Hannover Rück sieht profitable Wachstumsmöglichkeiten in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 07:30 Uhr | dgap, AD HOC NEWS| Hannover Rück SE / Schlagwort(e): Sonstiges 07.09.2026 / 07:30 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Hochwertiger und verlässlicher Rückversicherungsschutz bleibt gefragt Zunehmend anspruchsvolles Marktumfeld in der Schaden-Rückversicherung Leicht rückläufige Preise bei nach wie vor guter Qualität des Geschäfts Konditionen und Selbstbehalte weiterhin auf gutem Niveau Selektives Wachstum bleibt bei risikoadäquaten Preisen möglich Monte Carlo, 7. September 2026: Die Hannover Rück sieht für die Erneuerungsrunde in der Schaden-Rückversicherung zum 1. Januar 2027 weiter attraktive Geschäftsmöglichkeiten und rechnet angesichts eines zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfelds mit leicht rückläufigen Preisen und überwiegend stabilen Konditionen. „Steigende Unsicherheiten bei gleichzeitig zunehmendem Wettbewerb machen die Rückversicherung anspruchsvoller. Geopolitische Spannungen, Inflation, digitale Bedrohungen und klimabedingte Risiken erschweren die Einschätzung langfristiger Schadenkosten und damit die risikogerechte Preisfindung“, sagte Clemens Jungsthöfel, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. „Mit fundierter Risikobewertung, Kapitalstärke, einem schlanken Geschäftsmodell sowie konsequenter Zeichnungsdisziplin schaffen wir die Grundlage für profitables Wachstum über Marktzyklen hinweg – für unsere Kunden und für die Hannover Rück.“ Aktuelle Lage auf den globalen Schaden-Rückversicherungsmärkten Hochwertiger und verlässlicher Rückversicherungsschutz bleibt weiterhin sehr gefragt, während sich das Angebot an Kapazitäten aufgrund der guten Kapitalausstattung des Rückversicherungsmarktes erhöht. In den unterjährigen Vertragserneuerungen zeigten sich die Preise insgesamt rückläufig bei weiterhin guten Konditionen. Das deutliche Prämienwachstum der Hannover Rück zeigt gleichzeitig, dass sich für gut positionierte Rückversicherer nach wie vor attraktive Wachstumschancen bieten. Der Beobachtung der Hannover Rück nach zeigen sich die Schaden-Rückversicherungsmärkte weiter differenziert: Während bei Naturkatastrophendeckungen und bei schadenfreiem Geschäft verstärkter Wettbewerbsdruck zu beobachten war, bewegten sich die Preise in anderen Segmenten weiterhin auf einem stabilen Niveau. Auch die Konditionen blieben überwiegend auf einem guten Niveau und zeigten nur in einzelnen Beispielen eine Abschwächung. Langfristige Risikotreiber wie Erdbeben, Klimawandel, Inflation und die Konzentration von Vermögenswerten in exponierten Regionen bleiben unverändert bestehen. Gleichzeitig fiel die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen im bisherigen Jahresverlauf insgesamt moderat aus. Zudem gewinnen wetterbedingte Naturgefahren wie Überschwemmungen, Dürren, Hagel, Waldbrände und schwere Gewitter als Schadenursachen zunehmend an Bedeutung. Sie führen langfristig zu höheren potenziellen Schadenbelastungen und einer wachsenden Nachfrage nach Rückversicherungsschutz. Die Belastung durch von Menschen verursachte Schäden lag etwas höher als in den Vorjahren, insbesondere aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten im Zusammenhang mit dem Irankrieg. Ausblick auf die Erneuerungen zum 1. Januar 2027 Die Hannover Rück erwartet für die Vertragserneuerungen zum 1. Januar 2027 insgesamt risikoadäquate Preise in ihrem Schaden-Rückversicherungsgeschäft. Neben leicht sinkenden Preisen dürften überwiegend stabile Konditionen zu beobachten sein. Die Hannover Rück plant für die Erneuerungsrunde mindestens stabile Rückversicherungskapazitäten zur Verfügung zu stellen, sofern auskömmliche Preise erzielbar sind. „Wir wachsen dort, wo Preise und Risiken im Einklang stehen, und verzichten auf Geschäft, das unsere Profitabilitätsanforderungen nicht erfüllt. Wachstumschancen erwarten wir in Regionen mit steigender Versicherungsdurchdringung und Wirtschaftswachstum und in Märkten, in denen wir selektiv Anteile ausbauen“, sagte Sven Althoff, Vorstandsmitglied für die Schaden-Rückversicherung der Hannover Rück. „Dank unserer geringen Kostenquote, unseres klaren Rückversicherungsfokus und unserer langfristigen Kundenbeziehungen können wir diese profitablen Wachstumschancen gezielt nutzen und zugleich unsere Ertragskraft nachhaltig sichern.