Leonardo, IT0003856405

Leonardo-Aktie: Auftragseingang-Ziel 2026 auf 29,5 Milliarden Euro erhöht

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 12:08 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Leonardo-Aktie bleibt nach starken Neunmonatszahlen im Anlegerfokus. Der Konzern erwartet 2026 mehr Aufträge und bestätigt die übrigen Ziele.

Leonardo baut Auftragsperspektive aus

  • Leonardo steigerte Auftragseingang, Umsatz und EBITA in den ersten neun Monaten deutlich.
  • Die Übernahme von Iveco Defence Vehicles stärkt das Landverteidigungsgeschäft, erhöht aber zugleich die Nettoverschuldung.
  • Die bestätigte Umsatz- und Ergebnisprognose stellt weitere Fortschritte im vierten Quartal in Aussicht.
Leonardo, IT0003856405, Illustration mit AI erstellt.

Leonardo hat am Donnerstag, 5. November 2026, nach den ersten neun Monaten seine Auftragsperspektive für das Gesamtjahr angehoben. Der italienische Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungskonzern erwartet nun einen Auftragseingang von rund 29,5 Milliarden Euro nach zuvor rund 28,2 Milliarden Euro. Die Zahlen und der Ausblick stammen aus der Mitteilung von Leonardo.

Starkes Wachstum im Neunmonatsbericht

Der Auftragseingang erreichte in den ersten neun Monaten 23,3 Milliarden Euro und lag damit 27,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Ohne den Beitrag des im März übernommenen Geschäfts Iveco Defence Vehicles betrug das Plus auf vergleichbarer Basis 22,4 Prozent.

Der Umsatz stieg um 14,2 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Das EBITA erhöhte sich um 37,7 Prozent auf 1,301 Milliarden Euro, die operative Marge lag bei 8,5 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn wuchs um 74,2 Prozent auf 812 Millionen Euro. Leonardo begründete die Entwicklung mit Zuwächsen in allen Geschäftsbereichen, besonders in der Verteidigungselektronik, bei Hubschraubern und in der Luftfahrt.

IDV verändert Auftragsbestand und Bilanz

Der Auftragsbestand überschritt erstmals 60 Milliarden Euro und lag bei 60,4 Milliarden Euro. Darin enthalten sind rund 6 Milliarden Euro aus der Konsolidierung von Iveco Defence Vehicles. Leonardo beziffert die Produktionsabdeckung auf mehr als 2,7 Jahre.

Die Übernahme stärkt die Position im Landverteidigungssektor, schlägt sich aber auch in der Bilanz nieder. Die Nettoverschuldung stieg im Jahresvergleich um 43,8 Prozent auf 3,325 Milliarden Euro. Für den Erwerb des IDV-Geschäfts zahlte Leonardo rund 1,6 Milliarden Euro aus eigenen Mitteln.

Weitere Jahresziele bleiben bestehen

Neben dem höheren Auftragseingang bestätigte Leonardo die im Juli angepassten Ziele. Der Umsatz soll 2026 rund 22,1 Milliarden Euro erreichen, das EBITA rund 2,21 Milliarden Euro bei einer zweistelligen Rendite auf den Umsatz. Zudem erwartet der Konzern einen freien operativen Cashflow von rund 1,37 Milliarden Euro und eine Nettoverschuldung von rund 2,2 Milliarden Euro.

Der Vorstand sieht im starken Auftragsbestand, in wachsenden Umsätzen und im verbesserten operativen Cashflow eine Bestätigung der Wachstumsstrategie. Vorstandschef Lorenzo Mariani verwies außerdem auf die Integration von IDV, die Kooperationen mit Rheinmetall und Baykar sowie die geplanten Partnerschaften im Raumfahrtgeschäft. Für Anleger bleibt damit entscheidend, wie schnell Leonardo den hohen Auftragsbestand in Produktion und Auslieferungen überführt.

Leonardo-Aktie am Freitag im Handel

Der Realtime-Kurs der Leonardo-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 12:04 Uhr bei Lang & Schwarz bei 48,07 Euro.

Leonardo im Überblick

  • Unternehmen: Leonardo S.p.A.
  • ISIN: IT0003856405
  • Finanzsymbol: LDO.MI
  • Heimatbörse: Mailand
  • Realtime-Kurs: 48,07 Euro am 6. November 2026 um 12:04 Uhr bei Lang & Schwarz
  • Neunmonatsumsatz: 15,3 Milliarden Euro
  • Bereinigter Nettogewinn: 812 Millionen Euro

Das Marktumfeld italienischer Aktien lässt sich im FTSE MIB verfolgen.

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