Hexagon, SE0015961909

Hexagon-Aktie: Waygate-Übernahme belastet zunächst die Marge

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 11:43 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Hexagon-Aktie steht nach dem Abschluss der Waygate-Übernahme im Fokus. Der Zukauf erweitert das Prüfgeschäft, drückt aber zunächst auf die Marge.

Waygate erweitert das Prüfgeschäft

  • Hexagon hat die Übernahme des Prüfkonzerns Waygate Technologies von Baker Hughes abgeschlossen.
  • Der Zukauf stärkt das Angebot für zerstörungsfreie Prüfungen und verbindet Computertomografie mit Software und Messtechnik.
  • Hexagon will die Profitabilität von Waygate durch das eigene Betriebsmodell, lokalisierte Fertigung und Cross-Selling verbessern.
Hexagon, SE0015961909, Illustration mit AI erstellt.

Hexagon hat am 2. November 2026 die Übernahme von Waygate Technologies von Baker Hughes abgeschlossen. Das teilte der schwedische Messtechnik-Konzern in einer Mitteilung von Hexagon mit. Waygate ist auf zerstörungsfreie Prüfungen mit industrieller Radiografie, Computertomografie, Fernsichtprüfung sowie Ultraschall- und Bildgebungslösungen spezialisiert.

Prüfgeschäft wird deutlich breiter

Waygate beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter an 25 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 630 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen wird seit dem 1. November 2026 in Hexagons Geschäftsbereich Manufacturing Intelligence konsolidiert.

Mit dem Zukauf verbindet Hexagon Waygates Computertomografie mit der Software von Volume Graphics und dem eigenen Messtechnik-Portfolio. Dadurch entsteht ein breiteres Angebot für die Qualitätskontrolle über den gesamten Produktlebenszyklus. Zugleich erhält Hexagon Zugang zum Markt für Wartung, Reparatur und Betrieb industrieller Anlagen.

Integration drückt zunächst auf Margen

Auf Pro-forma-Basis für das Geschäftsjahr 2025 würde Waygate die Marge von Manufacturing Intelligence zunächst um etwa 300 Basispunkte und die Konzernmarge um etwa 150 Basispunkte verwässern. Hexagon sieht die Belastung als Integrationsaufgabe und zielt darauf, Waygates Marge in die Zielspanne von 21 bis 24 Prozent EBITAC zu führen.

Als Hebel nennt das Management das Hexagon-Betriebsmodell, lokalisierte Fertigung, Cross-Selling und eine mögliche Optimierung des Portfolios. Vorstandschef Anders Svensson bezeichnete den Abschluss als Beginn eines neuen Kapitels für Manufacturing Intelligence und verwies auf Waygates Prüftechnik und Kundenbeziehungen.

Finanzierung erhöht den Integrationsfokus

Der Unternehmenswert der Transaktion beträgt rund 1,45 Milliarden US-Dollar auf einer schulden- und bargeldfreien Basis. Hexagon finanziert die Barzahlung aus vorhandenen Mitteln und bestehenden Kreditlinien. Einschließlich des Zukaufs sowie weiterer Transaktionen erwartet der Konzern eine Pro-forma-Verschuldung von rund 1,4-mal Nettoschulden zum EBITDA. Die Kosten für Transaktion, Carve-out und Integration schätzt Hexagon auf rund 50 Millionen Euro.

Der Realtime-Kurs der Hexagon-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 11:36 Uhr bei Lang & Schwarz bei 10,02 Euro.

Hexagon AB

  • Unternehmen: Hexagon AB
  • ISIN: SE0015961909
  • Ticker: HEXA B
  • Heimatbörse: Nasdaq Stockholm
  • Kurs bei Lang & Schwarz: 10,02 Euro am 4. November 2026 um 11:36 Uhr
  • Sektor: Messtechnik und Industrietechnologie

Das Marktumfeld für schwedische Aktien verfolgen Anleger am OMXS30 sowie in den aktuellen Marktberichten.

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