“ Die Nachfrage nach hochwertigem und verlässlichem Rückversicherungsschutz bleibt vor allem in dynamischen Geschäftsfeldern wie Cyberdeckungen, strukturierter Rückversicherung und bei Naturkatastrophendeckungen hoch. Zusätzliche Impulse kommen durch regulatorische Veränderungen, technologische Entwicklungen, veränderte Risikolandschaft aus Naturgefahren und regional wachsende Wirtschaftsaktivitäten insbesondere in Schwellenländern. Entwicklungstrends in den regionalen Märkten In Europa entwickelten sich die Preise und Konditionen aus Sicht der Hannover Rück weitgehend stabil. Die Hannover Rück konnte ihren Marktanteil weiter ausbauen und profitierte von der anhaltend hohen Nachfrage nach hochwertigem und verlässlichem Rückversicherungsschutz. Aufgrund des bisher schadenarmen Jahresverlaufs und der weiterhin guten Kapitalausstattung der Erst- und Rückversicherungsbranche ist gerade bei schadenfreien Programmen mit weiteren Preisnachlässen zu rechnen. Höhere Inflationserwartungen und eine weitere Zunahme von Frequenzschäden begrenzen jedoch den Preisdruck. Dazu tragen die diesjährigen Hitzewellen sowie damit verbundenen Waldbrand- und Unwetterereignisse in Teilen Europas bei. Zugleich sind Rückversicherungsdeckungen aufgrund der zunehmenden Exponierung gegenüber Naturgefahren sowie die Folgen von Hitzewellen und anderen Extremwetterereignissen nachgefragt. In Deutschland war der Versicherungsmarkt im vergangenen Jahr insgesamt profitabel. Speziell die Kraftfahrtversicherung hat sich nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen zuletzt stabilisiert. Zu den wesentlichen Herausforderungen für das Kraftfahrtgeschäft zählen unverändert die Entwicklung der Kaskoschäden, insbesondere infolge von Hagelereignissen, sowie die weiterhin erhöhte Schadeninflation. In der Industrieversicherung sind Aufweichungstendenzen zu erkennen. Für das kommende Jahr ist weiterer Druck auf die Preise zu erwarten, sofern außergewöhnliche Schadenereignisse ausbleiben. Für die Hannover Rück stehen deshalb risikoadäquate Preise und eine nachhaltige Geschäftsentwicklung im Vordergrund der nächsten Erneuerungen. In Frankreich beschränkten sich Naturkatastrophen weitgehend auf die jüngsten Waldbrände und Stürme zu Beginn des Jahres. Im Erstversicherungsmarkt zeigte sich ein zunehmender Preisdruck infolge höherer Kapazitäten und intensiveren Wettbewerbs. Die anziehende Schadeninflation wirkte dieser Entwicklung jedoch entgegen. In Großbritannien beobachtete die Hannover Rück Preisreduktionen infolge eines intensiven Wettbewerbs und überschüssiger Kapazitäten, welche insbesondere in der Sach- und Kraftfahrt-Rückversicherung deutlich waren. Während sich die Preise in den Haftpflichtsparten zumeist noch stabil zeigten, ist für die Erneuerungsrunden im kommenden Jahr mit weiterem Preisdruck bei stabilen Konditionen zu rechnen. Dadurch dürfte die Differenzierung nach Kunden- und Portfolioqualität weiter zunehmen. In Zentral-, Ost- und Südosteuropa verlief das Jahr insgesamt schadenarm. Zu bedeutenderen Einzelschäden kam es bei Raffinerien und Industriebetrieben. In der gesamten Region, einschließlich der Türkei, haben sich die Rückversicherungspreise in den meisten Sparten auf einem risikoadäquaten Niveau stabilisiert. Gleichzeitig machen sich die Auswirkungen des Klimawandels zunehmend bemerkbar: Hitzewellen, Hagelstürme, Starkregenereignisse und Tornados führen vermehrt zu Schäden. Die Hannover Rück steht ihren Kunden in der Region dabei als