EQS-News: Schaeffler kündigt weiteres Ergebnisverbesserungsprogramm an (deutsch)
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 07:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSchaeffler kündigt weiteres Ergebnisverbesserungsprogramm an
EQS-News: Schaeffler AG / Schlagwort(e): Sonstiges
Schaeffler kündigt weiteres Ergebnisverbesserungsprogramm an
03.11.2026 / 07:55 CET/CEST
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Schaeffler kündigt weiteres Ergebnisverbesserungsprogramm an
* Automobilkrise in Europa erfordert weitere Gegenmaßnahmen und
strukturelle Anpassungen
* Ergebnisverbesserungsprogramm fokussiert auf Abbau von Überkapazitäten,
Senkung von Personalkosten und Reduzierung von Komplexität
* Abbau von 3.460 Stellen in Europa, davon etwa 2.660 in Deutschland;
Schließung von vier Standorten in Deutschland, Solidaritätsbeitrag über
alle Hierarchieebenen hinweg
* Klares Bekenntnis zum Standort Deutschland, Wettbewerbsfähigkeit und
Kosteneffizienz im Fokus
* Realisierung von rund 300 Millionen Euro an jährlichen
Ergebnisverbesserungseffekten ab 2030, Einmalaufwand rund 480 Millionen
Euro
* Sozialverträgliche Umsetzung im Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen
* Strategie "Motion Technology Company" wird konsequent weiter umgesetzt,
sektorübergreifende Diversifikation und neue Wachstumsfelder als Chance
Herzogenaurach| 3. November 2026 | Nach Abschluss der im November 2024
bekanntgegebenen Strukturmaßnahmen sowie von 1.800 Altersteilzeitverträgen
Anfang Oktober, hat der Vorstand beschlossen, ein weiteres
Ergebnisverbesserungsprogramm zu starten. Ziel des Programms ist es,
Überkapazitäten abzubauen, Entwicklungskapazitäten anzupassen,
Personalkosten zu senken und die Komplexität der Organisation zu reduzieren.
Damit reagiert das Unternehmen auf das anhaltend herausfordernde Umfeld im
Automobilgeschäft, das bei insgesamt rückläufiger Marktentwicklung und
zunehmender Wettbewerbsintensität durch eine abgeschwächte Nachfrage im
Geschäft mit Verbrennerfahrzeugen und einem verzögerten Hochlauf der
Elektromobilität gekennzeichnet ist. Hinzu kommen die überdurchschnittlich
hohen Personalkosten pro Kopf in Deutschland und die hohe Komplexität der
Organisation mit zu vielen Führungsebenen und zu geringen Führungsspannen.
Stellenabbau - Fokus auf Deutschland und Europa
Im Zuge der Umsetzung des Programms sollen netto insgesamt 3.460 Stellen in
der Region Europa abgebaut werden. Davon entfallen rund 2.660 Stellen auf
Deutschland und rund 800 Stellen auf Europa. Rund 50 Prozent betreffen dabei
die Produktion, 30 Prozent den Bereich Forschung und Entwicklung und 20
Prozent weitere Funktionsbereiche. Vom Abbau sind 16 Standorte in der Region
Europa betroffen. Fünf Standorte, davon vier in Deutschland, sollen
perspektivisch geschlossen werden.
Dazu gehören das Werk in Dortmund mit aktuell 430 Beschäftigten sowie der
Standort Morbach mit 160 Mitarbeitenden, die beide zur Sparte Powertrain &
Chassis gehören und Produkte für Verbrennungsmotoren herstellen.
Zudem ist geplant, die Aktivitäten am Standort Berlin mit aktuell etwa 270
Beschäftigten einzustellen und den Standort Schwalbach aufzugeben. Ein
Großteil der rund 385 Beschäftigten soll an den Schaeffler-Standort in
Frankfurt wechseln. Insgesamt sind rund 190 Stellen vom Abbau betroffen.
Darüber hinaus ist vorgesehen, die Aktivitäten im Werkzeugbau am Standort
Höchstadt einzustellen und im Sondermaschinenbau an den Standorten Erlangen
und Schweinfurt Anpassungen vorzunehmen. Ferner sind Kapazitäts- und
Strukturanpassungen an weiteren Standorten in Deutschland - darunter
Herzogenaurach, Bühl, Höchstadt, Nürnberg und Regensburg - geplant.
Außerhalb Deutschlands sollen die Produktions- und Entwicklungskapazitäten
an den französischen Standorten Haguenau und Toulouse sowie an den
Standorten Skalica und Kysuce in der Slowakei angepasst werden. Der
Produktionsstandort Herstal in Belgien mit etwa 15 Mitarbeitenden wird
geschlossen. Detaillierte Informationen zu den Planungen an den jeweiligen
Standorten werden im Rahmen lokaler Mitarbeiterversammlungen vorgestellt.
