Knorr-Bremse-Aktie: Starkes Q3 trifft auf schwache Rail-Aufträge
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 10:17 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSStarkes Quartal mit Rail-Bremse
- Umsatz und operatives EBIT legten im dritten Quartal deutlich zu.
- Die Truck-Division übertraf beim Auftragseingang das Vorjahresniveau, während Rail hinter dem Konsens blieb.
- Für 2026 erwartet Knorr-Bremse Umsatz und Free Cashflow am oberen Ende der Prognosespannen.
Knorr-Bremse hat im dritten Quartal 2026 operativ deutlich zugelegt, zugleich aber mit einem schwächeren Auftragseingang im Rail-Geschäft die Erwartungen teilweise verfehlt. Die am Mittwoch, 28. Oktober, veröffentlichte EQS-Mitteilung nennt für Juli bis September einen Konzernumsatz von 2,05 Milliarden Euro und ein operatives EBIT von 299 Millionen Euro. Die EQS-Mitteilung bei AD HOC NEWS wurde um 18:44 Uhr veröffentlicht.
Profitabilität zieht deutlich an
Das operative EBIT stieg im Jahresvergleich um 19,1 Prozent von 251 auf 299 Millionen Euro. Die operative EBIT-Marge verbesserte sich von 13,3 auf 14,6 Prozent. Damit erreichte Knorr-Bremse nach eigenen Angaben das zweitbeste operative Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte und die höchste operative Marge seit mehr als fünf Jahren.
Der Free Cashflow erhöhte sich um rund 50 Prozent auf 238 Millionen Euro, nach 159 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Auftragseingang des Konzerns wuchs um 4,9 Prozent auf 2,053 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand lag zum 30. September bei 7,883 Milliarden Euro und damit 7,0 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Truck gleicht Rail-Schwäche aus
Die Entwicklung der Divisionen verlief uneinheitlich. In der Rail-Division sank der Auftragseingang auf 1,045 Milliarden Euro, verglichen mit 1,173 Milliarden Euro im dritten Quartal 2025. Der Wert lag zudem rund 130 Millionen Euro unter dem Vara-Konsens von 1,18 Milliarden Euro. Knorr-Bremse verwies auf verschobene Kundenaufträge im Umfang von etwa 80 Millionen Euro, deren Vergabe innerhalb der kommenden sechs Monate erwartet wird. Ein europäisches Projekt verfolgte das Unternehmen aus Renditegründen nicht aktiv.
Für das vierte Quartal rechnet Knorr-Bremse in Rail mit einer teilweisen Aufholung und erneut mit einem Auftragseingang von rund 1,2 Milliarden Euro. Die Truck-Division entwickelte sich dagegen deutlich besser: Der Auftragseingang stieg auf 1,018 Milliarden Euro, nach 783 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz legte um 12,5 Prozent auf 938 Millionen Euro zu, das operative EBIT um 31,9 Prozent auf 116 Millionen Euro.
Prognose bleibt am oberen Ende
Knorr-Bremse bestätigte die Jahresziele für 2026. Der Umsatz soll zwischen 8,1 und 8,3 Milliarden Euro liegen, die operative EBIT-Marge zwischen 14,0 und 14,5 Prozent und der Free Cashflow zwischen 750 und 850 Millionen Euro. Beim Umsatz und beim Free Cashflow erwartet das Unternehmen jeweils das obere Ende der Spanne.
Der Realtime-Kurs der Knorr-Bremse-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 10:09 Uhr bei Lang & Schwarz bei 88,95 Euro, 1,60 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag, 30. Oktober. Den Realtime-Kurs der Knorr-Bremse-Aktie verfolgen Anleger im laufenden Handel.
Knorr-Bremse AG
- ISIN: DE000KBX1006
- WKN: KBX100
- Ticker: KBX
- Handelsplatz: Lang & Schwarz
- Kurs: 88,95 Euro am 2. November 2026, 10:09 Uhr
- Veränderung: 1,60 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom 30. Oktober 2026
- Marktkapitalisierung: 14,298 Milliarden Euro
- Index: MDAX
Das Marktumfeld für deutsche Industriewerte bleibt über den DAX als wichtigen Referenzindex relevant.
Weitere Meldungen und Analysen zur Knorr-Bremse-Aktie ordnen die nächsten Quartalszahlen und die Entwicklung der beiden Divisionen ein.
