Leonardo-Aktie fällt 4,09 Prozent seit dem Vorbericht
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 16:37 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSAufträge wachsen, Cashflow bleibt im Fokus
- Leonardo erhöhte das Auftragseingangsziel für 2026, liess die übrigen Finanzziele aber unverändert.
- Der Auftragsbestand überschritt 60 Milliarden Euro und schafft zusätzliche Sichtbarkeit für die Produktion.
- Die Umsetzung in Auslieferungen und freien Cashflow bleibt für Anleger der entscheidende nächste Test.
Am Donnerstag, 5. November 2026, legte Leonardo starke Zahlen für die ersten neun Monate vor und hob das Auftragseingangsziel für das Gesamtjahr an. Der aktuelle Bericht von AD HOC NEWS nennt zugleich Fortschritte bei Umsatz und Ergebnis, aber auch Belastungen beim Cashflow und durch die Übernahme von Iveco Defence Vehicles.
Aufträge geben den Ausblick vor
Die neuen Aufträge erreichten in den ersten neun Monaten 23,3 Milliarden Euro und lagen damit 27,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand stieg um 28 Prozent auf 60,4 Milliarden Euro und überschritt erstmals die Marke von 60 Milliarden Euro. Nach Unternehmensangaben reicht er für mehr als 2,7 Jahre Produktion.
Leonardo erhöhte die Prognose für den Auftragseingang 2026 von 28,2 auf 29,5 Milliarden Euro. Die Ziele für Umsatz, EBITA, freien operativen Cashflow und Nettoverschuldung blieben dagegen unverändert. Für Anleger verschiebt sich damit der Schwerpunkt auf die Frage, wie schnell der hohe Auftragsbestand in Auslieferungen und Erlöse umgewandelt wird.
Ergebnis wächst, Cashflow bleibt negativ
Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 14,2 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Das EBITA legte um 37,7 Prozent auf 1,301 Milliarden Euro zu, die operative Marge erreichte 8,5 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn wuchs um 74,2 Prozent auf 812 Millionen Euro.
Der freie operative Cashflow blieb mit minus 68 Millionen Euro negativ, verbesserte sich aber gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ohne die Konsolidierung von Iveco Defence Vehicles lag er bei plus 22 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung stieg binnen Jahresfrist um 43,8 Prozent auf 3,325 Milliarden Euro, vor allem wegen des Mittelabflusses für die Übernahme.
Kursvergleich für Anleger
Der Realtime-Kurs der Leonardo-Aktie lag am Freitag, 6. November, um 16:32 Uhr bei Lang & Schwarz bei 48,26 Euro, 3,81 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag, 5. November. Gegenüber dem eigenen Vorbericht vom 5. November um 11:34 Uhr mit 50,32 Euro ergibt sich ein Rückgang von 4,09 Prozent.
Leonardo S.p.A.
- ISIN: IT0003856405
- Ticker: FMNB
- Handelsplatz: Xetra
- Lang-und-Schwarz-Kurs: 48,26 Euro, 6. November 2026, 16:32:26 Uhr
- Xetra-Schlusskurs: 50,17 Euro, 5. November 2026
- Auftragseingang 2026: Prognose auf 29,5 Milliarden Euro erhöht
Das Umfeld am italienischen Aktienmarkt bildet der FTSE MIB ab, ohne den unternehmensspezifischen Ausblick von Leonardo vorwegzunehmen.
Weitere Meldungen und Analysen zur Leonardo-Aktie dürften sich auf die Umsetzung der Jahresziele, die Cashflow-Entwicklung und die Integration von Iveco Defence Vehicles konzentrieren.
