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GNW-News: Neue Umfrage: Deutsche lehnen die vorgeschlagene Investitionspflicht für Streaming-Anbieter ab - 70 % befürchten, dass dies zu höheren Kosten für die Verbraucher führen könnte

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 11:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Fast acht von zehn Deutschen sind der Meinung, dass die Zuschauer - und nicht die Politik - darüber entscheiden sollte, was produziert wird; die Ablehnung der vorgeschlagenen Investitionsverpflichtungen ist doppelt so hoch wie die Zustimmung Die Umfrage zeigt eine hohe Zufriedenheit mit deutschen Inhalten auf internationalen Streaming-Diensten, während 70 % befürchten, dass neue Auflagen die Abonnementpreise in die Höhe treiben könnten BERLIN, Nov.
Fast acht von zehn Deutschen sind der Meinung, dass die Zuschauer - und nicht
die Politik - darüber entscheiden sollte, was produziert wird; die Ablehnung der
    vorgeschlagenen Investitionsverpflichtungen ist doppelt so hoch wie die
                                  Zustimmung
      Die Umfrage zeigt eine hohe Zufriedenheit mit deutschen Inhalten auf
internationalen Streaming-Diensten, während 70 % befürchten, dass neue Auflagen
                die Abonnementpreise in die Höhe treiben könnten
BERLIN, Nov. 03, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Deutsche Verbraucher bevorzugen
internationale Streamingdienste deutlich, sind mit dem Angebot an deutschen
Filmen und Fernsehsendungen auf internationalen Streamingdiensten zufrieden und
lehnen die von der Regierung vorgeschlagenen Investitionsverpflichtungen im
Verhältnis zwei zu eins ab. Dies geht aus einer neuen bundesweiten Umfrage
hervor, die von der deutschen Niederlassung von FGS Global im Auftrag der Motion
Picture Association (MPA) durchgeführt wurde.
Die Umfrage unter 1.000 deutschen Verbrauchern vom 13. bis 17. Oktober sendet
eine klare Botschaft an die politischen Entscheidungsträger, die derzeit über
neue Streaming-Vorschriften beraten: Die Deutschen legen Wert auf Auswahl, sind
mit den ihnen zur Verfügung stehenden Inhalten zufrieden, sind überwiegend der
Meinung, dass das Publikum - und nicht die Regierung - Produktionsentscheidungen
bestimmen sollte, und 70 % befürchten, dass der Vorschlag der Regierung zu
höheren Preisen für die Verbraucher führen könnte.
Die Ergebnisse widerlegen zwei zentrale Prämissen der vorgeschlagenen
Investitionsverpflichtungen: dass staatliche Eingriffe notwendig seien, um
ausreichend deutsche Inhalte zu gewährleisten, und dass die Verbraucher den
Vorschlag der Regierung unterstützen.
Fast zwei Drittel (63 %) der Deutschen stehen internationalen Streaming-Diensten
positiv gegenüber, während nur 9 % eine negative Einstellung haben.
Die Umfrage ergab zudem eine breite Zufriedenheit mit der Verfügbarkeit
deutscher Inhalte:
  * 58 % geben an, dass internationale Streaming-Dienste das richtige Maß an
    deutschen Inhalten anbieten, während nur 17 % der Meinung sind, dass es zu
    wenig davon gibt.
  * Im Verhältnis von mehr als vier zu eins sind die Verbraucher eher zufrieden
    als unzufrieden mit der Menge an deutschen Inhalten auf internationalen
    Streaming-Diensten (48 % gegenüber 11 %).
  * 75 % sind der Meinung, dass das Angebot an deutschen Inhalten in den letzten
    zehn Jahren zugenommen hat oder stabil geblieben ist.
Zudem sind 78 % der Deutschen der Meinung, dass die Nachfrage des Publikums
darüber entscheiden sollte, welche deutschen Filme und Fernsehsendungen
internationale Streamingdienste produzieren, während nur 15 % der Ansicht sind,
dass die Bundesregierung ein Mitspracherecht haben sollte.
Die Umfrage zeigt zudem erhebliche Skepsis gegenüber vorgeschlagenen
Investitionsverpflichtungen, die Streaming-Dienste dazu verpflichten würden,
einen festgelegten Anteil ihrer Einnahmen in bestimmte deutsche oder europäische
Produktionen zu investieren, einschließlich von der Regierung festgelegter
Teilquoten.