verlässlicher und leistungsfähiger Partner zur Seite. Die Preisentwicklung bei den kommenden Erneuerungen wird aus Sicht der Hannover Rück maßgeblich von der Schadenentwicklung im zweiten Halbjahr 2026 und den anhaltenden Inflationserwartungen beeinflusst. In den nordeuropäischen Ländern bleibt die Nachfrage nach Rückversicherungsdeckungen hoch. In schadenfreien Segmenten ist jedoch ein zunehmender Wettbewerbsdruck mit entsprechenden Preisnachlässen zu beobachten. Während größere Schadenereignisse bislang ausgeblieben sind, war die Region im laufenden Jahr von mehreren kleinen und mittelgroßen Naturkatastrophen betroffen. Für die bevorstehenden Erneuerungen erwartet die Hannover Rück insgesamt weiterhin angemessene Marktbedingungen und stabile Konditionen. Im Nahen Osten bleiben die langfristigen Aussichten aufgrund vergleichbar niedriger Versicherungsdurchdringung und anhaltendem Wirtschaftswachstum trotz geopolitischer Unsicherheiten positiv. Die erhöhte Rückversicherungskapazität macht sich bei schadenfreien Programmen in den Preisverhandlungen bemerkbar. In Nordamerika konnte der Markt für Sachgeschäft ein noch auskömmliches Niveau halten, obwohl deutliche Anzeichen von Ratenreduzierungen sichtbar werden. Bei schadenfreien Programmen beobachtet die Hannover Rück eine zunehmende Bereitschaft zu Preisanpassungen. Zwar spricht ein El-Niño-Jahr grundsätzlich für eine geringere Hurrikanaktivität, die ungewöhnlich warmen Meeresoberflächen können diesen Effekt jedoch abschwächen. Insgesamt steht ausreichend Rückversicherungskapazität zur Verfügung, um die wachsende Nachfrage nach Versicherungsschutz zu decken. Steigende Versicherungswerte, insbesondere bei Infrastruktur und Datenzentren, erschweren Erstversicherern jedoch die Bereitstellung der erforderlichen Kapazitäten. Auch die soziale Inflation bleibt herausfordernd. Sie führt zu steigenden Schadenkosten durch vermehrte Rechtsstreitigkeiten, höhere Entschädigungssummen und erweiterte Haftungsdefinitionen. Aus Sicht der Hannover Rück sind daher risikoadjustiert mindestens stabile Preis- und Konditionsanpassungen im Haftpflichtsegment sowohl bei Erst- als auch Rückversicherern notwendig. In der Region Asien-Pazifik hat die Hannover Rück ihre starke Marktposition in einem wettbewerbsintensiven Umfeld behauptet. Für 2027 rechnet die Hannover Rück mit insgesamt stabilen bis leicht rückläufigen Rückversicherungspreisen. Naturkatastrophen in der Region unterstreichen weiterhin den Bedarf an hochwertigem und verlässlichem Rückversicherungsschutz. Mit ihrem Fokus auf ganzheitliche Kundenbeziehungen und maßgeschneiderte Lösungen sieht sich die Hannover Rück gut positioniert, um ihr Geschäft in dieser vielfältigen Region gezielt auszubauen. In Japan, Korea und Südostasien bleibt das Kapitalangebot und der Wettbewerb hoch bei moderaten Ratenrückgängen. Die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz bleibt insgesamt stabil. Gleichzeitig bieten sich bei maßgeschneiderten Rückversicherungslösungen selektive Wachstumschancen. In Indien war der Rückversicherungsmarkt 2026 von hoher Kapazität und teilweise deutlichen Ratenreduzierungen geprägt. Dank eines starken Kundenfokus und eines agilen sowie disziplinierten Underwritings konnte die Hannover Rück dennoch ihre Marktposition nachhaltig stärken. In China wächst der Erst- und Rückversicherungsmarkt moderat im Einklang mit dem Wirtschaftswachstum. Neue Technologien sowie die Energiewende schaffen dabei zusätzliche Versicherungs- und Rückversicherungsbedarfe. Dem gegenüber steht auch eine Zunahme der verfügbaren Kapazitäten am Markt, die speziell bei Naturkatastrophendeckungen zu weiterem Preisdruck führen. Dank starker Kundenbeziehungen und lokaler Expertise sieht sich die Hannover Rück für die kommenden Erneuerungen trotz zunehmendem Wettbewerb gut aufgestellt. In Australien und Neuseeland behauptete die Hannover Rück ihre Marktposition und baute die Zusammenarbeit mit