GNW-News: CGTN: Vom Kartoffelzentrum zur Token-Stadt - wie eine Stadt im Norden Chinas den Wandel vorantreibt
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 20:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWSPEKING, Oct. 18, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Ulanqab in der Autonomen Region Innere Mongolei im Norden Chinas ist als Chinas ?Kartoffelhauptstadt" und ?Haferhauptstadt" bekannt. Heute nutzt die Stadt seine reichhaltigen Wind- und Solarressourcen, um den Ausbau der Rechenindustrie voranzutreiben und seine natürlichen Standortvorteile in neue Wachstumstreiber zu verwandeln. Seit China 2022 das nationale Projekt ?East Data, West Computing" ins Leben gerufen hat, treibt Ulanqab den Ausbau seiner Recheninfrastruktur beschleunigt voran. Ende 2025 stellte die Stadt eine dreijährige Entwicklungsstrategie vor, mit der sie sich zu einer ?Token-Stadt" entwickeln will, deren Rechenleistung auf grüner Energie basiert. Offiziellen Angaben zufolge hatte Ulanqab bis August 2026 insgesamt 109 Projekte für Rechenzentren unterzeichnet. Von Januar bis August erzielte die Branche einen Umsatz von 5,68 Milliarden Yuan (rund 849 Millionen US-Dollar). Das entspricht einem Plus von 40,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping besuchte Ulanqab am Freitag und forderte eine bessere Nutzung der reichhaltigen Wind- und Solarressourcen der Region, um den Sektor für grüne Rechenleistung weiter voranzubringen. Er betonte zudem die Notwendigkeit, qualitativ hochwertiges Wachstum mit einem hohen Umweltschutzniveau zu koordinieren und an einem Weg der grünen Entwicklung festzuhalten, bei dem der ökologische Schutz Priorität hat. Von traditionellen Wirtschaftszweigen zu grünem Computing Während seines Besuchs besichtigte Xi die Hightech-Entwicklungszone Chahar in Ulanqab. Dort informierte er sich über die Fortschritte der Inneren Mongolei beim Aufbau eines Knotenpunkts im Rahmen des Projekts ?East Data, West Computing". Er betonte, dass bereits fertiggestellte Projekte effizient betrieben und nachfolgende Bauvorhaben planmäßig abgeschlossen werden müssten. Zudem forderte er, die Vorgaben für eine effiziente, umweltfreundliche und sichere Entwicklung konsequent umzusetzen und den Ausbau der Branche für nachhaltiges Computing aktiv voranzutreiben. Das Projekt ?East Data, West Computing" zielt darauf ab, ein landesweit vernetztes und abgestimmtes Rechensystem aufzubauen. Dazu soll Rechenbedarf aus den östlichen Landesteilen in westliche Regionen gelenkt werden. So sollen Rechenzentren räumlich besser verteilt und die regionale Entwicklung gefördert werden. Die Innere Mongolei ist einer von acht nationalen Rechenzentren- Knotenpunkten, die im Rahmen der Initiative eingerichtet wurden. Rechenzentren sind auf eine zuverlässige Stromversorgung, leistungsfähige Hochgeschwindigkeitsnetze und effiziente Kühlsysteme angewiesen. John Gong, Wirtschaftsprofessor an der University of International Business and Economics, sagte gegenüber CGTN, Ulanqab nutze seine umfangreichen erneuerbaren Energiequellen effektiv, um Chinas KI-Entwicklung anzutreiben. Xis Besuch unterstreiche zudem seine Unterstützung für das Entwicklungsmodell der Stadt, das lokale Ressourcenvorteile gezielt für wirtschaftliches Wachstum und technologische Innovation einsetze. Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 4,3 Grad Celsius kann die Stadt fast zehn Monate im Jahr natürliche Kühlung nutzen, um den Energieverbrauch von Rechenzentren zu senken. Hinzu kommen reichlich vorhandene Wind- und Solarressourcen sowie vergleichsweise niedrige Infrastrukturkosten. Diese Standortvorteile haben dazu beigetragen, führende Unternehmen aus der Big- Data-Branche nach Ulanqab zu holen, die dort innerhalb weniger Jahre moderne Rechenzentren errichtet haben. Durch den Ausbau der Recheninfrastruktur in Städten wie Ulanqab nutzt China seine umfangreichen erneuerbaren Energiequellen, um einen umweltfreundlicheren Weg für die Computing-Branche zu ebnen. Der Schutz der Ökosysteme hat Vorrang Während China grüne Ressourcen für wirtschaftliches Wachstum und technologische Innovation erschließt, legt das Land zugleich großen Wert auf den Schutz der Ökosysteme. Am Freitag besuchte Xi das Naturschutzgebiet am Huangqihai-See. Dort informierte er sich über die lokalen Maßnahmen zum Schutz der Natur, besichtigte das Seeufer und die Wattflächen und beobachtete die in diesem Gebiet lebenden Vögel. Er betonte, dass Chinas Gesetz zum Schutz von Feuchtgebieten vollständig umgesetzt, ökologische Schutzgrenzen eingehalten und die biologische Vielfalt bewahrt werden müssten. Bei geschädigten Feuchtgebietsökosystemen solle die natürliche Regeneration Vorrang haben und bei Bedarf durch gezielte menschliche Eingriffe ergänzt werden. Die Wiederherstellung müsse wissenschaftlich fundiert und sachgerecht erfolgen. Der Huangqihai-See war einst ein abflussloser Binnensee, der aufgrund klimatischer und anderer Faktoren beinahe vollständig ausgetrocknet wäre. 1993 wurde zum Schutz und zur Wiederherstellung des Feuchtgebiets ein Naturschutzgebiet auf Kreisebene eingerichtet. 2003 erhielt es den Status eines Naturschutzgebiets auf Ebene der Autonomen Region. Nach jahrelangen Schutz- und Renaturierungsmaßnahmen haben sich der Wasserstand des Sees und die Vegetation in seiner Umgebung erholt. Heute bietet das Gebiet zahlreichen Tierarten wieder einen intakten Lebensraum. Von klimafreundlichem Computing bis zur Renaturierung von Feuchtgebieten zeigt Ulanqab, wie wirtschaftliche Entwicklung und der Schutz der Natur Hand in Hand gehen können. Indem die Stadt ihre natürlichen Standortvorteile als neue Wachstumstreiber nutzt und zugleich ihre Umwelt schützt, veranschaulicht sie, welchen Stellenwert eine grüne Entwicklung für Chinas Streben nach qualitativ hochwertigem Wachstum einnimmt. https://news.cgtn.com/news/2026-10-17/How-a-north-China-city-is-powering-AI- development-with-green-energy-1RjqYev7eFy/p.html CGTN Digital cgtn@cgtn.comÂ
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