Der geplante Abbau von 2.660 Stellen in Deutschland bedeutet, dass bezogen
auf die Stammbelegschaft, zu der zum 30. September 2026 31.957
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehörten, rund acht Prozent der vorhandenen
Stellen bis 2028 abgebaut werden. Bezieht man den aus Altprogrammen und den
bereits unterzeichneten 1.800 Altersteilzeitverträgen resultierenden
Stellenabbau mit ein, erhöht sich der oben genannte Prozentsatz auf rund 18
Prozent.
Solidaritätsbeitrag - Über alle Hierarchieebenen hinweg
Der Stellenabbau, der vor allem darauf ausgerichtet ist, Überkapazitäten im
Produktionsbereich sowie in der Forschung und Entwicklung anzupassen, wird
ergänzt durch einen Solidaritätsbeitrag, der unter anderem einen temporären,
noch im Detail auszuarbeitenden freiwilligen Gehaltsverzicht - beginnend mit
dem Vorstand über alle Hierarchieebenen hinweg - umfassen soll. Der
Solidaritätsbeitrag, der noch mit den relevanten Gremien abzustimmen ist,
zielt darauf ab, die Personalkosten pro Kopf zu senken und so den
notwendigen Stellenabbau und die damit verbundenen Einmalaufwendungen zu
reduzieren. Er soll in den Jahren 2027 und 2028 zu einer unmittelbaren
Entlastung der Gewinn- und Verlustrechnung führen. Ohne den
Solidaritätsbeitrag wäre der Stellenabbau nochmals größer ausgefallen.
Bekenntnis zum Standort Deutschland - Wettbewerbsfähigkeit und
Kosteneffizienz im Fokus
Mit dem Programm erneuert der Vorstand sein Bekenntnis zum Standort
Deutschland. Dazu sagt Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der
Schaeffler AG: "Mit dem heute bekanntgegebenen Ergebnisverbesserungsprogramm
wollen wir zeigen, dass es trotz der schwierigen Rahmenbedingungen möglich
und sinnvoll ist, in Deutschland und Europa langfristig wettbewerbsfähig und
kosteneffizient zu entwickeln und zu produzieren. Das setzt voraus, dass wir
Standorte konsolidieren, Technologiekompetenzen in ausgewählten regionalen
Clustern bündeln und die Personalkosten pro Kopf optimieren. Gleichzeitig
wollen wir die Organisation weiter verschlanken und Hierarchieebenen
reduzieren. Das wichtigste Element des Programms - auch im Vergleich zu
vorangegangenen Programmen - ist der Solidaritätsbeitrag, der unter anderem
einen temporären Gehaltsverzicht über alle Hierarchieebenen hinweg umfassen
soll."
Bei der Umsetzung des Programms, das sich im Wesentlichen auf das über
mehrere Sparten verteilte Automobilerstausrüstungsgeschäft der Schaeffler
Gruppe bezieht, kommt dem Unternehmen seine breite Aufstellung zugute, die
im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung zur führenden Motion
Technology Company festgelegt ist. Auf dieser Basis soll zumindest ein Teil
der Stellen durch den Aufbau von Stellen in neuen Wachstumsfeldern
kompensiert werden.
Dr. Jochen Schröder, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und
Einkauf der Schaeffler AG, ergänzt: "Neben unserem Fokus auf der
Weiterentwicklung des Kerngeschäfts bieten sich der Schaeffler Gruppe
vielversprechende Wachstumschancen in Zukunftsfeldern, vor allem in den
Bereichen Humanoide Robotik und Verteidigung. Hierbei können wir auf
technologisches Knowhow zurückgreifen, das wir im Kerngeschäft entwickelt
haben."
Ergebnisverbesserungseffekt - 300 Millionen Euro p.a. ab 2030
Mit dem Ergebnisverbesserungsprogramm sollen bis 2030 Einsparungen von rund
300 Millionen Euro pro Jahr erzielt werden. Beim Einmalaufwand wird mit
einem Betrag von rund 480 Millionen Euro gerechnet. Der überwiegende Teil
des Betrags soll bereits im Jahr 2026 als Restrukturierungsrückstellung
verbucht werden.