Kernkunden im Rückversicherungsgeschäft aus. Die Nachfrage nach Rückversicherung wächst im Einklang mit dem Markt. Lateinamerika wurde im laufenden Jahr erneut von schweren Naturereignissen getroffen, darunter Waldbrände in Chile, ein Vulkanausbruch in Guatemala sowie zwei schwere Erdbeben in Venezuela und Kolumbien. Während die Auswirkungen der Waldbrände und des Vulkanausbruchs begrenzt blieben, forderten beide Erdbeben zahlreiche Todesopfer und verursachten erhebliche Sachschäden. Die Ereignisse verdeutlichen die Bedeutung eines leistungsfähigen Erst- und Rückversicherungsschutzes und zeigen zugleich, dass in vielen Teilen der Region eine erhebliche Lücke zwischen volkswirtschaftlichen und versicherten Schäden besteht. In den betroffenen Märkten rechnet die Hannover Rück mit einer steigenden Nachfrage nach Rückversicherungsschutz. Ungeachtet der jüngsten Schadenereignisse bleibt Lateinamerika ein attraktiver Markt mit langfristigen Wachstumsperspektiven. Entwicklungstrends in den globalen Märkten und im Spezialgeschäft Bei Naturkatastrophendeckungen erwartet die Hannover Rück langfristig ein kontinuierliches Wachstum der Nachfrage nach Rückversicherungslösungen. Wesentliche Faktoren sind dabei der Klimawandel, eine steigende Wertekonzentration in naturgefahrenexponierten Regionen und die Inflation. Zusätzlich besteht nach wie vor eine erhebliche Lücke zwischen volkswirtschaftlichen und versicherten Schäden. Die Preise liegen zwar unter den Höchstständen der Jahre 2023 und 2024, bewegen sich aber weiterhin auf einem technisch angemessenen Niveau. Für die kommenden Erneuerungen rechnet die Hannover Rück mit moderaten Preisbewegungen, die vor allem von der Schadenentwicklung und den regionalen Marktgegebenheiten abhängen. Angesichts der hohen Volatilität des Naturkatastrophengeschäfts bleiben risikoadäquate Preise und Konditionen entscheidend. Die Hannover Rück sieht in diesem Umfeld attraktive Geschäftsmöglichkeiten und ist bereit, zusätzliche Kapazitäten bereit zu stellen. In Nordamerika hat sich das Preisniveau in den vergangenen Erneuerungen abgeschwächt, bleibt jedoch technisch angemessen. Der weitere Marktverlauf wird maßgeblich von der Schadenaktivität bestimmt werden, insbesondere bei den wetterbedingten Naturgefahren wie schweren Gewittern, Tornado-, Hagel- und Starkregenereignissen. In Europa erwartet die Hannover Rück nach den deutlichen Anpassungen zum 1. Januar eine Normalisierung und Stabilisierung der Preisentwicklung, sofern größere Schadenereignisse ausbleiben. Bei Selbstbehalten und Deckungsumfängen ist mit überwiegend stabilen Bedingungen zu rechnen. In der Region Asien-Pazifik blieben die Schäden insgesamt unterhalb der langfristigen Erwartung, was insbesondere in Japan, Australien und Neuseeland zu stärkeren Preisnachlässen führte. Aufgrund der bereits erfolgten Preiskorrekturen sieht die Hannover Rück nunmehr die Notwendigkeit einer Stabilisierung des Preisniveaus. Der Bereich Transport und Meerestechnik ist durch erhöhte Schadenbelastungen und anhaltende geopolitische Unsicherheiten geprägt. Insbesondere die deutlich über den ursprünglichen Erwartungen liegenden Zahlungen im Zusammenhang mit dem Einsturz der Francis Scott Key Bridge in Baltimore sowie die Auswirkungen regionaler Konflikte belasten die Ergebnisse vieler Marktteilnehmer. Die Entwicklungen im Nahen Osten und die damit verbundenen Risiken für internationale Handels- und Transportwege unterstreichen die weiterhin hohe Bedeutung geopolitischer Risiken für die globale Transport- und Energiewirtschaft. Gleichzeitig zeigt sich der Erst- und Rückversicherungsmarkt weiterhin ausgesprochen wettbewerbsintensiv. Die hohe Verfügbarkeit von Kapazitäten führte auch im laufenden Jahr vielfach zu Preisnachlässen, was die Hannover Rück zu einem weiterhin selektiven Zeichnungsansatz in diesem Segment veranlasste. Für die Erneuerungen zum 1. Januar 2027 ist mit einer stärkeren Differenzierung