Iberdrola S.A., ES0144580Y14

Iberdrola-Aktie: Gewinnziel steigt nach starkem Netzgeschäft

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 11:58 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Iberdrola-Aktie bleibt nach starken Neunmonatszahlen und einem höheren Gewinnziel im Anlegerfokus. Das Netzgeschäft prägt den Ausblick.

Netzgeschäft treibt den Ausblick

  • Iberdrola steigerte den berichteten Neunmonatsgewinn und erhöhte das Ziel für das bereinigte Ergebniswachstum 2026.
  • Der Konzern lenkt den Schwerpunkt der Investitionen auf Stromnetze und erwartet langfristig weiteres Gewinnwachstum.
  • Der Capital Markets Day im März 2027 soll weitere Einzelheiten zur Strategie liefern.
Iberdrola S.A., ES0144580Y14, Illustration mit AI erstellt.

Iberdrola hat am 21. Oktober 2026 nach den ersten neun Monaten des Jahres den Ausblick angehoben. Der spanische Energiekonzern erwartet nun für 2026 ein Wachstum des bereinigten Nettogewinns von mindestens 10 Prozent. Grundlage sind die Ergebnisse und die Mitteilung des Unternehmens, die Iberdrola veröffentlicht hat.

Gewinn wächst, Prognose steigt

Der berichtete Nettogewinn erreichte in den neun Monaten 5,8 Milliarden Euro und lag damit 10 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 9 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro; ohne Währungseffekte hätte das Plus 13 Prozent betragen. Beim bereinigten EBITDA verzeichnete Iberdrola einen Zuwachs von 7 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro.

Das Netzgeschäft war der wichtigste Wachstumstreiber. Das bereinigte EBITDA dieser Sparte legte um 15 Prozent zu. Iberdrola begründet dies mit einer größeren Vermögensbasis in den einzelnen Ländern und einem höheren Beitrag aus Übertragungsanlagen. Die regulierte Vermögensbasis erreichte 56 Milliarden Euro, 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

Investitionen konzentrieren sich auf Netze

In den ersten neun Monaten investierte Iberdrola 10,1 Milliarden Euro, 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. 6,3 Milliarden Euro entfielen auf Stromnetze, deren Investitionen um 28 Prozent zunahmen. Fast drei Viertel der Gesamtinvestitionen flossen nach Unternehmensangaben in Großbritannien, die USA und Brasilien.

Für die kommenden Jahre setzt Iberdrola den Ausbau der Netze fort. Die regulierte Vermögensbasis soll bis 2030 weltweit auf mehr als 90 Milliarden Euro steigen. Zusätzlich plant der Konzern von 2025 bis 2030 einen Ausbau der Stromerzeugungskapazität um 15 Gigawatt.

Aktie liegt über Xetra-Basis

Der Realtime-Kurs der Iberdrola-Aktie lag am Donnerstag, 5. November 2026, um 11:51 Uhr bei Lang & Schwarz bei 22,88 Euro, 0,66 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch, 4. November.

Für Anleger verschiebt die angehobene Prognose den Fokus auf die Umsetzung des Investitionsprogramms und die Entwicklung der regulierten Netzerträge. Das Management will das bereinigte Ergebnis auch über die nächsten fünf Jahre im Durchschnitt um 10 Prozent pro Jahr steigern. Die geplante Zwischenausschüttung von 0,275 Euro je Aktie entspricht laut Unternehmen einem Anstieg von 8,7 Prozent. Weitere Details zur mittelfristigen Strategie sollen beim Capital Markets Day im März 2027 folgen.

Iberdrola S.A.

  • ISIN: ES0144580Y14
  • Ticker: IBE1.DE
  • Lang & Schwarz: 22,88 Euro am 5. November 2026, 11:51 Uhr
  • Veränderung zur Xetra-Basis: 0,66 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss vom 4. November 2026
  • Xetra-Schluss: 22,73 Euro am 4. November 2026
  • Neunmonatsgewinn 2026: 5,8 Milliarden Euro berichtet, 5,1 Milliarden Euro bereinigt

Das Marktumfeld für spanische Aktien bleibt für die Einordnung der Iberdrola-Aktie relevant.

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