Iberdrola S.A., ES0144580Y14

Iberdrola-Aktie hebt Gewinnziel nach starkem Netzgeschäft an

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 12:16 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Iberdrola-Aktie steht nach starken Neunmonatszahlen und einem höheren Gewinnziel im Anlegerfokus. Der Netzausbau bleibt zentral.

Gewinnziel und Netzausbau im Fokus

  • Iberdrola steigerte den bereinigten Nettogewinn in den ersten neun Monaten um 9 Prozent auf 5,141 Milliarden Euro.
  • Die Investitionen legten um 13 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro zu, 62 Prozent entfielen auf Netze.
  • Für 2026 stellt der Konzern nun mindestens 10 Prozent Wachstum beim bereinigten Nettogewinn in Aussicht.
Iberdrola S.A., ES0144580Y14, Illustration mit AI erstellt.

Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat nach den ersten neun Monaten 2026 seine Erwartungen für das Gesamtjahr angehoben. Für den bereinigten Nettogewinn stellt das Unternehmen nun ein Wachstum von mindestens 10 Prozent in Aussicht, nachdem zuvor ein Zuwachs von mehr als 8 Prozent erwartet worden war. Das berichtete dpa-AFX am 21. Oktober 2026 in einer von t-online veröffentlichten Meldung.

Netze treiben das Ergebnis

Von Januar bis September erhöhte sich der bereinigte Nettogewinn um 9 Prozent auf 5,141 Milliarden Euro. Der ausgewiesene Nettogewinn stieg um 10 Prozent auf 5,816 Milliarden Euro. In der bereinigten Betrachtung berücksichtigt Iberdrola unter anderem Effekte aus dem Verkauf des Mexiko-Geschäfts und weitere Sondereinflüsse.

Das bereinigte EBITDA legte um 7 Prozent auf 11,891 Milliarden Euro zu. Das Netzgeschäft entwickelte sich besonders dynamisch: Das bereinigte EBITDA dieser Sparte stieg um 15 Prozent auf 6,430 Milliarden Euro. Iberdrola begründete die Entwicklung mit einer höheren Vermögensbasis, gestiegenen regulierten Tarifen und einem wachsenden Beitrag des Übertragungsgeschäfts.

Milliarden für Infrastruktur

Die Investitionen wuchsen im Neunmonatszeitraum um 13 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. 6,277 Milliarden Euro flossen in Netze, ein Plus von 28 Prozent. Damit entfielen 62 Prozent der Gesamtinvestitionen auf diesen Bereich. Knapp drei Viertel der Investitionen konzentrierten sich auf Großbritannien, die USA und Brasilien, wie die Ergebnispräsentation von Iberdrola zeigt.

Die regulierte Vermögensbasis der Netze erreichte 56 Milliarden Euro. Bis Ende 2026 peilt der Konzern 58 Milliarden Euro an. Für 2030 nennt Iberdrola eine regulierte Vermögensbasis von mehr als 90 Milliarden Euro. Zusätzlich sollen in den Jahren 2025 bis 2030 mehr als 15 Gigawatt neue Erzeugungskapazität hinzukommen.

Aktie vor dem nächsten Ausblick

Der Realtime-Kurs der Iberdrola-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 12:09 Uhr bei Lang & Schwarz bei 22,55 Euro, 2,00 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag, 3. November. Gegenüber dem Xetra-Schlusskurs von 22,11 Euro ergibt sich rechnerisch ein Plus von 1,99 Prozent; nach der Kursbasis von 22,10 Euro aus dem Börsenvergleich entspricht die Veränderung 2,04 Prozent.

Die Ergebniszahlen stärken damit vor allem die Investmentthese für regulierte Netze. Für Anleger bleibt entscheidend, ob Iberdrola die höhere Ergebnisdynamik im vierten Quartal bestätigt und die geplanten Infrastrukturprojekte ohne stärkeren Anstieg der Finanzierungskosten umsetzt. Die nächste ausführliche strategische Einordnung hat der Konzern für den Capital Markets Day im März 2027 angekündigt.

Das europäische Marktumfeld für spanische Versorger lässt sich im IBEX 35 einordnen.

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Iberdrola im Überblick

  • Unternehmen: Iberdrola S.A.
  • ISIN: ES0144580Y14
  • Ticker: IBE1
  • Kurs: 22,55 Euro bei Lang & Schwarz, 4. November 2026, 12:09 Uhr Berliner Zeit
  • Xetra-Schluss: 22,11 Euro, 3. November 2026
  • Veränderung: 2,00 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss
  • Neunmonatsinvestitionen: 10,1 Milliarden Euro
  • Bereinigter Nettogewinn: 5,141 Milliarden Euro, plus 9 Prozent
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de | ES0144580Y14 | IBERDROLA S.A. | boerse | 70455869 |