zwischen schadenfreien und schadenbelasteten Programmen zu rechnen. Zudem werden auch der Qualität des zugrunde liegenden Geschäfts, der individuellen Schadenentwicklung sowie der jeweiligen Geschäftsbeziehung eine bedeutende Rolle bei der Preisgestaltung zukommen. Im Bereich Luft- und Raumfahrt zeigen sich in der Erstversicherung vor allem im Airline-Segment positive Ratentendenzen, die über einen längeren Zeitraum auch in der Rückversicherung ankommen sollten. Im Segment General Aviation befindet sich der Markt unverändert auf einem auskömmlichen Niveau, mit stärkerem Preiswettbewerb außerhalb der USA. Der Bereich Produkthaftpflicht zeigt sich weitgehend stabil. Der Raumfahrtmarkt hat sich nach den erhöhten Schadenlasten der Jahre 2023 und 2024 erholt, bleibt aber aufgrund geringer Marktprämien, hoher Volatilität und begrenzter Startvolumina strukturell anspruchsvoll. In der Luftfahrt-Rückversicherung bleiben die Bedingungen insgesamt stabil mit leichter Abwärtstendenz und stärkerer Differenzierung nach Segment und Kundenqualität: Proportionale Deckungen zeigen sich weitgehend unverändert. Im nicht-proportionalen Geschäft sind moderate Preisaufweichungen erkennbar, während Konditionen weitgehend stabil bleiben. Aktuelle Großschäden, geopolitische Unsicherheiten und die komplexe Abwicklung der Leasingschäden in Russland im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine begrenzen derzeit eine breitere Marktaufweichung. Die Hannover Rück erwartet, dass sich dieser Trend bis zu den kommenden Erneuerungen einschließlich des 1. Januar 2027 fortsetzt. Im Geschäftsfeld Insurance-Linked Securities (ILS) hat die Hannover Rück für ihre Kunden erneut mehrere Katastrophenanleihen an den Kapitalmarkt transferiert. Nach zwölf Transaktionen im Jahr 2025 mit einem Gesamtvolumen von 3,4 Mrd. USD wurden 2026 bislang bereits acht Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Mrd. USD erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden Deckungen gegen Schäden aus Naturkatastrophen abgesichert. Das Volumen im Collateralised Fronting für ILS-Investoren blieb im Berichtsjahr stabil auf hohem Niveau und ist damit unverändert das größte Geschäftssegment im ILS-Bereich der Hannover Rück. Ende 2025 hat die Hannover Rück das bestehende Angebot an ILS-Lösungen mit der Gründung einer Underwriting-Agentur auf Bermuda weiter ausgebaut. Die Hannover Re Capital Partners (HCP) hat im Jahr 2026 bereits mit ersten Drittkapitalmandaten zusätzliches nicht-proportionales Naturkatastrophengeschäft gezeichnet. Damit ist HCP in einem Geschäftsfeld mit attraktiven Wachstumsperspektiven gut positioniert und bietet dabei mit der langjährigen Expertise der Hannover Rück und einem weltweiten Kundennetzwerk zusätzlichen Mehrwert für Versicherungskunden und Investoren. Im Bereich Strukturierte Rückversicherung bleibt die Nachfrage auf hohem Niveau, allerdings nimmt der Wettbewerb zunehmend zu. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung, ihrer sehr tiefen Marktdurchdringung sowie ihrer langfristigen Kundenbeziehungen sieht sich die Hannover Rück gut für die Zukunft in diesem Geschäftsbereich positioniert. Strukturierte Rückversicherungslösungen bleiben ein wichtiges Instrument zur Steuerung der Solvenzanforderungen und zur Verringerung der Ertragsvolatilität auf Kundenseite. Die Hannover Rück ist einer der weltweit führenden Rückversicherer. Sie betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit rund 4.000 Mitarbeitenden weltweit präsent. Das Schaden-Rückversicherungsgeschäft in Deutschland wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Gegründet 1966, wird die Hannover Rück als verlässlicher Partner für innovative Risikolösungen, ausgeprägte Kundennähe und finanzielle Solidität wahrgenommen. Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt: Standard & Poor’s AA- „Very Strong" und A.M. Best A+ „Superior". 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