Ferrari-Aktie: Jahresprognose nach Quartal erneut angehoben
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 12:23 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen und Prognose im Fokus
- Ferrari steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 7 Prozent auf 1,896 Milliarden Euro.
- Der Nettogewinn legte um 13 Prozent auf 431 Millionen Euro zu.
- Die Jahresprognose fuer Umsatz, bereinigtes EBITDA, Ergebnis je Aktie und freien Cashflow wurde erneut angehoben.
- Der Auftragsbestand reicht laut Unternehmenschef Benedetto Vigna bis 2028.
Ferrari hat am Dienstag, 3. November 2026, fuer das dritte Quartal und die ersten neun Monate bis Ende September steigende Erloese und Gewinne gemeldet. Zugleich hob der italienische Sportwagenhersteller seine Prognose fuer das Gesamtjahr erneut an. Die Ferrari-Mitteilung nennt einen hoeherwertigen Produktmix und eine staerkere Nachfrage nach Individualisierungen als wichtige Treiber.
Umsatz und Gewinn legen zu
Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 7 Prozent auf 1,896 Milliarden Euro. Bei konstanten Wechselkursen lag das Plus bei 10 Prozent. Der operative Gewinn EBIT erhoehte sich um 12 Prozent auf 563 Millionen Euro, die EBIT-Marge erreichte 29,7 Prozent.
Das bereinigte EBITDA legte ebenfalls um 12 Prozent auf 753 Millionen Euro zu. Die EBITDA-Marge betrug 39,7 Prozent. Der Nettogewinn stieg um 13 Prozent auf 431 Millionen Euro, der verwasserte Gewinn je Aktie auf 2,44 Euro nach 2,14 Euro im Vorjahresquartal. Der industrielle freie Cashflow erreichte 567 Millionen Euro.
Weniger Auslieferungen, besserer Mix
Ferrari lieferte im Quartal 3.368 Fahrzeuge aus. Der Rueckgang gegenueber dem Vorjahreszeitraum fiel mit 33 Fahrzeugen moderat aus, waehrend neue und margenstaerkere Modelle den Produktmix verbesserten. Das Unternehmen verwies insbesondere auf den F80 sowie auf die Ferrari-296-Speciale-Familie und weitere Individualisierungen.
Die Entwicklung zeigt, dass Ferrari steigende Erloese und Gewinne derzeit auch bei leicht niedrigeren Stueckzahlen erzielt. Hoehere Ausstattungs- und Personalisierungserloese staerken dabei die Profitabilitaet. Gleichzeitig belasteten hoehere Abschreibungen im Zuge des Produktionsstarts neuer Modelle und gestiegene Marketingaufwendungen das Quartal.
Jahresziele erneut angehoben
Ferrari erwartet fuer 2026 nun einen Umsatz von rund 7,65 Milliarden Euro nach zuvor rund 7,60 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA soll mindestens 3,00 Milliarden Euro erreichen, verglichen mit zuvor mindestens 2,97 Milliarden Euro. Die Prognose fuer das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von mindestens 9,68 Euro auf mindestens 9,85 Euro.
Auch beim industriellen freien Cashflow wurde das Ziel angehoben. Ferrari rechnet nun mit bis zu 1,65 Milliarden Euro nach mindestens 1,55 Milliarden Euro zuvor. Als Gruende nannte das Unternehmen staerkere Individualisierungen, geringere Belastungen durch Wechselkurse nach Absicherung sowie den zweiten Platz in der Formel-1-Weltmeisterschaft.
Auftragsbestand reicht bis 2028
Vorstandschef Benedetto Vigna verwies auf einen Auftragsbestand, der bis ins Jahr 2028 reicht. Zudem sollen noch in diesem Jahr zwei weitere Modelle vorgestellt werden. Fuer Anleger bleibt damit entscheidend, ob Ferrari den margenstarken Produktmix und die hohe Zahlungsbereitschaft der Kundschaft auch nach dem laufenden Modellwechsel halten kann.
Der Realtime-Kurs der Ferrari-Aktie lag am Donnerstag, 5. November 2026, um 12:16 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 382,00 Euro.
Ferrari N.V.
- ISIN: NL0011585146
- Ticker: RACE
- Kurs: 382,00 Euro bei Lang & Schwarz, Donnerstag, 5. November 2026, 12:16 Uhr Berliner Zeit
- Quartalsumsatz: 1,896 Milliarden Euro im dritten Quartal 2026
- Quartalsgewinn: 431 Millionen Euro
- Jahresprognose Umsatz: rund 7,65 Milliarden Euro
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