Rückgang um 5 Prozent bis zu einer stabilen Entwicklung. Der Zulieferer soll den Umsatz mit 70 bis 80 Millionen US-Dollar belasten. Für Anleger verschiebt sich der Fokus damit auf Lieferfähigkeit, Weihnachtsnachfrage und die Geschwindigkeit des Kapazitätsaufbaus.

Logitech International im Überblick

  • Unternehmen: Logitech International S.A.
  • ISIN: CH0025751329
  • WKN: A0J3YT
  • Ticker: LOGN an der SIX Swiss Exchange, LOGI an der Nasdaq
  • Kurs: 86,32 Euro bei Lang & Schwarz am 6. November 2026 um 17:05 Uhr
  • Veränderung seit dem eigenen Vorbericht: minus 3,90 Prozent gegenüber 89,82 Euro am 5. November 2026 um 11:47 Uhr
  • Quartalsumsatz: 1,22 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027

Das internationale Marktumfeld bleibt für Hersteller von Computerzubehör und Bürohardware ein wichtiger Einflussfaktor. Aktuelle Marktberichte ordnen die Entwicklung an den europäischen Börsen ein.

Weitere Meldungen und Analysen zur Logitech-Aktie verfolgen die nächsten Quartalsimpulse und die Entwicklung der Lieferkette.

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