GSK, GB00BN7SWP63

GSK-Aktie: Specialty Medicines treiben Wachstum im dritten Quartal

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 12:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die GSK-Aktie bleibt nach den Quartalszahlen im Anlegerfokus. Specialty Medicines wachsen stark, während Impfstoffe nachgeben.

Wachstum und Ausblick bei GSK

  • Specialty Medicines steigerten den Quartalsumsatz um 15 Prozent.
  • Das Impfstoffgeschäft gab wegen schwächerer Shingrix- und Arexvy-Erlöse nach.
  • GSK bestätigte die Wachstumsziele für Umsatz, operatives Kernergebnis und Core EPS.
GSK, GB00BN7SWP63, Illustration mit AI erstellt.

GSK hat im dritten Quartal 2026 das Wachstum mit Spezialmedikamenten beschleunigt. Wie der Pharmakonzern am 28. Oktober 2026 mitteilte, stieg der Umsatz auf konstanter Wechselkursbasis um 5 Prozent auf 8,887 Milliarden britische Pfund. Die veröffentlichten Quartalszahlen zeigen zugleich eine gegenläufige Entwicklung bei den Impfstoffen.

Der Realtime-Kurs der GSK-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 12:12 Uhr bei Lang & Schwarz bei 21,95 Euro.

Spezialmedikamente tragen das Wachstum

Die Specialty Medicines erzielten 3,9 Milliarden britische Pfund und legten damit um 15 Prozent zu. HIV-Medikamente kamen auf 2,1 Milliarden Pfund, ein Plus von 10 Prozent. Das Geschäft mit Atemwegs-, Immunologie- und Entzündungspräparaten wuchs um 21 Prozent auf 1,1 Milliarden Pfund. In der Onkologie stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 0,6 Milliarden Pfund.

Das Impfstoffgeschäft entwickelte sich schwächer. Die Erlöse sanken um 2 Prozent auf 2,6 Milliarden Pfund. Shingrix gab um 5 Prozent auf 0,8 Milliarden Pfund nach, während Arexvy um 24 Prozent auf 0,2 Milliarden Pfund fiel. Die Meningitis-Impfstoffe legten dagegen um 12 Prozent auf 0,6 Milliarden Pfund zu. General Medicines blieb mit 2,4 Milliarden Pfund stabil; Trelegy wuchs um 8 Prozent auf 0,8 Milliarden Pfund.

Belastungen drücken das berichtete Ergebnis

Beim berichteten Ergebnis hinterließen Restrukturierungsaufwendungen von 328 Millionen Pfund im Programm Accelerate Growth deutliche Spuren. Das gesamte operative Ergebnis sank um 16 Prozent, der berichtete Gewinn je Aktie um 21 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis stieg hingegen um 5 Prozent auf 3,076 Milliarden Pfund, während das bereinigte Ergebnis je Aktie um 1 Prozent auf 54,6 Pence zunahm. GSK begründete die Entwicklung vor allem mit höheren Umsätzen, einem günstigeren Produkt- und Regionalmix sowie höheren Lizenzerträgen. Höhere Forschungs- und Entwicklungskosten, neue Produkte und gestiegene Finanzierungskosten wirkten belastend.

Ausblick für 2026 bleibt bestätigt

GSK bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Der Umsatz soll auf konstanter Wechselkursbasis um 3 bis 5 Prozent steigen, das bereinigte operative Ergebnis und das bereinigte Ergebnis je Aktie jeweils um 7 bis 9 Prozent. Für die Specialty Medicines erwartet der Konzern ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Bei Impfstoffen wird ein weitgehend stabiles Geschäft bis zu einem niedrigen einstelligen Wachstum erwartet.

Auch die Pipeline bleibt ein Schwerpunkt. GSK teilte mit, 2026 insgesamt 22 Phase-III-Studien starten zu wollen, davon waren zum Veröffentlichungszeitpunkt 18 begonnen. Zudem wurde eine Phase-III-Studie für einen mRNA-Influenza-Impfstoff gestartet. Das Management bekräftigte außerdem das langfristige Umsatzziel von mehr als 40 Milliarden Pfund im Jahr 2031.

GSK plc

  • ISIN: GB00BN7SWP63
  • WKN: A3DMB5
  • Quartalsumsatz: 8,887 Milliarden britische Pfund im dritten Quartal 2026
  • Realtime-Kurs: 21,95 Euro bei Lang & Schwarz am 6. November 2026 um 12:12 Uhr

Die Quartalsmitteilung von GSK liefert damit ein gemischtes Bild: Das Wachstum konzentriert sich auf Specialty Medicines, während Impfstoffe und Restrukturierungsaufwendungen das Gesamtbild belasten.

Das britische Marktumfeld lässt sich in den aktuellen Berichten zum FTSE 100 verfolgen.

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