Hexagon, SE0015961909

Hexagon-Aktie: Waygate-Übernahme stärkt Prüfgeschäft

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 11:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Hexagon-Aktie bleibt nach dem Abschluss der Waygate-Übernahme im Anlegerfokus. Der Zukauf erweitert das Prüfgeschäft, erhöht aber zunächst den Integrationsdruck.

Waygate erweitert Hexagons Prüfgeschäft

  • Hexagon hat die Übernahme von Waygate Technologies von Baker Hughes abgeschlossen.
  • Waygate bringt zerstörungsfreie Prüfverfahren und rund 1.500 Beschäftigte an 25 Standorten ein.
  • Die Integration belastet die Margen zunächst, während Hexagon mittelfristig Synergien anstrebt.
Hexagon, SE0015961909, Illustration mit AI erstellt.

Hexagon hat am 2. November 2026 die Übernahme von Waygate Technologies von Baker Hughes abgeschlossen. Der schwedische Messtechnikkonzern erweitert damit seinen Geschäftsbereich Manufacturing Intelligence um Verfahren zur zerstörungsfreien Prüfung. Die Mitteilung veröffentlichte Hexagon am Tag des Vollzugs.

Waygate bringt neue Prüfverfahren

Waygate bietet industrielle Radiografie, Computertomografie, ferngesteuerte Sichtprüfung sowie Ultraschall- und Bildgebungslösungen an. Die Technologien ergänzen Hexagons Metrologie-Software, darunter Volume Graphics, und sollen ein durchgängiges Angebot für Prüfung und Qualität über den gesamten Produktlebenszyklus ermöglichen.

Das übernommene Geschäft beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 rund 1.500 Menschen an 25 Standorten und erzielte einen Umsatz von rund 630 Millionen US-Dollar. Waygate wird seit dem 1. November 2026 konsolidiert und innerhalb von Manufacturing Intelligence geführt.

Margen stehen zunächst unter Druck

Der Unternehmenswert der Transaktion beläuft sich auf rund 1,45 Milliarden US-Dollar auf bargeld- und schuldenfreier Basis. Hexagon finanziert die Barzahlung aus vorhandenen Barmitteln und bestehenden Kreditlinien. Einschließlich des Zukaufs sowie weiterer Akquisitionen steigt die Pro-forma-Verschuldung laut Unternehmen auf rund 1,4-mal Nettoschulden im Verhältnis zum EBITDA.

Auf Pro-forma-Basis für das Geschäftsjahr 2025 verwässert Waygate die Marge von Manufacturing Intelligence zunächst um rund 300 Basispunkte. Für den Konzern beziffert Hexagon die anfängliche Belastung auf rund 150 Basispunkte. Zugleich soll die EBITAC-Marge von Waygate mittelfristig in die Zielspanne von 21 bis 24 Prozent des Geschäftsbereichs steigen. Als Hebel nennt Hexagon sein Betriebsmodell, lokalisierte Fertigung, Cross-Selling und eine mögliche Optimierung des Portfolios.

Hexagon veranschlagt die Transaktions-, Carve-out- und Integrationskosten auf rund 50 Millionen Euro. Vorstandschef Anders Svensson bezeichnete den Vollzug als Beginn eines neuen Kapitels für Manufacturing Intelligence und verwies auf Waygates Prüfkompetenz sowie die Kundenbeziehungen. Für Anleger entsteht damit ein größerer Zugang zum Markt für Wartung, Reparatur und Betrieb; kurzfristig bleibt jedoch entscheidend, wie schnell die Integration die Margenbelastung zurückführt.

Aktie bleibt am Integrationsfortschritt orientiert

Der Realtime-Kurs der Hexagon-Aktie lag am Donnerstag, 5. November 2026, um 11:13 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 10,18 Euro. Für die Aktie rücken damit neben dem Ausbau des Prüfgeschäfts die Integrationskosten, die Margenerholung bei Waygate und die Entwicklung der Verschuldung in den Vordergrund.

Hexagon AB im Überblick

  • Unternehmen: Hexagon AB
  • ISIN: SE0015961909
  • Handelsplatz: Lang & Schwarz
  • Kurs: 10,18 Euro am 5. November 2026 um 11:13 Uhr Berliner Zeit
  • Transaktion: Übernahme von Waygate Technologies für rund 1,45 Milliarden US-Dollar Unternehmenswert

Das schwedische Marktumfeld wird am OMXS30 beobachtet: Aktuelle Marktberichte.

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