Sozialverträgliche Umsetzung - Dialog mit Arbeitnehmervertretungen
Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen soll, wie in den vorangegangenen
Programmen, möglichst sozialverträglich und im engen Dialog mit den
Arbeitnehmervertretungen und den Betriebsräten an den betroffenen Standorten
erfolgen. Grundlage ist dafür die im Jahr 2018 abgeschlossene
Zukunftsvereinbarung. Die Umsetzung der strukturellen Maßnahmen ist
überwiegend für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen. Dr. Astrid Fontaine,
Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der Schaeffler AG, sagt: "Als
Familienunternehmen ist es uns besonders wichtig, dass wir die notwendigen
Maßnahmen im engen Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen sozialverträglich
umsetzen. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder gemeinsam gute
Lösungen gefunden, daran wollen wir anknüpfen. Unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter laden wir ein, sich konstruktiv einzubringen und den notwendigen
Wandel aktiv zu begleiten."
Strategie "Motion Technology Company" - Neue Wachstumsfelder als Chance
Das heute angekündigte Ergebnisverbesserungsprogramm steht im Einklang mit
der im Zuge der Übernahme von Vitesco bekanntgegebenen Zielrichtung von
Schaeffler, die führende Motion Technology Company zu werden und ausgehend
von der ausgeprägten Technologiekompetenz und Innovationskraft neue
Geschäftsfelder zu erschließen. Dazu sagt Klaus Rosenfeld: "Ausgehend von
unserem strategischen Ziel, die führende Motion Technology Company zu
werden, sehen wir die breite sektorübergreifende Diversifikation der
Schaeffler Gruppe als wichtige Chance. Wir werden neben dem Stellenabbau
alles daransetzen, neue Wachstumsfelder zu erschließen und so weit wie
möglich rückläufige Aktivitäten durch neues Geschäft zu ersetzen."
Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen
Bei bestimmten Aussagen in dieser Pressemitteilung handelt es sich um
zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind naturgemäß mit
einer Reihe von Risiken, Unwägbarkeiten und Annahmen verbunden, die dazu
führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen von den
in den zukunftsgerichteten Aussagen angegebenen oder implizierten
Ergebnissen oder Entwicklungen in wesentlicher Hinsicht abweichen. Diese
Risiken, Unwägbarkeiten und Annahmen können sich nachteilig auf das Ergebnis
und die finanziellen Folgen der in diesem Dokument beschriebenen Vorhaben
und Entwicklungen auswirken. Es besteht keinerlei Verpflichtung,
zukunftsgerichtete Aussagen aufgrund neuer Informationen, zukünftiger
Entwicklungen oder aus sonstigen Gründen durch öffentliche Bekanntmachung zu
aktualisieren oder zu ändern. Die Empfänger dieser Pressemitteilung sollten
nicht in unverhältnismäßiger Weise auf zukunftsgerichtete Aussagen
vertrauen, die ausschließlich den Stand zum Datum dieser Pressemitteilung
widerspiegeln. In dieser Pressemitteilung enthaltene Aussagen über Trends
oder Entwicklungen in der Vergangenheit sollten nicht als Aussagen
dahingehend betrachtet werden, dass sich diese Trends und Entwicklungen in
der Zukunft fortsetzen. Die vorstehend aufgeführten Warnhinweise sind im
Zusammenhang mit späteren mündlichen oder schriftlichen zukunftsgerichteten
Aussagen von Schaeffler oder in deren Namen handelnden Personen zu
betrachten.
Schaeffler Gruppe - We pioneer motion
Seit 80 Jahren treibt die Schaeffler Gruppe zukunftsweisende Erfindungen und
Entwicklungen im Bereich Motion Technology voran. Mit innovativen
Technologien, Produkten und Services in den Feldern Elektromobilität,
Fahrwerkslösungen und erneuerbare Energien ist das Unternehmen ein
verlässlicher Partner, um Bewegung effizienter, intelligenter und
nachhaltiger zu machen - und das über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
Anhand von acht Produktfamilien beschreibt Schaeffler sein ganzheitliches
Produkt- und Serviceangebot: von Lagerlösungen und Linearführungen aller Art
bis hin zu Reparatur- und Monitoring-Services. Schaeffler ist mit rund
110.000 Mitarbeitenden an mehr als 250 Standorten in 55 Ländern eines der
weltweit größten Familienunternehmen und gehört zu den innovationsstärksten
Unternehmen Deutschlands.
Ansprechpartner
Dr. Axel Lüdeke Leiter Heiko Eber Head of Investor
Konzernkommunikation & Public Affairs Relations Schaeffler AG,
Schaeffler AG, Herzogenaurach +49 9132 Herzogenaurach +49 9132 82
82 8901 [1]axel.luedeke@schaeffler.com 88125
1. mailto:axel.luedeke@schaeffler.com [1]heiko.eber@schaeffler.com
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mailto:heiko.eber@schaeffler.
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Matthias Herms Leiter Kommunikation
Finanzen, CSR & Nachhaltigkeit
Schaeffler AG, Herzogenaurach +49 9132
82 37314
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