Imperial Oil-Aktie meldet Rekordgewinn und hohe Ausschüttungen
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 14:16 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSRekordgewinn und hohe Ausschüttungen
- Imperial Oil steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal deutlich gegenüber dem Vorjahr.
- Das Downstream-Geschäft erzielte einen Rekordgewinn, während Produktionsunterbrechungen das Upstream-Geschäft belasteten.
- Das Unternehmen will sein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm bis Jahresende abschließen.
Imperial Oil hat im dritten Quartal 2026 einen Rekordgewinn erzielt. Der kanadische Öl- und Raffineriekonzern meldete am 30. Oktober einen Nettogewinn von 2,454 Milliarden kanadischen Dollar nach 539 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Die Zahlen stammen aus der Mitteilung zu den Quartals- und Betriebsergebnissen.
Der Realtime-Kurs der Imperial Oil-Aktie lag am Donnerstag, 5. November, um 14:08 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 114,30 Euro.
Raffinerien tragen das Quartal
Das Downstream-Segment mit Raffinerien und Vermarktung erzielte einen Rekordgewinn von 1,555 Milliarden kanadischen Dollar. Gegenüber dem zweiten Quartal bedeutete das einen Anstieg um 768 Millionen Dollar. Imperial Oil führte die Entwicklung auf höhere Raffineriemargen und größere Absatzmengen zurück. Engpässe an den Kraftstoffmärkten stützten nach Angaben des Managements zusätzlich die Verarbeitungsergebnisse.
Das Upstream-Geschäft steuerte 941 Millionen kanadische Dollar bei und lag damit 358 Millionen Dollar unter dem zweiten Quartal. Eine Störung an einer Pipeline eines Drittanbieters sowie geplante Wartungsarbeiten beeinträchtigten die Förderung. Die gesamte Produktion lag im Quartal bei durchschnittlich 418.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Für das Kearl-Projekt senkte Imperial Oil das jährliche Produktionsziel auf 280.000 Barrel pro Tag.
Ausschüttungen bleiben im Mittelpunkt
Imperial Oil zahlte im Quartal 420 Millionen kanadische Dollar an Dividenden und kaufte eigene Aktien im Umfang von 2,086 Milliarden Dollar zurück. Insgesamt flossen damit 2,506 Milliarden Dollar an die Aktionäre. Das beschleunigte Rückkaufprogramm soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Für das vierte Quartal beschloss das Unternehmen erneut eine Dividende von 0,87 kanadischen Dollar je Aktie.
Finanzvorstand Dan Lyons erklärte laut den von MarketBeat bei Yahoo Finance veröffentlichten Gesprächshighlights, der Nettogewinn habe sich gegenüber dem zweiten Quartal vor allem wegen höherer Margen und Mengen im Downstream-Geschäft verbessert. Zugleich verwies das Management auf niedrigere Rohölpreise als Belastungsfaktor. Imperial Oil erhöhte die Jahresdividende nach eigenen Angaben seit 32 Jahren in Folge.
Förderziele unter Beobachtung
Für Anleger bleibt entscheidend, ob die starke Raffinerieentwicklung die operativen Belastungen im Upstream-Geschäft dauerhaft ausgleichen kann. Das Unternehmen erwartet für Kearl im Jahr 2028 weiterhin eine Produktion von 300.000 Barrel pro Tag und will die Kosten je Einheit auf 18 kanadische Dollar je Barrel begrenzen. Ein Pilotprojekt zur zusätzlichen Bitumenförderung soll Anfang 2027 starten.
Imperial Oil treibt außerdem die erneuerbare Dieselproduktion in Strathcona voran. Das Geschäft trug im Quartal mit einem positiven Produktmix-Effekt von 170 Millionen kanadischen Dollar zum Downstream-Ergebnis bei. Die Dauer der günstigen Raffineriemarktbedingungen bleibt nach Einschätzung des Managements allerdings offen.
Das Marktumfeld für kanadische Energiewerte lässt sich über die aktuellen Marktberichte zum S&P/TSX Composite verfolgen.
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Imperial Oil im Überblick
- Unternehmen: Imperial Oil Limited
- ISIN: CA4530384086
- Ticker: IMO
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 114,30 Euro am 5. November 2026 um 14:08 Uhr Berliner Zeit
- Quartalsgewinn: 2,454 Milliarden kanadische Dollar im dritten Quartal 2026
- Dividende für das vierte Quartal: 0,87 kanadische Dollar je Aktie