64% der Befragten war das Vorhaben für Zwangsinvestitionen unbekannt. Nachdem
sie von dem Vorschlag erfahren hatten, lehnten 40 % ihn ab, während nur 20 %
ihre Unterstützung bekundeten und 34 % neutral waren.
Die Verbraucher äußerten zudem deutliche Bedenken, dass der Regierungsvorschlag
zu Preissteigerungen führen, der Wirtschaft schaden, die Qualität der Inhalte
mindern und letztlich zu weniger statt zu mehr deutschen Produktionen führen
könnte:
  * 70 % befürchten, dass die Anforderungen zu höheren Preisen für Streaming-
    Abonnements führen könnten.
  * 59 % befürchten, dass Produktionen aus Deutschland abwandern könnten, was
    Arbeitsplätze und die Wirtschaft beeinträchtigen würde.
  * 59 % befürchten, dass die Qualität der Inhalte sinken könnte.
  * 56 % befürchten, dass höhere Produktionskosten dazu führen könnten, dass es
    weniger statt mehr deutsche Produktionen gibt.
?Diese Ergebnisse zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen den
Investitionsverpflichtungen, die derzeit von der Regierungskoalition in Betracht
gezogen werden, und dem, was deutsche Verbraucher tatsächlich wollen", sagte
Christian Sommer, Vertreter der MPA in Deutschland. ?Investitionsverpflichtungen
sind schlechte Politik, weil sie die Nachfrage der Verbraucher durch staatliche
Vorgaben ersetzen, unnötige Kosten verursachen, von denen die Verbraucher
verständlicherweise befürchten, dass sie zu höheren Preisen für sie führen, und
weil sie das Produktionsökosystem untergraben könnten, das sie eigentlich
unterstützen sollen. Die Stärkung der deutschen Film- und Fernsehproduktion ist
ein Ziel, das wir teilen. Deshalb sind wir der Meinung - und die deutschen
Verbraucher stimmen uns zu -, dass Deutschland sich darauf konzentrieren sollte,
Investitionen anzuziehen, kreative Freiheit zu fördern und die
Wettbewerbsfähigkeit zu stärken - und nicht starre Auflagen zu erlassen, die all
dies erschweren könnten. Die Politik sollte auf dem Erfolg des deutschen
Streaming-Marktes aufbauen, anstatt ihn durch Vorschriften zu gefährden, die die
Verbraucher weder wollen noch für notwendig halten."
Diese Erkenntnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland neue Regelungen
für internationale Streaming-Dienste und inländische Film- und
Fernsehinvestitionen erwägt. Derzeit laufen die Beratungen dazu in dem
zuständigen Ausschuss für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag.
Die MPA unterstützt politische Maßnahmen, die Deutschland zu einem attraktiven
Standort für Investitionen von machen, die Kreativwirtschaft stärken und die
Flexibilität bewahren, die es Streaming-Diensten ermöglicht, in Geschichten zu
investieren, die das Publikum sehen möchte.
Über die Umfrage
Die bundesweite Online-Umfrage wurde vom 13. bis 17. Oktober 2026 von FGS Global
unter 1.000 deutschen Verbrauchern durchgeführt, darunter 812 Abonnenten
internationaler Streaming-Dienste. Die Fehlermarge beträgt ±3,1 Prozentpunkte.
Über die MPA
Motion Picture Association (MPA) ein weltweiter Verband, der die Interessen von
internationalen Unternehmen aus den Bereichen Film, Fernsehen und Streaming
vertritt, die als Teil der Kultur- und Kreativbranche in Deutschland
investieren. Mitglieder der MPA sind Walt Disney Studios Motion Pictures,
Netflix, Paramount Pictures, Prime Video/Amazon MGM Studios, Sony Pictures
Entertainment Inc., Universal City Studios LLC, und Warner Bros. Entertainment,
die nicht nur deutschsprachige und internationale Inhalte in Deutschland über
alle Kanäle vertreiben und vermarkten, sondern auch internationale und
deutschsprachige Filme und Serien in Deutschland produzieren. Im Jahr 2024
feierte die MPA ihr 100-jähriges Bestehen.
MPA Pressekontakt:
Sabine Henssler
Sabine_Henssler@motionpictures.org
Eine PDF zu dieser Ankündigung ist verfügbar unter:
http://ml.globenewswire.com/Resource/Download/3de25ebc-c324-4b17-ad65-
75ffab634bb1
Link: https://www.mpa-emea.org/research-docs/german-language-fgs-one-pager-
factsheet/
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