Krones-Aktie: Tarifeffekt prägt vorläufiges Neunmonats-EBITDA
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 16:18 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSVorläufige Zahlen vor dem Quartalsbericht
- Der positive Effekt aus US-Zollrückerstattungen stützt das vorläufige Neunmonats-EBITDA.
- Krones hält die Profitabilitätsziele für 2026 trotz schwächerer Umsatzdynamik aufrecht.
- Die Quartalsmitteilung am 6. November soll den Blick auf Aufträge, Margen und Kundenausgaben schärfen.
Krones rückt vor der Quartalsmitteilung für das dritte Quartal am 6. November erneut in den Anlegerfokus. Ein neuer Bericht hebt einen positiven Effekt aus der Rückerstattung von US-Zöllen im vorläufigen Neunmonats-EBITDA hervor, während die Umsatzdynamik schwach bleibt.
Nach Angaben von Krones belief sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2026 vorläufig auf rund 4,10 Milliarden Euro. Währungsbereinigt waren es rund 4,14 Milliarden Euro. Darin enthalten ist ein negativer Effekt von etwa 20 Millionen Euro aus zurückerstatteten US-Zöllen. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum lag bei 0,8 Prozent.
Profitabilität bleibt der Gegenpol
Das vorläufige EBITDA erreichte 453 Millionen Euro. Der Betrag enthält einen positiven Effekt von rund 10 Millionen Euro aus der US-Zollrückerstattung. Ohne diesen Einmaleffekt wurde die EBITDA-Marge nach neun Monaten mit 10,8 Prozent erwartet.
Für 2026 hält Krones an einer EBITDA-Marge von 10,7 bis 11,1 Prozent und einem ROCE von 19 bis 20 Prozent fest. Gleichzeitig senkte der Anlagenbauer die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum auf 1 bis 2 Prozent, nachdem zuvor 3 bis 5 Prozent erwartet worden waren. Als Belastungsfaktoren nennt das Unternehmen ungünstige Marktbedingungen, geopolitische Spannungen, steigende Kosten bei Kunden und die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit.
Auch die mittelfristige Planung wurde zurückgenommen. Für 2028 erwartet Krones nun einen Umsatz von 6,0 bis 6,2 Milliarden Euro statt rund 7 Milliarden Euro. Das Ziel für die EBITDA-Marge wurde auf 11 bis 12 Prozent von zuvor 11 bis 13 Prozent eingeengt; das ROCE-Ziel von mehr als 20 Prozent bleibt bestehen.
Quartalsbericht als nächster Kurstreiber
Die Quartalsmitteilung am Freitag soll zeigen, wie sich die schwächere Nachfrage auf Auftragseingang, Margen und Kundenausgaben auswirkt. Für Anleger steht damit der Abgleich zwischen stabilen Renditezielen und der gebremsten Umsatzentwicklung im Vordergrund.
Der Realtime-Kurs der Krones-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 16:05 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 114,90 Euro, 1,32 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag, 30. Oktober, bei 113,40 Euro.
Krones AG
- ISIN: DE0006335003
- WKN: 633500
- Ticker: KRN
- Handelsplatz: Lang & Schwarz
- Kurs: 114,90 Euro am 2. November 2026 um 16:05 Uhr Berliner Zeit
- Xetra-Schluss: 113,40 Euro am 30. Oktober 2026
Das Marktumfeld des DAX bleibt der übergeordnete Referenzrahmen für deutsche Aktien.
