Hermès International, FR0000052292

Hermès International-Aktie: China bremst, Lederwaren wachsen weiter

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 10:09 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Hermès International-Aktie bleibt vom schwachen China-Geschäft belastet. Das Lederwarengeschäft wächst zweistellig und stützt den Luxuskonzern.

Hermès wächst trotz China-Schwäche

  • Der Umsatz stieg im dritten Quartal bei konstanten Wechselkursen um 4,3 Prozent auf 4,10 Milliarden Euro.
  • Lederwaren und Sattlerei legten um 10,8 Prozent zu, während Konfektion und Accessoires um 2 Prozent nachgaben.
  • Das Management hält am mittelfristigen Wachstumsziel fest und sieht langfristig Potenzial in China.
Hermès International, FR0000052292, Illustration mit AI erstellt.

Der französische Luxusgüterkonzern Hermès hat im dritten Quartal 2026 an Dynamik verloren. Wie Yahoo Finance am 22. Oktober berichtete, stieg der Umsatz bei konstanten Wechselkursen um 4,3 Prozent auf 4,10 Milliarden Euro. Das blieb hinter den Analystenerwartungen von rund 5,2 Prozent zurück.

Der Realtime-Kurs der Hermès International-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 10:04 Uhr bei Lang & Schwarz bei 1.281,00 Euro.

Lederwaren bleiben der Wachstumsmotor

Die wichtigste Stütze des Geschäfts bleibt die Sparte Lederwaren und Sattlerei. Ihr Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal um 10,8 Prozent. Hermès verkauft nach Unternehmensangaben weiterhin sämtliche produzierten Lederwaren. Die Nachfrage nach den begehrten Birkin- und Kelly-Taschen bleibt damit deutlich robuster als in vielen anderen Produktgruppen.

Die Schwäche konzentriert sich auf stärker vom Kundenverkehr abhängige Kategorien. Der Umsatz mit Konfektion und Accessoires sank um 2 Prozent und verzeichnete damit den ersten Rückgang seit mehreren Jahren. Das Uhrengeschäft gab um 6 Prozent nach, während Seide und Textilien nur leicht zulegten.

China bremst die breitere Erholung

In Asien ohne Japan stagnierte das Geschäft bei konstanten Wechselkursen. Die Region steht für rund 40 Prozent des Konzernumsatzes und umfasst Greater China. Das Management bezeichnete den chinesischen Markt als sehr schwierig. Weniger Kundenbesuche belasteten vor allem Mode, Schuhe, Uhren und weitere Produkte mit höherer Abhängigkeit von der allgemeinen Konsumstimmung.

Außerhalb Chinas entwickelte sich das Geschäft widerstandsfähiger. Europa ohne Frankreich wuchs im dritten Quartal um rund 9,5 Prozent, die Region Amerika um rund 8,8 Prozent. Japan setzte seine Expansion ebenfalls fort. Für die ersten neun Monate des Jahres meldete Hermès einen Umsatzanstieg von 6 Prozent bei konstanten Wechselkursen auf 12,3 Milliarden Euro.

Ausblick bleibt mittelfristig unverändert

Hermès hält trotz der regionalen Abschwächung am mittelfristigen Ziel eines weiteren Umsatzwachstums bei konstanten Wechselkursen fest. Die Investoren dürften besonders beobachten, ob sich der Kundenverkehr in China stabilisiert und ob die schwächeren Produktgruppen wieder anziehen.

Der Ausbau der Lederwarenproduktion bleibt ein zentraler Bestandteil der Strategie. Hermès erhöhte die Kapazität 2026 um 6 Prozent und will in Frankreich weitere Werkstätten eröffnen. Für die Aktie entsteht daraus ein Spannungsfeld: Die Knappheit der wichtigsten Produkte schützt die Margen, zugleich kann eine dauerhaft breitere Konsumschwäche die hohe Bewertung stärker unter Druck setzen.

Am deutschen Aktienmarkt ordnet sich die Notierung in das Umfeld des DAX ein.

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Hermès International im Überblick

  • Unternehmen: Hermès International
  • ISIN: FR0000052292
  • Ticker: HMI.DE
  • Handelsplatz: Lang & Schwarz
  • Kurs: 1.281,00 Euro am 2. November 2026 um 10:04 Uhr Berliner Zeit
  • Sektor: Luxusgüter
Disclaimer...
de | FR0000052292 | HERMèS INTERNATIONAL | boerse | 70444393 |