EVG sieht weitere Probleme bei Cargo-Sanierung
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 14:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Unternehmen habe noch viele Altlasten, sagte die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay in Berlin. Man habe sich zu lange auf die DB Cargo AG konzentriert und nicht die Töchter einbezogen.
In diesem Jahr macht Cargo weiter Verluste und verstößt damit gegen die Auflage der EU-Kommission, bis Ende 2026 wieder profitabel zu sein. Grund seien einmalig anfallende Verlustabschreibungen bei einer zum Verkauf stehenden britischen Tochtergesellschaft, hatte Cargo-Chef Bernhard Osburg im September gesagt.
Die Kommission hatte dem Konzern einen umfassenden Sanierungskurs auferlegt, mit dem Ziel, ab 2026 operativ wieder in die Gewinnzone zu kommen. Da dieses Ziel verfehlt wird, muss Cargo ein neues Sanierungskonzept vorlegen, über das der Bund mit der EU-Kommission verhandeln kann. Die Gespräche sollen im November beginnen.
"Knallharte Wettbewerbshüter"
Ulrich Schmidt aus dem Gesamtbetriebsrat von DB Cargo sagte: "Ich glaube nicht, dass wir Gnade oder Ähnliches von der EU-Kommission bekommen werden. Das sind knallharte Wettbewerbshüter."
Cargo-Chef Osburg hatte schon vor einigen Wochen gesagt, dass das bisher auf Deutschland konzentrierte Sanierungskonzept nun auf das gesamte europäische Geschäft mit insgesamt 16 Auslandstöchtern ausgeweitet werden müsse. Er betonte, dass ohne die Abschreibungen bei der englischen Tochter schon in diesem Jahr die schwarze Null erreicht worden wäre.
